Unverpackt einkaufen, das ist ein Wunsch, den viele Aachener haben. Aber wo verstecken sich in Aachen die ganzen Unverpackt-Läden? Letztes Jahr wurde mir genau das in einer Stadtführung verraten.
Die Gastgeber und Organisatoren der Führung sind Mitglieder der Initiative Aachen Unverpackt, einer Gruppe von Studentinnen und Studenten, die auf die Wichtigkeit von nachhaltigem Leben aufmerksam machen. Die Führung wird zusammen mit anderen Workshops auf den Instagram- und Facebook-Seiten der Gruppe angekündigt. Ich allerdings erfahre durch einen glücklichen Zufall in einer WhatsApp-Gruppe von Fridays for Future von der Führung.
Der Treffpunkt für den Rundgang ist am Theater um 15 Uhr. Von dort geht es mit der Gruppe – wir sind ungefähr 20 Personen – weiter zur Elisen-Galerie. Hier liegt Aachens erster Unverpackt-Laden „Unverpacktes Glück“. Die Studenten erzählen, dass selbst bei der Lieferung auf so viel Plastik wie möglich verzichtet wird. Für Waren wie Haferflocken, Zucker und Mehl müssen die Kunden selbst Dosen mitbringen, das spart Verpackung. Auch Hygieneartikel wie Haarseife gibt es zu kaufen. Wie viele neue Unverpackt-Läden finanzierte sich „Unverpacktes Glück“ anfangs über Crowdfunding. Dabei gilt das Alles-oder-nichts-Prinzip: Nur wenn die Zielsumme erreicht wird, fließt das Geld in das entsprechende Projekt.

Die nächste Station auf unserem Rundgang ist der Naturkostladen Quer-Korn am Alexianergraben 18. Ladeninhaber Theo Arnts erzählt, dass das Geschäft schon seit den 1980er Jahren nachhaltige Lebensmittel verkauft. Um Käufer zu sein, braucht man allerdings eine Mitgliedschaft, deswegen sind neben 200 Privathaushalten Kindergärten und Schulen im Fokus. Wir kommen zu einem Laden, der vielen in Aachen unter dem Namen „Teeladen Haus Eulenspiegel“ bekannt sein dürfte. Was hat Tee aber mit Nachhaltigkeit zu tun? Ganz einfach, wenn man höflich an der Kasse darum bittet, wird der Tee direkt in ein Glas von zu Hause gefüllt. Das Benutzen selbst mitgebrachter Behälter funktioniert im Übrigen auch bei den meisten Bäckereien und Metzgereien.
Der nächste Punkt auf unserer Liste heißt Basic. Im Vergleich zu den anderen Geschäften ist dieser Bioladen deutlich größer. Hier gibt es eine eigene Abteilung für unverpackte Ware. Die Führung endet um 18 Uhr, und damit endet auch dieser Text. Hoffentlich konnte er ein wenig weiterhelfen, wenn es um das Auffinden von nachhaltigen Läden geht.
Infos über diese Führung und weitere Workshops bekommt man bei der Gruppe Aachen unverpackt: facebook.com/Aachenunverpackt
von Jenny Stops (14)
Fotos: Greta Arntz und Sabrina Marx

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