Drei Jahre Krisenmodus und ein Ende ist nicht in Sicht. Krankheit, Krieg, Inflation, Fachkräftemangel auch und gerade in Bereichen, die Familien tangieren, wie in Kitas und Schulen sowie im Gesundheitssektor, aber auch bei Bus und Bahn, in der Gastro etc. Kein Wunder, dass die Bundesregierung reagiert. Sie ruft die Bevölkerung zur Eigenverantwortung auf. Eigenverantwortung – ein Gut, das man den Menschen in der Pandemie absprach – soll jetzt zum Tragen kommen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) veranstaltete zum Jahresende nicht nur einen Warntag, sondern veröffentlichte auch Beilagen in den Tageszeitungen. Tenor: Vorsorge treffen und sich auf weitere Eskalationen vorbereiten. Nachdem Kitas schon Eltern aufgefordert hatten, ihre Kinder eigenverantwortlich öfters zu Hause zu betreuen, heißt es nun: Vorräte anlegen! Auch Medikamente! Diese waren schließlich zuletzt knapp geworden. Eltern liefen vergebens von Apotheke zu Apotheke, um fiebersenkende Säfte und Antibiotika für den Nachwuchs zu bekommen. Karl Lauterbach schlug vor, sich mittels Nachbarschaftsbörsen und Medikamentenflohmärkten gegenseitig auszuhelfen. Keine gute Idee, warnten Medizinerinnen und Apotheker.

Drei Tage nach dem Erscheinen des BBK-Beilegers in der Tageszeitung folgte ein redaktioneller Beitrag zum Thema. Darin wird die Bevölkerung aufgefordert, doch bitte aufgrund der Engpässe bei der Medikamentenversorgung keine Notvorräte anzulegen – ja was denn nun? Wieder kommt man aus dem Staunen ob der Zustände im Land nicht heraus.
Für uns ein Anlass, uns mit dem Thema „Sicherheit. Gut aufgestellt bei Krisen und Katastrophen“ auseinanderzusetzen. Wir haben das Material des BBK gesichtet und stellen eine Auswahl vor (Seite 10/11). Auf den Folgeseiten erinnern wir uns an Zeiten im letzten Jahrhundert, wo es Menschen nicht so gut ging. Unsere sporadische Serie „Aus dem Familienalbum“ beschäftigt sich diesmal mit Arme-Leute-Essen. Das Worthaus hat zudem passend Bücher ausgewählt, in denen Familien Krisen meistern.
Zum Schluss noch ein paar schöne Dinge. Auch im Februar und März ist jede Menge los. Tolle Tipps findet ihr im Kalender. Unsere Redakteure Lasse und Simon haben das Bewegungszentrum in Düren besucht. Ein wegweisendes Bewegungsangebot, das wir uns auch in Aachen wünschen würden. Schaut mal auf den Seiten 16/17 im Heft vorbei. Viel Spaß mit der aktuellen Ausgabe!
Hinterlasse einen Kommentar