In den Kitas der Region fehlen Erzieherinnen und Erzieher, Kinderpflegerinnen und -pfleger. Und zwar nicht nur ein paar, sondern so viele, dass Einrichtungen an ihre Grenzen kommen und teils wegen Überlastung früher schließen oder gleich tageweise. Eltern werden gebeten, ob sie den Nachwuchs mittags abholen oder freitags gar nicht erst bringen. Martinszüge wurden gestrichen oder – um nicht noch abends zu arbeiten – tags in der abgedunkelten Turnhalle durchgeführt. Andere Einrichtungen überlegen, das Vorschulprogramm zu streichen. Die Familien kommen im dritten Jahr in Folge nicht zur Ruhe, können sich nicht auf Betreuugszeiten verlassen.
Derweil hat die Anfang November veröffentlichte Kita-Studie bestätigt: Die Kita-Schließungen in der Pandemie waren unnötig, ja schädlich für Kinder. Die Kleinen waren keine Pandemietreiber, haben jedoch erheblich unter den Einschränkungen gelitten, die ihnen aus Infektionsschutzgründen auferlegt wurden.
Die Bundesfamilienministerin Lisa Paus betont nun, dass in Zukunft das Kindeswohl unbedingt an erster Stelle stehen muss, und schließt sich damit der Forderung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin an – diese hatte schon recht früh in der Pandemie immer wieder auf die Schädlichkeit der Maßnahmen für Kinder hingewiesen.
Um die Betreuung in den Einrichtungen zu sichern, hat sich die StädteRegion attraktive Lösungen ausgedacht – Stellen gibt es derzeit mit unbefristeten Verträgen. Lasse Falter hat die Lage sondiert.
Neues – für Familien Relevantes – kommt von der STIKO. Sie hat Mitte November die Impfempfehlung ausgeweitet und jetzt für vorerkrankte Kinder ab sechs Monaten empfohlen. Jedoch wurde die Empfehlung für Kinder unter zwölf relativiert. Für immungesunde Kinder ohne Vorerkrankungen wird keine Covid-19-Impfung mehr empfohlen. Weder erkranken Kinder schwer, noch kann man das Argument Fremdschutz weiter gelten lassen, da „aktuelle Daten zeigen, dass die Impfung nur für einen kurzen Zeitraum vor der Übertragung schützt und dieser Infektionsschutz nicht verlässlich ist“. Ohnehin sind die Eltern in Deutschland skeptisch geblieben. Nur 22,4 Prozent der Kinder sind gegen Covid-19 geimpft.
Das vollständige Editorial befindet sich in unserer Printausgabe für Dezember/Januar.
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