Babyschwimmen – weit mehr als planschen

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Babyschwimmen | Foto: iStock, Bicho_raro

Auf dem Bauch oder Rücken schwimmen und dabei immer sicher von Mamas oder Papas Armen gehalten werden – das macht Spaß und schafft aufgrund des engen Körperkontakts Vertrauen.

Beim Babyschwimmen sammeln die Kleinsten gemeinsam mit ihren Eltern erste Erfahrungen im Wasser. Im Rahmen eines Kurses werden sichere Griffe und Haltetechniken gelernt sowie Spiele und Übungen, mit denen Eltern und Kind zusammen Spaß im Wasser haben. Die komplexen Schwimm-Bewegungsabläufe können Kinder in der Regel erst ab etwa vier Jahren erlernen. Folglich geht es in einem Babyschwimmkurs natürlich nicht darum, dass Säuglinge bereits schwimmen lernen. Dennoch kann das Babyschwimmen vor dem Ertrinken im flachen Wasser schützen. Da Babys für gewöhnlich in einer Schockstarre verharren, wenn ihr Gesicht unter Wasser ist, besteht die Gefahr, dass sie selbst in nur wenige Zentimeter tiefem Wasser ertrinken. Hier hilft ein Kurs, sie an das nasse Element zu gewöhnen, sodass sie lernen, ihren Kopf selbstständig zu heben.

Demnach ist Babyschwimmen weit mehr als reines Planschen im Wasser. Neben dem Spaß an der Bewegung und der Wassergewöhnung bringt es eine Reihe weiterer Effekte mit sich, die sich positiv auf die Entwicklung von Säuglingen auswirken. So schulen die spielerischen Übungen im Wasser die Wahrnehmung, Koordination sowie Motorik und verbessern z. B. die Greiffähigkeit und den Gleichgewichtssinn. Im Wasser können sich die Kleinen leichter bewegen und selbst Bewegungsabläufe ausführen, die ihnen außerhalb des Wassers aufgrund der Schwerkraft noch schwerfallen. Das macht nicht nur Freude, sondern wirkt sich auch positiv auf das Selbstbewusstsein aus. Weiterhin stärkt das Babyschwimmen die Rücken- und Nackenmuskulatur und fördert so eine gesunde, gestreckte Körperhaltung. Der Wasserdruck, der auf die Organe einwirkt, sorgt außerdem dafür, dass Herz, Lunge und der ganze Kreislauf gekräftigt werden. So wird beispielsweise die Atemfunktion gestärkt.

Empfehlenswert ist ein Schwimmkurs ca. ab dem dritten Lebensmonat, denn das Baby sollte seinen Kopf in der Bauchlage bereits selbstständig heben und halten können. Außerdem ist das Risiko für Infekte dann nicht mehr so hoch. Wichtig ist, dass das Wasser schön warm ist und bei 30 bis 32 Grad liegt. Je jünger das Kind, desto kürzer sollte der Aufenthalt im Wasser sein, denn Säuglinge haben noch Schwierigkeiten damit, die Körpertemperatur zu regulieren und kühlen schnell aus. Anfangs genügt bereits eine Badezeit von 15 bis 30 Minuten. Generell sollten 45 Minuten besser nicht überschritten werden. Eine Schwimmwindel ist praktisch und zu empfehlen. Aufgrund des elastischen Bündchens gelangt nichts nach außen ins Wasser. Und nach dem Baden heißt es: Gründlich abduschen, und schwimmen macht auch Babys sehr hungrig. Daher am besten nach dem Kurs eine Stillmahlzeit einplanen bzw. etwas zu trinken oder zu essen mitbringen. Da die Nachfrage groß ist, sind die Plätze oft knapp. Am besten schaut man sich bereits frühzeitig nach einem passenden Kurs um.

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