Der ursprünglich für den DVD-Markt produzierte, aber in Europa erfolgreich ins Kino gebrachte Disneyfilm um personifizierte Flugzeuge findet nun seine um einiges mächtiger produzierte Fortsetzung. Zugunsten der verbesserten Animationstechnik und der schnittigen 3D-Bilder auf hohem Niveau verliert sich etwas der fast unbeschwerte, im posititiven Sinn amibitionslose Geist des ersten Teils. Der war kaum gehaltvoller als ein Classic Cartoon von wenigen Minuten Länge. „Planes 2“ kommt pompöser, dramatischer, komponierter – damit aber auch schwerfälliger und besonders schwerwiegend: ohne echte Idee, ohne Rechtfertigung einer Fortsetzung im vergrößerten Ausmaß. Für einen Familienausflug eignet sich der mit zeitloser Familienmoral wie mit niedlichem Detailreichtum ausgestattete CGI-Film in jedem Fall. Anders als bei Pixars „Cars“ stößt eine Ausgestaltung dieser durchtechnisierten Welt an Limits. Bleibt zu sagen, dass der schwungvolle Soundtrack einen sehr harmonischen Teppisch drunterlegt, die fetzige Action mit schwindelerregenden Kamerafahrten (bzw. -stürzen) die ganz jungen Kids manches Mal überfordern könnte und dass für einen wohl unvermeidlichen dritten Teil hoffentlich das Korsett besser sitzt.
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