Die Welt retten mit KingKalli 2: Spüllappen

Die Sache mit den Spüllappen fing mit einem Desaster an. Zuerst ging es um Wasserbomben. Ich mag den Wasserbombenspielspaß, aber der Plastikmüll? Da sah ich im Netz eine Anleitung: Wasserbomben aus alten Spülschwämmen und Lappen. Aber die sind doch auch aus Kunststoff und man hat noch mehr Müll. Also vielleicht die Öko-Variante? Aber wo kriege ich die Schwämme her? Inzwischen weiß ich, dass man sie bei dm kaufen kann und bei Alnatura, aber ich habe sie im Netz bestellt. Und das war dann auch das Desaster. Sie kamen in einem riiiieeeesigen Karton an, die kleinen Schwämme und Lappen in der Mitte, eingebettet in ein Meer aus Kunststoffpolstern.

Ok, das konnte es also definitiv nicht gewesen sein. Was nützt einem da noch ein Öko-Spülschwamm aus Cellulose, Sisalfasern und Recycling-PET? Auf alternative Wasserbomben war mir da schon die Lust vergangen. Aber wo ich schon die Schwämme im Haus hatte, fiel es mir auf: Ich wollte endlich keine Spülschwämme mehr wegwerfen.


Wir debattierten über das Thema im Büro, und manchmal liegt die Lösung so nah!

Meine Mitarbeiterin Ellen strickt Spüllappen selber und bot mir an, mich damit auszustatten. Zunächst war ich skeptisch. Als passionierte Schwammspülerin konnte ich mir einen Umstieg auf Lappen nicht vorstellen. Völlig zu Unrecht! Seit Monaten gibt es in unserem Haushalt nichts anderes mehr! Wir wischen und spülen in der Küche ausschließlich mit den selbstgestrickten Lappen. Und immer wieder erfreue ich mich daran. Kein Müll mehr, flugs bei 60 Grad in die Waschmaschine und fertig! In unsere Küche wird kein Schwamm mehr den Weg finden. Wer selber strickt, bekommt einen Lappen in ca. drei Stunden fertig. Ich habe sie alle geschenkt bekommen, und man kann sie tatsächlich auch kaufen.

Wie und wo spart ihr Müll ein? Schickt uns gerne Tipps! Wir möchten sie ausprobieren und für alle Leser zur Verfügung stellen!

Strickanleitung Spültuch Material:
Baumwollgarn ohne Beimischung, Stricknadeln Nr. 2,5

4 Maschen anschlagen – eine Reihe rechte Maschen – ab der 2. Reihe immer 1. Masche rechts abheben, 1 Masche rechts stricken, die 3. Masche rechts stricken, jedoch nicht von der linken Nadel rutschen lassen und noch eine zweite Masche aus dieser Masche stricken (so hat man eine Masche zugenommen), bis zum Ende der Reihe rechte Maschen – weiter Reihen stricken, bis 70 Maschen auf der Nadel sind – ab dann nicht mehr am Beginn der Reihen zunehmen, sondern die dritt- und viertletzte Masche jeder Reihe rechts verschränkt (hinten einstechen) zusammenstricken – weiterstricken, bis nur noch 4 Maschen auf der Nadel sind – die letzten 4 Maschen abketten und Fäden vernähen

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