Papablogs, Instadaddys und wertvoller Austausch

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Längst überlassen stolze Papas die spannende Welt der Social-Media-Kanäle nicht den Müttern allein: Auch Väter möchten sich über passendes Kinderspielzeug, Erziehungstipps und Familienausflüge austauschen. Das geschieht in professionell geführten Blogs, farbenfroh bei Instagram oder in großen Communitys bei Facebook. Eine kleine Übersicht.

Daddylicious

Für Väter von Vätern und prall gefüllt mit Ratgebertipps, Reiseberichten und Shopping-Ideen. Papas, die etwa über das passende Geburtstagsgeschenk für Tochter oder Sohn grübeln, finden hier ausführliche (werbebasierte) Berichte zu Kugelbahnen, edukativem Spielzeug und allerlei Dingen, mit denen „der moderne Dad“ (O-Ton) seinen Kleinen eine Freude machen kann. Doch auch Spielzeuge für die Väter selbst werden getestet: Hartbodenreiniger etwa erhalten das beinharte Prädikat „Chuck Norris der Cleaner-Szene“.
Im Kolumnenteil berichten Väter vom ersten Friseurbesuch des Schützlings oder von abenteuerlichen Ausflügen in den Zoo. Der professionelle und optisch ansprechende Auftritt von Daddylicious erhielt 2014 den Deutschen Preis für Onlinekommunikation und ist u. a. auch bei Facebook, Instagram und Pinterest präsent.
daddylicious.de

Ich bin dein Vater

Wie es der Name dieses Weblogs bereits verrät: Hier geht es locker und sprachgewandt zu. Der Untertitel „Früher waren wir cool – jetzt sind wir Väter“ verdeutlicht zudem, dass Lifestyle und die Pflichten eines Vaters nun mal nicht immer vereinbar sind. Und wenn auch manchmal etwas Wehmut durchklingt („Falten, weiße Haare und Dadbods sind nicht die einzigen Spuren, die wir in unserem Vatersein hinterlassen“) – der Blog kommt sprachlich und optisch sehr frisch daher. Seit vier Jahren bieten hier drei Kölner Väter Podcasts, Interviews, Produkttests und natürlich auch Advertorials an. Dabei geht es den Bloggern weniger um den Weg zum perfekten Vater, sondern eher darum, auch den Papas im Wust der Mama-Blogs eine Stimme zu geben. Dies tun die Autoren u. a. auch bei Facebook, Instagram und YouTube.
ichbindeinvater.de

Zwillingswelten

Sven Trautwein ist Blogger, WordPress-Coach und: Vater von Zwillingssöhnen. Bereits kurz nach deren Geburt im Jahr 2008 startete Trautwein die Seite zwillingswelten.de und war somit schon lange vor allen anderen Mama- und Papa-Bloggern aktiv. Schnell bemerkt der aufmerksame Leser daher auch, dass hier weniger auf Hochglanz, Lifestyle und schicke Instagram-Filter gesetzt wird. Klar, ohne werbebasierte Artikel zur Kinderzimmereinrichtung schwedischer Möbelhäuser oder Partnerlinks großer Online-Versandhändler kommt auch diese Webpräsenz nicht aus – tatsächlich präsentieren sich Reisetipps, Kinderbuchvorstellungen und Podcasts aber erfreulich unaufgeregter als bei der Konkurrenz. Hinzu kommt das gewisse „Alleinstellungsmerkmal“ der spannenden Zwillingswelt: Erstausstattung, Rabatte für Zwillingseltern und Tipps zum Zeitmanagement bieten einen echten Mehrwert.
zwillingswelten.de

Daddy Cool

Das ist er wohl, der Prototyp des hippen, starken Papas, der sein Vaterdasein akribisch im Netz dokumentiert und jeden noch so kleinen Spaziergang durch den Instagram-Filter schickt. Der stolze Vater Matthias Burock spricht laut Eigenaussage fließend Hashtag und sieht sich als den Daddy unter den Mama-Bloggern. Zu sehen gibt’s allerlei Strandausflüge, Schneeballschlachten und jede Menge Quality time mit der Familie (gerne samt werbewirksamer, geschickt drapierter Schokoladentafel im lila Gewand). Was Daddy Cool mit diesem Instagram-Account erzählt, ist zwar nicht neu – über 45.000 Follower machen ihn allerdings zum erfolgreichsten Filter-Vater hierzulande. Dank dieser Reichweite war ein eigener Blog die logische Folge. Dort geht es im Übrigen durchaus informativer zu: Wie nehmen Väter die Geburt wahr? Was tun bei Pseudokrupp und Fieberwahn? Wie erleben Papas die Zeit des Abstillens? Fakten statt bunter Bildchen.
instagram.com/daddy_co.ol

therealburrmartin

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die bunte Welt von Instagram zu nutzen. Der US-amerikanische Vater Chris Martin entschied sich dafür, den dort vorherrschenden Selfie-Wahn auf die Schippe zu nehmen. Sein auserkorenes Opfer: die eigene, neunzehnjährige Tochter! Diese schickt regelmäßig Selfies mit Duckface, Kulleraugen und freizügiger Bekleidung durchs Netz. Die Quittung sind nicht selten recht anzügliche Kommentare anderer User – sehr zum Ärger Chris Martins. Kurzum drehte der 48-Jährige den Spieß um, pinselte sich das stylische Bauch-Tattoo seiner Tochter Cassie in Krakelversion auf die eigene Wampe und setzte das herrlich dämliche Selfie als Kommentar unter Cassies Originalfoto. Ein Netzhit war geboren; es folgten weitere Parodien. Ob man die „Sticheleien“ des Vaters als gelungen, fies oder gar als PR-Gag bezeichnen mag, ist jedem selbst überlassen. Was Chris Martin jedenfalls erreicht hat: Man spricht über ihn.
instagram.com/therealburrmartin

Nur für Papas

Wie der Name dieser Facebook-Gruppe bereits verrät, sind hier ausschließlich Väter unterwegs, die sich über sämtliche Themen des Elterndaseins austauschen können. Die Bandbreite dieser rund 16.500 Mitglieder starken Community ist dementsprechend groß: Da diskutieren werdende und erfahrene Väter über passende Namen für den Nachwuchs, posten Papas Schnappschüsse aus dem Sandkasten oder werden gar Rezepte ausgetauscht. Ein stets wiederkehrendes und heiß diskutiertes Thema ist die rechtliche Lage bei Trennung der Eltern. Nicht selten berichten Väter von Ex-Partnerinnen, die den Kontakt zum Nachwuchs verweigern. Ob solch emotional geführte Debatten in sozialen Netzwerken zielführend sind, muss jedermann für sich selbst entscheiden – als erster Anlaufpunkt für weiterführende Unterstützung stellt die größte Papa-Facebook-Gruppe allerdings für viele Themenbereiche eine gute Hilfe dar.
facebook.com/groups/nurfuerpapas

 

 

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