Mangoeis, Goldschmuck, Taschen und Jutebeutel, Kunsthandwerk, Rosen, modische Kleidung – und das alles fair! Die erste Aachener Fairtrade Messe zeigt, dass der faire Handel mittlerweile viel mehr umfasst als die Klassiker Kaffee und Schokolade. In der Aula Carolina präsentierten am letzten Samstag rund 25 Aachener Geschäfte und Fairtrade Akteure ihr vielfältiges Angebot unter dem Motto „so geht fair shoppen“. Die zentrale Lage in der Innenstadt sorgte dafür, dass die Messe gut besucht war. Neben Fairtrade Experten konnten sich so auch zufällige Passanten einen Eindruck von den Möglichkeiten in Aachen machen, einen vegetarischen Imbiss vom Pfannenzauber verkosten, oder dabei zuschauen, wie man ganz einfach Lippenbalsam selbst herstellen kann. Neben ausgewählten Produkten und Informationsangeboten standen unter anderem einige Schüler und Schülerinnen des als Fairtrade Schule ausgezeichneten Einhard Gymnasiums auf der Bühne, um den Besuchern einen Ausschnitt aus ihrem Theaterstück „Die magische Reise ins Schokoladenland“ vorzuführen. Das Stück wurde im Rahmen ihrer Projektwoche erarbeitet und handelt von Lena und ihrer Reise nach Ghana, wo sie auf eine Familie trifft, die von der Kakaoproduktion zu wenig zum Leben verdient. „Wir haben Fairtrade in einer AG kennengelernt und es in unsere Familien gebracht“, erzählt eine Schülerin. „Jetzt gehört es zum Alltag.“
Seit 2011 darf sich Aachen offiziell Fairtrade Stadt nennen. Als Fairtrade Stadt gilt es, sich für einen fairen Handel einzusetzen und so das Leben der an der Produktion beteiligten Menschen vor Ort zu verbessern. „Wir wollen einen kleinen Beitrag als Stadt leisten, dass die Gesellschaft gerechter und nachhaltiger wird. Das heißt faire Arbeitsbedingungen, faire Löhne und faire Schulbildung in den Produktionsländern“, so Bürgermeister Norbert Plum. „Ich würde mir wünschen, dass man nicht immer gesetzlich eingreifen muss, sondern auch freiwillig etwas für andere getan wird.“ Als eine Aktivität der Steuerungsgruppe Fairtrade Stadt Aachen, dem Bündnis FAIRhandeln und dem Eine Welt Forum dient die Messe der Vernetzung von Akteuren aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, soll das faire Angebot bekannter machen und nachhaltigen Konsum fördern.
Wer sich für das Fairtrade Angebot in Aachen interessiert kann sich zudem ganz einfach über den fairen Stadtplan vom Bündnis FAIRhandeln informieren:
fairhandeln.info/fairer-stadtplan
Hinterlasse einen Kommentar