Karim aus Algerien und der 9-jährige Max aus Aachen kochen ein nordafrikanisches Menü für vier Personen. Mit allen Rezepten zum Nachkochen.
Der Koch, seine Heimat und das Essen
Abdel Krim wird von seinen Freunden Karim genannt, weil er findet, das es einfach besser klingt. Er wurde 1959 in Oran geboren, das ist die zweitgrößte Stadt Algeriens und liegt in Nordafrika. Hier gibt es die Sahara, die größte Wüste der Welt. Karim empfiehlt jedem Menschen, einmal in der Wüste zu übernachten, denn dann würde er von Millionen Sternen zugedeckt.
In Algerien geht man nicht in den Supermarkt, um einzukaufen, sondern auf den Markt. Das Kochen hat Karim von seiner Mutter gelernt, die er auch heute noch anruft, wenn er mal ein neues Rezept ausprobieren will. Denn seit 20 Jahren lebt Karim in Deutschland und kocht leidenschaftlich gerne für seine Freunde.
Karim behauptet, in Nordafrika würde man aufgrund des warmen Klimas grundsätzlich mehr Salz und Zucker essen als in Deutschland. Die nordafrikanische Küche unterscheidet sich aber vor allem durch die vielen orientalischen Zutaten, die sehr aromatisierend wirken. Typisch für die nordafrikanische Küche sind die vielen raffinierten kleinen Speisen, die zusammen angeboten werden. Trotz des Einflusses der französischen Kolonialherren hat sich die algerische Küche den berberisch-arabischen Charakter weitestgehend bewahrt.
Das Nationalgericht der Algerier ist der Couscous (Hartweizengrieß). Er lässt sich fast unbegrenzt kombinieren und ist Beilage zu vielen Speisen. Man sagte früher sogar, eine Frau die keinen Couscous zubereiten kann, solle man nicht heiraten.
Ein unverzichtbares Utensil der nordafrikanischen Küche ist die Tajine, eine gewölbte Schale aus Ton, deren Deckel sich nach oben verengt. Damit kann man aromatische Gerichte langsam und schonend im Ofen garen.
Das schlimmste deutsche Gericht für Karim ist Erbsensuppe. Die findet er einfach ekelhaft.
Abgesehen von einer kleinen Minderheit sind die Menschen in Algerien sunnitische Muslime: Sie essen kein Schweinefleisch und trinken keinen Alkohol. Einmal im Jahr feiern sie Ramadan und fasten 30 Tage. Erst wenn die Sonne untergegangen ist, treffen sich die Familien und essen zusammen. Dann gibt es immer eine reiche Auswahl und viele Süßigkeiten.
Weil Karim gerade zu Besuch in seiner Heimat war, hat seine Mutter Jamina ihm für KingKalli selbstgebackene Plätzchen mitgegeben. Das Rezept bleibt aber leider geheim.
Karims Einkaufstipp:
„Die frischen Gewürze und Zutaten kauft man in Aachen am besten im Hilalmarkt in der Harscampstraße, im Gemüsegeschäft in der Promenadenstraße oder auf dem Adalbertsteinweg.“
Was sagt der Gehilfe?
Max, du hast Karim bei der Zubereitung des Menüs geholfen. Wie war das für dich?
Das Kochen mit Karim hat mir viel Spaß gemacht. Es war lustig und ich durfte alles selbst ausprobieren. Ich hätte nicht gedacht, dass man so viele Zutaten auf einem Teller kombinieren kann.
Was war anders als bei deutschen Gerichten?
Es hat ganz anders gerochen. Und es wurde viel mit den Händen gearbeitet, z. B. beim Rollen der Boureks oder beim Formen der Kartoffelbällchen.
Welche Zubereitung hat dir besonders viel Spaß gemacht?
Das Schneiden von dem Gemüse hat am meisten Spaß gemacht.
Welches Gericht würdest du zu Hause gerne mal nachkochen?
Das Bourek.
Welches Gericht hat dir am besten geschmeckt?
Das Bourek und die Kartoffelplätzchen.
Der Pfefferminztee war auch sehr lecker. Für die frische Pfefferminze waren wir in drei verschiedenen Gemüseläden, wir haben schon gar nicht mehr daran geglaubt, dass wir noch welche bekommen.
Was weißt du über Algerien, das Land, aus dem Karim kommt?
Algerien liegt in Nordafrika. Dort gibt es eine große Wüste und viele Kamele.
Würdest du gerne mal nach Algerien reisen?
Ja, das würde ich sehr gerne.
Karim empfiehlt jedem Menschen, einmal in der Wüste zu übernachten. Würdest du das auch gerne mal machen?
Oh ja!
Was ist dein Lieblingsessen?
Pizza Salami bei „da Gino“.
Was schmeckt dir überhaupt nicht?
Zuccini.
Lieber King Kalli!
Toller Beitrag über das algerische Essen.
Leider kann ich die Rezepte nicht finden, wo hast Du die versteckt bitte?
Herzliche Grüße aus Wien (Österreich),
Amina