Autor: Birgit Franchy

Logistische Herausforderung größer als angenommen – noch 109.000 Flüchtlinge in NRW nicht registriert

Der große Flüchtlingszustrom hat etwas nachgelassen und gibt den Bezirksregierungen, Städten und Gemeinden eine Pause um Liegengebliebenes aufzuarbeiten. In diesem Zuge wurde die Presse heute von der Ausländerbehörde der Städteregion Aachen darüber in Kenntnis gesetzt, dass in der StädteRegion noch rund 3.800 Flüchtlinge nicht registriert wurden. Alleine die Stadt Aachen ist mit über 1.600 Fällen betroffen. In ganz NRW belaufen sich die Zahlen auf 109.000 Fälle, die ab kommender Woche nachbearbeitet werden sollen. Aus unserer Region werden die Flüchtlinge hierzu mit Bussen zur Registrierungsstelle in Niederaußem gefahren. Die Registrierung umfasst die erkennungsdienstliche Erfassung. Erst nach der Registrierung kann ein Asylantrag gestellt werden. Bis zur Vergabe eines Termine hierfür können weitere Monate vergehen.

5 Fragen an Ralf Klohr (Begründer der FairPlayLiga)

Vor rund zwei Wochen fotografierte Daniela Jansen am Rande eines F-Jugendspiels in Aachen ein Schild, das fußballverrückte Eltern in ihre Schranken weisen sollte. Auf Facebook wurde das Bild über 400 Mal geteilt und tausende Male geliked. Und das nicht zum ersten Mal, auch andere Vereine finden es notwendig, auf diese Regeln zu verweisen. Kein neues Phenomen. Bereits 2005 setzte sich Ralf Klohr, damals Trainer und Jugendleiter in Herzogenrath nach einer Schlägerei unter Eltern mit der Thematik auseinander und gründetet die FairPlayLiga. Diese soll 2017 auf Wunsch des DFB bei allen Vereinen im Kinderfußball eingeführt werden. Was ist da los am Spielfeldrand? Ralf Klohr steht Rede und Antwort.