Mit meiner Familie war ich ein Jahr lang in den USA. Es war Silvester 1988. Es sollte ein bisschen amerikanisch sein und so wollten wir Hummer (Maine lobster) essen. Zum Entsetzen unserer 17-jährigen Tochter lebte der noch, als ihn mein Mann brachte. Sie machte einen Riesenzirkus, aber letztendlich landete er doch im Topf und hat auch sehr gut geschmeckt.
Nach dem Essen fuhren wir zur Eishalle. Wir hatten überall Plakate gesehen, dass die Eishalle in der Silvesternacht geöffnet sei. Wir sind keine großen Schlittschuhläufer, aber Silvester auf dem Eis, das war doch was! Es spielte Musik, wir ließen uns treiben und warteten gespannt auf Mitternacht.
Ein bisschen erstaunt waren wir darüber, dass die Halle gar nicht festlich geschmückt war. Der Countdown lief, die Musik setzte aus, die Spannung stieg. Der Zeiger sprang auf Mitternacht, die unterbrochene Musik setzte wieder ein – und das wars!
Wir waren sehr enttäuscht. Aber gerade deshalb erinnern wir uns immer wieder an diese unspektakuläre Silvesternacht.
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