Nie waren die Zwillingsschwestern Teresa und Sus länger als ein paar Tage voneinander getrennt. Diesen Sommer wollen sie zusammen zu ihrer Tante Elena nach Karpathos, einer griechischen Insel fahren, doch dann kommt alles anders.
Sus, die zum ersten Mal ein Geheimnis nicht mit ihrer Schwester teilt, sieht, wie Teresa vor ihren Augen mit ihrem geheimen Schwarm, Finn, zusammen kommt. Und der Urlaub fällt auch ins Wasser, weil Claudio, ihr Cousin, einen Autounfall hat und Tante Elena zu ihm ins Krankenhaus fährt. Auf einmal sehen beide Schwestern eine Chance, mal eine Zeit lang ohne die jeweils andere zu leben, und so fährt Sus kurzentschlossen mit ihrem Vater auf Campingurlaub nach Elba, während Teresa zu Hause bleibt und die Zeit mit Finn, ohne ihre eifersüchtige Schwester, genießt.
Schon bald kommen beide Schwestern auf die Fährte des Tabu-Themas Nummer eins ihrer Eltern: ihr verstorbener Bruder Luis. Einer der vielen Gründe, warum sich ihre Eltern fast immer streiten.
In der Zeit ihrer Trennung lernen Teresa und Sus sich um einiges mehr selbst kennen und kommen an der unsausweichlichen Frage an, wer sie eigentlich sind.
Sigrid Zeevaert schafft es, all die Gedanken, die durch den Kopf eines Mädchens in jugendlichem Alter streifen, aufzufangen und gleichzeitig die Verwirrung und eigene Unsicherheit des Lebens in Worte zu fassen. Die Kapitel sind abwechselnd aus der Perspektive von Teresa und Sus und dementsprechend auch in anderen Stilen geschrieben, was den beiden Zwillingsschwestern eine ganz eigene Persönlichkeit gibt.
Sigrid Zeevaert: „Wer ich bin“
Thienemann Verlag 2009
13,90 Euro
Vorgestellt von Eva Kranefeld (15)
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