Tag des offenen Denkmals in Aachen – Highlights für Familien 2022

in Aktuelles um die Ecke, Kultur, Musik, Theater für Kinder
Leben im Bunker Scheibenstraße | Foto: Stadt Aachen

Am Sonntag, 11. September, öffnen wieder zahlreiche Denkmäler in Aachen ihre Pforten. Der bundesweite Aktionstag steht in diesem Jahr unter dem Motto „KulturSpur – ein Fall für den Denkmalschutz”. Das Aachener Programm umfasst über 38 Veranstaltungen, Führungen, etc.
Wir haben ein paar Highlights für Familien aus dem Programm gepflückt.

Wie lebten die Menschen im Bunker Scheibenstraße?

Sie sind an vielen Stellen in Aachen ein Fall für den Denkmalschutz: alte Bunkeranlagen Aber nirgendwo in unserer Stadt können Besucher und Besucherinnen wohl so eindrücklich nachempfinden wie im Hochbunker an der Scheibenstraße, wie in dunklen Kriegstagen und auch danach das Leben der Menschen darin aussah. 60 Prozent des Wohnraums ist während des Krieges in Aachen komplett zerstört worden. Ganze Familien waren daher auf die Bunker als Notunterkunft angewiesen. Vor rund drei Jahren begann der Verein „Os Oche“ auf Initiative von Stadtführer Dirk Dannenberg und seinen Mitstreitern damit, den Hochbunker an der Scheibenstraße zur Dauerausstellung herzurichten – dank großzügiger Unterstützung des Eigentümers Manfred Gaspers. Wie lebten die Menschen damals im Bunker? Welche Tische, welche Stühle, welche Betten hatten sie? Wie beengt waren die Verhältnisse? Was machte es mit den Menschen, wenn sie zum Teil über mehrere Jahre in einem Bunker wohnen mussten? Auf diese und viele weitere Fragen weiß Dirk Dannenberg Antworten.
Bei Führungen im Rahmen des Denkmaltages bietet er am 11. September an, dieser spannenden Kulturspur im Bunker nachzugehen. „Das Interesse der Menschen an diesem Bunker ist riesig. Wir erzählen nicht nur, wie breit, wie hoch, wie lang dieses Gebäude ist. Wir berichten vor allem von den Geschichten der Menschen, die in diesem Bunker Schutz gesucht haben.“ Und dass, wie Dannenberg betont, nicht nur in den schlimmen Wochen, als Aachen im Herbst 1944 bombardiert worden ist. Auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs lebten hunderte Menschen auf beengten Raum über viele Jahre im Bunker, da viele Häuser komplett zerstört waren.
Tag der offenen Tür: 10:00-18:00 Uhr, stündliche kurze Führungen

Augen auf im Westpark-Viertel

Seit 2018 setzen sich die Kinder der KGS Hanbruch mit der Geschichte ihres Stadtviertels auseinander. Im Rahmen eines Kurses der offenen Ganztagesschule erkunden sie ein Jahr lang das Westpark-Viertel und lernen viel über die Entstehung einzelner Gebäude, sowie die Entwicklung des Stadtteils.
Neben dem Westpark, der Kirche St. Jakob, dem Bunker an der Junkerstraße und dem Jüdischen Friedhof gibt es viele weitere architektonisch und städtebaulich interessante Orte, die untersucht wurden.
Um das erworbene Wissen weiterzugeben, haben die Kinder in diesem Jahr eine App entwickelt, mit deren Hilfe man auf einem Lernparcours durch das Viertel geführt wird.
Führungen: 10:00 und 12:00 Uhr
Anmeldung: denkmal@syntheseweb.de bis 09.09.2022

Architekturworkshop im Ludwig Museum

Im Ludwig Forum kann gebastelt werden: Von 15:00 bis 17:00 Uhr findet ein Architekturworkshop für Familien statt. Nach einer kurzen Führung im Museum können Familien in der Kunstwerkstatt gemeinsam eigene Konstruktionen aus Pappen und Karton gestalten.

Mit dem Blick der Kinder – ein Rundgang durch das Stadtzentrum

Kinder der Schule am Fischmarkt führen als Aachen-Guides durch die Stadt und erklären das Zentrum mit ihren Worten.
Führung: Sa 10.9., 14:30 Uhr
Treffpunkt: Fischmarkt, am Eingang zum Grashaus

Hinterlasse einen Kommentar