Kita Villa Luna Aachen: Gesunde Ernährung ist ein Genuss

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Lachs mit Erbsenpüree, Perlgraupen und Yoghurtsauce – so kann das Mittagessen in der Kita Villa Luna Aachen aussehen. Zum Frühstück gibt es unter anderem selbstgekochte Marmelade. Und als kleinen Obst-Snack am Nachmittag zum Beispiel Apfelspalten. Denn neben einem eigenen kleinen Kräutergarten stehen im Außenbereich der Kita unter anderem drei Apfelbäume. „Essen soll Genuss sein“, findet Kita-Leiterin Marika Rosen. „Das Wichtigste ist, dass wir es vorleben, die Kinder mit Freude dabei sind und Lebensmittel mit allen Sinnen erleben dürfen.“

Im Aachener Südviertel und an mittlerweile sieben weiteren Standorten in Deutschland sind die privaten, bilingualen Kindertagesstätten Villa Luna vertreten und setzen auf eine vielfältige Förderung. Auch wenn eine gesunde, qualitativ hochwertige Ernährung schon immer eine große Rolle gespielt hat, wird ein neu ausgearbeitetes Ernährungskonzept noch einmal einige Veränderungen mit sich bringen. In Zusammenarbeit von vier Kitaleitungen und einer Qualitätsleitung wurde ein Grundkonzept erarbeitet, das in nächster Zeit von allen Einrichtungen umgesetzt wird. Im Zentrum stehen die drei Pfeiler Einkaufen, Kochen und Esskultur. Um Kinder am ganzen Ernährungsprozess schon von Beginn an teilhaben zu lassen, ist geplant, zukünftig noch häufiger mit ihnen gemeinsam einkaufen zu gehen. „Wir gehen jetzt bereits regelmäßig zusammen zum Markt“, so Marika Rosen, die seit 2008 bei der Villa Luna Aachen ist. „Alle Lebensmittel, die wir einkaufen, sind bio oder regional.“ In der Regel stehen je einmal die Woche Fisch und Fleisch auf dem Speiseplan. Freitags ist Suppentag. In der neuen, großräumigen Küche im Haus bekocht Köchin Silvia zurzeit 85 Kinder von vier Monaten bis sechs Jahren und bringt kreative sowie schmackhafte, regional-saisonale Mahlzeiten auf den Tisch. Abgestimmt auf die Ernährungspyramide werden pflanzliche Lebensmittel und Getreideprodukte aus Vollkorn zur freien Verfügung angeboten, während Fleisch, Fisch und Milchprodukte nur in abgestimmten, kindgerechten Portionen gereicht werden.

Marika Rosen berichtet, dass Esskultur bei Villa Luna einen hohen Stellenwert hat. „Essen ist bei uns Genuss und eine emotionale Sache“, erklärt sie. „Da finden Gespräche statt, es wird gelacht. Es ist einfach eine wichtige Zeit und der Gruppengedanke ‚Wir alle essen zusammen‘ ist zentral.“ Deshalb wird der Tisch auch stets liebevoll eingedeckt und jede Mahlzeit beginnt mit einem deutsch-englischen Tischspruch. Gerade beim Mittagessen ist zudem das Schwerpunktthema Partizipation sehr präsent. „Wir nehmen die Kinder immer mehr mit ins Boot“, so Rosen. „Sie dürfen sich ihr Essen selbst nehmen, sind nicht verpflichtet, aufzuessen oder zu probieren. Im Anschluss räumen sie selbst ab.“ Essen soll so Spaß machen und nicht etwa mit Zwang oder Frust verbunden sein. Um die ganze Ernährungsthematik nochmal zu vertiefen, wird es zudem zeitnah eine Projektwoche unter dem Titel „Gesund beginnt im Mund“ geben. Denn insbesondere die ersten sechs Lebensjahre sind prägend, weiß Rosen. „In dieser Zeit entwickelt sich der kindliche Geschmackssinn. Individuelle kulinarische Vorlieben entstehen und werden dabei maßgeblich durch das Speisenangebot im Elternhaus und in der Kita geprägt. Wenn ein Kind mit Cola, Limo usw. aufwächst, sind die Geschmacksnerven darauf programmiert.“

Zusätzlich zur gesunden Ernährung spielt auch das Thema Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle in der Kita. Plastikgeschirr und Strohhalme sollen bald der Vergangenheit angehören. Stattdessen setzt die Villa Luna in Zukunft auf Mehrwegbecher im Eltern-Café, möglichst wenig Verpackung bei den eingekauften Lebensmitteln und Porzellangeschirr für die Kinder. „Wir sind noch nicht perfekt, aber auf einem sehr guten Weg“, freut sich Rosen. „Es ist ein Prozess in die richtige Richtung.“
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