Wir wohnen im Dreiländereck mit den Niederlanden und Belgien. Was liegt da näher, als auch die Ausbildungsmöglichkeiten im Nachbarland zu checken? Kevin Strüder ist an der Kunstschule der Zuyd Hogeschool in Maastricht eingeschrieben. Wir haben ihn zum Studiengang befragt.
Kevin, du hast vor einem halben Jahr angefangen Fine Art and Design in Education zu studieren. Wie kommt es, dass du in Maastricht gelandet bist? Was hat dich dort hingeführt?
Meine Mutter ist Deutsche, mein Vater Amerikaner. Ich habe an sehr vielen Orten auf der Welt gelebt, war in Spanien auf der Schule und bin vor zwei Jahren aus Indien zurückgekehrt und habe angefangen Denver in den USA zu studieren. Allerdings hat es mir dort nicht gefallen, denn es gibt sehr viel Rassismus und Diskriminierung. Ich wollte zurück nach Europa, habe mir Studiengänge in Rom, Spanien, Mainz und eben Maastricht angeschaut.
Maastricht hat mich überzeugt. Hier ist es sehr international, viele Studenten kommen aus buntgemischten Familien. Es sind auch viele Deutsche hier.
Musstest du dich auf das Studium vorbereiten – zum Beispiel eine Mappe anfertigen?
Ja, es gibt drei Aufnahmeprüfungen. Ich habe einen einjährigen Vorbereitungskurs belegt und dort auch eine Mappe erstellt. Neben der Mappenpräsention gibt es zum Beispiel auch ein Interview.
Nur Eifer alleine genügt nicht, die Uni möchte auch ein gewisses Talent erkennen.
Du hast kein Niederländisch gesprochen, bevor du dein Studium angefangen hast, war das ein Problem?
Ich habe kein Wort Niederländisch gesprochen, aber man kommt als Deutscher doch relativ gut da rein, denn die Sprachen sind ja ähnlich.
Was gefällt dir besonders an deinem Studiengang?
Hier geht es sehr modern und progressiv zu – deshalb ist meine Wahl auch auf die Zuyd Hogeschool in Maastricht gefallen. Wir können sehr frei arbeiten und uns selbst als Künstler entfalten. Dabei haben wir Zugriff auf alles, was wir brauchen, wie zum Beispiel diverse Werkstätten. Wir dürfen dreimal die Woche sogar bis 22 Uhr bleiben. Es herrscht eine super entspannte Atmosphäre, es ist immer jemand da, mit dem man sich austauschen kann.
http://international.zuyd.nl/studying/infos-fur-deutsche-studenten
Foto: Kevin in der Fotoinszenierung „Breakfast at Tiffany’s“
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