Weltretter-Checkliste: Der nachhaltige Weihnachtsbaum

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Alle Jahre wieder tragen wir traditionell ein Stückchen Wald in unsere Wohnzimmer. Doch leider machen schon kleine Details einen großen Unterschied in Sachen Nachhaltigkeit. Mit Lametta, Geschenkpapier und Co. entsteht viel Müll, der leider überhaupt nicht umweltfreundlich ist. Mit kleinen Veränderungen kann man den eigenen Weihnachtsbaum nachhaltiger werden lassen. Alles, was benötigt wird, ist ein bisschen Kreativität, um eigene Traditionen neu zu erfinden.
Die Weltretter-Checkliste hilft, einen Überblick über Alternativen zu geben, um Weihnachtsstimmung auch umweltschonend verbreiten zu können.

 

Der Weihnachtsbaum – Bio-Tanne oder Baumkunstwerk

Der Hauptakteur der jährlichen Weihnachtsdekoration ist für viele sicherlich der Weihnachtsbaum. Dementsprechend sind Veränderungen hier wahrscheinlich am unangenehmsten. Doch schon kleine Unterschiede können eine große Wirkung haben. Ein guter Anfang sind Bio-Weihnachtsbäume oder Tannen aus FSC-zertifizierten Wäldern. Aber auch Bäume von Sonderflächen der regionalen Forstbetriebe, die unter Strom- und Leitungstrassen wachsen, werden vom NABU empfohlen. Hierfür einfach beim Forstamt in der Region nachfragen. Oder man kann sich für einen Tannenbaum im Topf entscheiden. Für fortgeschrittene Umweltbewusste gibt es Anleitungen für selbstgebaute Weihnachtsbaumkonstruktionen aus Holzbrettern oder Metall im Internet, die auch aus alten Rohstoffen entstehen dürfen.

NABU-Informationen rund um den Weihnachtsbaum: nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/feste-feiern/weihnachten/01888.html
Infos zu Verkaufsstellen von Öko-Weihnachtsbäumen in Deutschland: robinwood.de/schwerpunkte/ökologische-weihnachtsbäume

Anleitungen für DIY Weihnachtsbäume:
pefc.de/media/filer_public/1a/b0/1ab083af-84f6-4776-bbd9-ef0f5f3baa00/181024_pefc-bauanleitung_weihnachtsbaum_aus_holz_neu.pdf
nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/feste-feiern/weihnachten/27343.html
kingkalli.de/tannenbaum-aus-aesten

 

Der Christbaumschmuck – natürliche statt industrieller Materialien

Die bunten Christbaumkugeln leuchten meistens in allen erdenklichen Farben an unseren Weihnachtsbäumen. Nur sind sie überhaupt nicht umweltfreundlich und enthalten teilweise giftiges Blei. Auch Lametta und diverse Deko-Sprays sind schlecht, da sie Mikroplastik enthalten und die verschönerten Bäume nicht mehr kompostiert werden können.

Deswegen sollten es für den nachhaltigen Weihnachtsbaum lieber natürliche Dekorationen sein. Nebenbei kann man den Baum so auch viel individueller gestalten. Statt gekaufter Kugeln verwendet man beim nachhaltigen Weihnachtsbaum lieber Holz, Stroh, Wachs, Stoffbänder, Papier oder Salzteig. Aber auch Nüsse, Obst und Zapfen sind ein natürlicher Baumschmuck. Ein paar Beispiele für mögliche Eigenkreationen aus den verschiedenen Materialien sind zum Beispiel kleine Figuren aus Salzteig, getrocknete Früchte, in verschiedenen Formen ausgestochene Orangenschalen oder Papiersterne. Wer trotzdem nicht auf Kugeln verzichten möchte, kann vorhandene Christbaumkugeln für eine andere gewünschte Farbe mit den Nachbarn oder Freunden tauschen!

Infos zu nachhaltiger Weihnachtsdekoration: nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/feste-feiern/weihnachten/weihnachten.html

 

Die Lichterkette – neue LED statt alter Glühbirne

Am umweltfreundlichsten wäre der Verzicht auf Lichterketten, aber ganz ohne Weihnachtsbeleuchtung wäre die Dekoration am Abend nur halb so schön. Deswegen sollte man hier am besten auf LED-Lichterketten zurückgreifen, die idealerweise auch ohne eine Batterie funktionieren. Hierbei ist wichtig: Weniger ist mehr! Für das Weihnachtsgefühl reichen schon kleine Mengen Beleuchtung aus. Und natürlich sollte man sie auch nur einschalten, wenn es Sinn macht. Also nicht tagsüber oder wenn man überhaupt nicht zu Hause ist. Wer noch alte Glühbirnen verwendet, sollte auf LEDs umrüsten, da bei diesen auch der Stromverbrauch wesentlich geringer ist.

 

Die Geschenke – Zeit und Individualismus verschenken

Auch unter dem Weihnachtsbaum kann man viel bewirken, wenn man auf bestimmte Sachen achtet. Bewusster Konsum statt Kaufrausch ist hier das Motto! Fast jedes Geschenk hat einen langen Weg hinter sich und muss irgendwann entsorgt werden. Also sollte man auch hier wieder kreativ werden und lieber selbst basteln oder Ausflüge und Erlebnisse verschenken.

Aber auch die Art der Verpackung kann einen Unterschied beim Thema Nachhaltigkeit machen, denn dabei fällt viel Müll an. Natürlich ist das Weihnachtspapier mit Weihnachtsmann- oder Schneeflockenmotiv schön anzusehen. Doch endet es meist nach ein paar Minuten Auftritt zerrissen in der Mülltonne.

Deswegen sollte man lieber auf Kartons oder alte Verpackungen zurückgreifen, die man individuell gestalten und bemalen kann. Auch Tücher sind eine schöne Alternative, da sie gleich wiederverwendet werden können. Oder man nimmt zum Beispiel alte Zeitungen und Comicseiten. Wer trotzdem buntes Weihnachtspapier verwenden will, sollte darauf achten, Recyclingpapier zu kaufen. Und wenn man zu den geduldigen Geschenkauspackern gehört, kann man das Papier danach einfach aufbewahren und wiederverwenden, statt es wegzuschmeißen.

Mehr Informationen zu umweltfreundlichen Geschenkverpackungen: bund.net/bund-tipps/detail-tipps/tip/weihnachtsgeschenke-nachhaltig-verpackt

 

 

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