Heute bleibt die Küche kalt!

in Kochen, Backen, Ernährung

Kinder gesund zu ernähren ist gar nicht so schwer – man muss nur die richtige Entscheidung bei der Wahl der Lebensmittel treffen. Andrea Claessen hat Familie Mindner besucht und mit den Kindern Jarno, Marta, Frida und Enzo eine lustige Rohkostmahlzeit zubereitet.
In unserer Überflussgesellschaft geht es nicht mehr, wie in Somalia darum, Kinder vor dem Verhungern zu bewahren, sondern eher darum, sie vor dem „Zuviel“ zu schützen. Es geht darum ihnen den Umgang mit dem riesigen Angebot der Lebensmittelindustrie beizubringen. Denn weil Kinder beim Einkauf mitbestimmen, werden von der Industrie immer mehr Kinderprodukte auf den Markt geworfen. Sie sind witzig verpackt und erhalten oft kleine Geschenke oder Codes für Gewinnspiele im Internet – in ihrer Zusammensetzung sind sie aber gesundheitlich alles andere als maßgeschneidert – das ergab eine Untersuchung des Forschungsinstituts für Kinderernährung.
Also sollte es darum gehen, die Kinder an die bunte Palette der natürlichen Lebensmittel zu gewöhnen, vor allem an Obst und Gemüse, deren gesunde Wirkung bekannt ist. Eine ganz normale Kost mit Grundnahrungsmitteln versorgt Kinder mit allen lebensnotwendigen Substanzen und schont den Geldbeutel.

Die Macht der Verbraucher

Wer vorwiegend Fertigprodukte kauft, darf sich nicht wundern, wenn schlichte Grundnahrungsmittel nach und nach von Convenience-Produkten verdrängt werden. Also lieber Bioprodukte kaufen und damit die Biobauern unterstützen und den Tierschutz stärken.

Regional einkaufen

Gemüse und Obst sind die Hauptlieferanten von Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen, je frischer sie sind, desto mehr dieser wertvollen Stoffe sind enthalten. Deshalb ist es sinnvoll, Produkte zu bevorzugen, die nur kurze Wege hinter sich haben.

Bunter Mix

Jedes Obst und Gemüse hat spezielle Vorteile, deshalb ist eine bunte Mischung empfehlenswert. Dabei sollte man nicht aufgeben den Ess-horizont des Kindes zu erweitern und nicht gemochte Produkte ruhig weiter anbieten – was heute abgelehnt wird, kann morgen auf einmal der Renner sein. Auch zwischen den Mahlzeiten kann man rohes Obst oder Gemüse zum Knabbern anbieten.

Mit oder ohne Schale?

In und direkt unter der Schale sitzen die meis-ten Vitamine. Die Schalen schützen die Früchte vor schädlichen Einflüssen – und genau diese Wirkung entfalten sie auch in unserem Körper. Aber auf der Oberfläche können sich Schadstoffe aus der Luft befinden.

Was tun? In jedem Fall gründlich waschen und trockenreiben, das reduziert schädliche Substanzen. Und dann lieber die Schale mitessen – die Vorteile überwiegen, bei Bioprodukten sowieso.

Hinterlasse einen Kommentar