„Stellt euch mal alle in einem Kreis auf, wir wärmen uns erst mal auf“, sagt Gerd. Er grinst in die Runde. Unter seinem Schnauzbart ist sein Gesicht schneeweiß. Sonnencreme, extra dick aufgetragen. Die Sonne steht bereits im 45-Grad-Winkel über der Düne, den ersten Surfschülern steht der Schweiß auf der Stirn. Aufgewärmt sind wir eigentlich schon, denn den engen Neoprenanzug über die noch trockene Haut zu ziehen, raffen und krempeln ist bereits ein Workout für sich.
Erschlagen von den Flugpreisen, die ja just am ersten Tag der Ferien aufs Doppelte und Dreifache schnellen, haben wir uns in den diesjährigen Sommerferien dazu entschieden, mit unserem Wohnwagen wegzufahren. Aber es sollte etwas Neues sein, ein bisschen abenteuerlich. In Skandinavien, Österreich, der Schweiz, Italien, Kroatien, Belgien und Holland waren wir schon, also fehlte noch der „wilde Osten“ – Rumänien, wo man auch noch wildcampen darf!
Gründe finden sich immer, große Pläne aufzuschieben: der Job, Zeitmangel und die vielen kleinen und großen Verpflichtungen des Alltags etwa. Auch Ute und Chris Ramacher aus Aachen redeten lange von[.....]
Weder ich noch die beiden Mädels waren jemals in Paris, und das, obwohl wir so nahe dran wohnen. So konnte es nicht weitergehen. Also machten wir uns am Ende der Herbstferien auf, um uns die Stadt mal anzusehen: meine Tochter, ihre Grundschulfreundin (beide zwölf) und ich. Ein Wochenende Paris für Anfänger ohne Französischkenntnisse und mein erster Papa-Urlaub mit zwei Mädchen – ein bisschen mulmig war mir schon zumute!
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