Der Begriff „Wochenarbeit“ kommt aus der Montessori-Pädagogik und wird dort in der Schule angewandt. Wir drehen es jetzt um und verwenden ihn für Projekte, für die neben der Schule wenig Platz ist. Bei unserem Partnermagazin Känguru aus Köln haben wir Projektideen für die (Sommer-)ferien entdeckt, die entweder in einer Woche oder auch über die ganzen (Rest-)Ferien umgesetzt werden können. Wir haben sie – mit Erlaubnis – überarbeitet und wünschen viel Spaß dabei!
Sportliche Challenge
Welche Sportart macht besonders viel Spaß? Welche Herausforderung könnte alleine, mit Freundinnen und Freunden oder mit der Familie gemeistert werden?
Zum Beispiel:
- 50 Kilometer Fahrrad fahren
- 30 Kilometer wandern oder spazieren gehen
- 100 Tore schießen oder Basketballkörbe treffen
Natur- & Umwelt
Natur und Umwelt bieten tolle Möglichkeiten für sinnvolle Aktionen.
- Pflanzen bestimmen: Im Park, im Wald oder im Garten wächst alles Mögliche. Nur was? Dies kann anhand von Büchern oder Apps bestimmt werden. (Oder Oma fragen!)
- Müllsammelaktion: Bewaffnet mit Müllsäcken und Handschuhen wird eine Wiese, ein Bach oder ein Waldweg von Müll befreit.
- Kochen: Welches Obst und Gemüse ist gerade reif? Kann man auf dem Bauernhof einkaufen oder regionale Produkte im Supermarkt finden? Daraus wird dann etwas gekocht oder gebacken.
- Plastikfrei: Diese Challenge passt gut zur vorherigen. In den Einkaufswagen kommt nur, was nicht in Plastik verpackt ist!
- Insektentränke bauen: Auch Insekten haben Durst und sind auf der Suche nach Wasser. Im Garten, auf dem Balkon oder auch einfach auf der Fensterbank kann eine kleine Wasserstelle für Insekten aufgestellt werden. Eine Anleitung gibt es zum Beispiel beim NABU.
Fotosafari
Haltet Kameras oder Smartphones bereit und die Augen offen, es geht auf Fotosafari!
Eine Woche lang – oder über mehrere Tage in den Ferien verteilt – sucht ihr in der Stadt oder der Umgebung nach besonderen Fotomotiven.
Was das für Motive sind, wird vorher festgelegt.
- Tag 1: Farben – findet Motive in jeder Farbe des Regenbogens.
- Tag 2: Buchstaben – sucht euch einen Buchstaben aus und fotografiert Dinge, die wie dieser Buchstabe aussehen.
- Tag 3: Zahlen – sucht Zahlen in der Umgebung (zum Beispiel Hausnummern oder Muster) und haltet sie im Foto fest.
- Tag 4: Details – fotografiert Dinge ganz nah und erfasst kleine, aber feine Details (da kann man andere rätseln lassen, was das wohl war).
- Tag 5: Perspektiven – fotografiert alles aus einer bestimmten Perspektive, zum Beispiel nur von unten oder von oben.
- Tag 6: Tiere – macht ein Foto von den Tieren, die euch an diesem Tag begegnen.
- Tag 7: Formen – haltet Gebäude oder Gegenstände, die eine geometrische oder außergewöhnliche Form haben, in einem Foto fest oder „etwas Rundes“, „etwas Quadratisches“, „etwas Dreieckiges“.
Familienstammbaum oder Nachbarschaftshaus
Lust, einen Familienstammbaum zu erstellen?
Wer kann Auskunft geben und helfen? Vielleicht die Oma?
Wie heißen die Familienmitglieder und wann haben sie Geburtstag? Wer ist das Kind von wem?
Dann macht man die erste Skizze, beginnend bei einem selbst, mit Eltern und Geschwistern. Anschließend kommen Großeltern, Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen dazu. Vielleicht auch die neue Patchworkfamilie?
Auf einem größeren Plakat wird nun ein richtiger Baum gemalt oder gezeichnet. Anhand der Skizze ist bekannt, wie viele Astverzweigungen und Äste der Baum haben muss, denn jedes Familienmitglied bekommt einen eigenen Ast. Das Ganze kann natürlich noch mit Fotos und Farben verziert werden.
Alternative: Statt der Familie kann das Wohnhaus oder die Straße gezeichnet werden. Wer wohnt wo? Wie heißen Kinder und Eltern? Gibt es Haustiere?
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