Kategorie: Standard

 

Kurzfilm: Nur Wasser

Lissabon zur Zeit der großen Seefahrer: Eine Armada von Schiffen erreicht nach langer Reise auf dem Ozean endlich den heimischen Hafen. Die Wiedersehensfreude der Seefahrer und der Daheimgebliebenen ist groß. Aber einer fühlt sich in mitten all des Trubels plötzlich ganz einsam ... Ein wunderschön illustrierter, farbenfroher Kurzfilm des Franzosen Carlos De Carvalho mit ebenso wundervoller Musik von Jean-Philippe Goude.

Filmtipp: Die Pinguine aus Madagascar

Mit dem vierten Teil der „Madagascar“-Reihe ist frühestens im Sommer 2018 zu rechnen – was jetzt von meiner Seite nicht nach pochender Erwartungshaltung klingen soll. Im Gegenteil: Trotz des enormen Erfolges ein Franchise-Produkt, wie es kaum weiter entfernt sein könnte von den artifiziellen und dennoch konventionell und familiengerechten Bilduniversen, die etwa regelmäßig aus den Pixarstudios zu erwarten sind.

Der kleine Medicus – Bodynauten auf geheimnisvoller Mission im Körper

Senator Film versucht sich mit einer deutschsprachigen Konkurrenz gegenüber den überdimensionierten und finanziell nicht schlagbaren Hollywood-Tonangebern. Das vor einigen Jahren extrem erfolgreiche und größtenteils positiv rezensierte Kinderbuch von Dietrich Grönemeyer setzte neue Akzente in der Verbindung von Wissensvermittlung, künstlerischer Konsistenz und Ambition, serviert mit klugem Humor, der für alle Altersklassen etwas bereithält. Schonmal ein guter Ansatz, eine deutschsprachige Vorlage in einen Animationsfilm zu übersetzen, der leider im Charakterdesign allzu sehr doch wieder an den üblichen Filmwelten festklebt.

Filmtipp: Mein Freund, der Delfin 2

„Free Willy“ begeisterte mit einem ähnlichen Konzept in den Neunzigerjahren ein Millionenpublikum und löste gleichermaßen eine langanhaltende mediale Debatte um Haltung von Meerestieren und deren Gebrauch für die Unterhaltungsindustrie aus. Ähnliche Effekte bildeten sich beim Vorgänger des vorliegenden Films heraus, der wie sein geistiger Vorgänger um den „Killerwal“ Willy schon in den Plot jene Kritik integriert, die den Filmen schließlich selbst entgegengebracht wird.

Filmtipp: Der kleine Nick macht Ferien

Dem spezifisch französischen Ton für Kinder- und Familienfilme bzw. für Komödien überhaupt setzt Laurent Tirard atypische Federstriche entgegen, die wohl auf sein Studium und seine Lehrjahre im amerikanischen Mainstream zurückzuführen ist. Selbst der einigermaßen desaströsen Asterix-Realverfilmungsreihe konnten da ein paar Nuancen beigemischt werden. Die von den Großmeistern Goscinny und Sempé erdachte Kinderbuchreihe ist seit den frühen Sechzigerjahren kanonisiert als Meisterleistung und Messlatte für Illustration und Storytelling in symbiotischer Verschmelzung. Erwachsenen bricht das Herz angesichts der leisen Wehmut dieser Bücher, für Kinder ist der didaktische und auch ästhetische Wert unschätzbar groß.
 

Kurzfilm: Ein neuer Farbton

In einer Papierwelt aus Schwarz und Weiß entdeckt ein kleines Mädchen eines Tages ein kleines Wesen, das über scheinbar magische Kräfte verfügt. Auf einmal erstrahlt alles in leuchtenden Farben ...
 

Kurzfilm: Helium Harvey

Einen mit Gas gefüllten Luftballon in der Hand zu halten, gehört neben einem leckeren Eis sicherlich zur Krönung eines – aus Kindersicht – erfolgreich verlaufenen Sommertages. Doch was passiert, wenn man selber zum Ballon wird? Dem kleinen Harvey passiert genau das. Schon schwebt er wie ein Vogel durch die Lüfte und erkundet die Welt.

Filmtipp: Der 7bte Zwerg

Ein später, mit teuren Animations-Standards wahrscheinlich nicht risikofreier Nachschlag zu den „7 Zwerge“-Filmen rund um Otto Waalkes. Dieser hat sich mit diesem dödeligen Märchen-Spoof auf plattestem Humoruntergrund ein enorm erfolgreiches Comeback bereitet, nachdem wohl keiner mehr mit ihm rechnen konnte/wollte.

Disneyfilm: Planes 2 – Immer im Einsatz

Der ursprünglich für den DVD-Markt produzierte, aber in Europa erfolgreich ins Kino gebrachte Disneyfilm um personifizierte Flugzeuge findet nun seine um einiges mächtiger produzierte Fortsetzung. Zugunsten der verbesserten Animationstechnik und der schnittigen 3D-Bilder auf hohem Niveau verliert sich etwas der fast unbeschwerte, im posititiven Sinn amibitionslose Geist des ersten Teils.

Filmtipp: Rico, Oskar und die Tieferschatten

Der gefeierte Jugendroman gleichen Titels gilt vielen Rezensenten als beste einschlägige Veröffentlichung seines Jahrgangs (2008). Gelobt wurde vor allem die literarisch versierte Fabulierfreudigkeit des Autors Andreas Steinhöfel, der seit Jahrzehnten als einer der relevanten deutschen Kinderbuchschreiber gehandelt wird.