Tablet, Apps und Onlinevideos spielen in der Erlebenswelt von Kindern und Jugendlichen eine immer größere Rolle. Neben cleveren Wissensseiten und pädagogischen Lernspielen bildet das Netz jedoch auch ein unübersichtliches Dickicht an unangemessenen Inhalten ab. Eine kreative und gleichzeitig kritische Mediennutzung ist daher das A und O – gemeinsam können Eltern und Kinder die schönen Seiten des Internets entdecken. Eine große Hilfe stellt hier die neue digitale Beratungsplattform ZEBRA dar: Das Angebot der Landesanstalt für Medien NRW ermöglicht es Eltern und Lehrern, gezielte Fragen zu digitalen Medien zu stellen. Und das Netz hält noch weitere Informationsangebote für eine kindgerechte Mediennutzung bereit – eine Übersicht mit ersten Anlaufstellen.
zebra-medienfragen.de
Ist mein Kind alt genug für ein Handy? Welche Inhalte kann es sich bedenkenlos anschauen? Spielen Fake News schon für junge Internetnutzer eine Rolle? Bei der Suche nach seriösen Antworten auf diese und ähnliche Fragen verlieren sich viele Eltern schnell im umfangreichen Angebot des Internets. Eine verlässliche Hilfe zu Medienfragen bietet nun die Beratungsplattform ZEBRA, ein Angebot der Landesanstalt für Medien NRW, das Mitte Januar 2021 unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission an den Start ging. Unter zebra-medienfragen.de erhalten Seitenbesucher künftig individuelle Antworten auf sämtliche Fragen, die sich um die digitale Mediennutzung drehen. Partner des neuen Angebots sind der Ministerpräsident des Landes NRW, das Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW, jugendschutz.net, die EU-Initiative klicksafe sowie die Beratungsplattform JUUUPORT e. V.
Längst gilt in unserer digitalisierten Welt der sichere und bewusste Umgang mit Medien als Schlüsselkompetenz. Umso wichtiger ist es, dass Schule und Eltern ihre Verantwortung wahrnehmen und die Jüngsten sicher durchs Netz begleiten. Hier steht ZEBRA fortan mit Rat und Tat zur Seite: Auf der Plattform können Bürgerinnen und Bürger gezielt Fragen zur digitalen Mediennutzung stellen und von einer individuellen Beratung profitieren. „Das Angebot ZEBRA bietet Eltern sowie Kindern eine wichtige Hilfestellung für den sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet – kompetent und unabhängig“, so Nathanael Liminski, Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen, über die neue Onlineplattform. Die Fragen werden anonym an Expertinnen und Experten der Landesanstalt für Medien NRW sowie die genannten Partner gerichtet und zuverlässig beantwortet. Auch erscheinen die Antworten in anonymisierter Form auf der ZEBRA-Website – dadurch entsteht Schritt für Schritt eine seriöse Wissensdatenbank, die im besten Falle weiterführende Informationen liefert. Wie ein Zebrastreifen im Straßenverkehr führt das Angebot somit alle Teilnehmenden sicher durchs Netz.
internet-abc.de
Mit dem Motto „Wissen, wie’s geht“ richtet sich das Internet-ABC an Eltern, Lehrkräfte und Kinder von fünf bis zwölf Jahren. Während sich die Eltern und Pädagogen über die Wichtigkeit von Medienkompetenz informieren und dabei lernen, wie sie ihr Kind sicher durchs Internet führen, tummeln sich die Kids in der Kinderabteilung. Lustige Figuren führen sie durch die Seite und es gibt allerhand zu erledigen.
Hinter dem Projekt steht der gemeinnützige Verein Internet-ABC, dem alle Landesmedienanstalten Deutschlands angehören. Die Projektplattform wird vom Verein Internet-ABC e. V. in Zusammenarbeit mit dem Grimme-Institut, Marl, umgesetzt.
blinde-kuh.de
Die Blinde Kuh ist die erste deutschsprachige Suchmaschine für Kinder. Sie existiert seit 1997 und wird vom Bundesministerium gefördert.
Die Suchmaschine bietet Kindern nicht nur die Möglichkeit, im geschützten Raum zu allen möglichen Themen zu recherchieren – sie bereitet auch jeden Tag die neuesten Nachrichten kindgerecht auf und lädt zum Stöbern und Spielen ein.
schau-hin.info
SCHAU HIN! bildet eine Brücke zwischen Eltern und ihren Kindern. Die Website gibt Eltern praktische Orientierungshilfen zur Mediennutzung und -erziehung an die Hand und fördert den Dialog zwischen Groß und Klein. Ziel von SCHAU HIN! ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Thema „Kinder und Medien“.
Damit einhergehend gibt die Initiative Tipps und Informationen zu elektronischen Medienangeboten und deren Handhabung – in Verbindung mit gezielten ganzheitlichen Erziehungstipps für die Drei- bis 13-Jährigen. Es geht darum, praxisnahe Hilfestellungen für den kindgerechten Umgang mit Medien, konkreten Rat und fundiertes Wissen von Experten an Eltern, Familien und pädagogische Fachkräfte weiterzugeben. Umfasst werden die Bereiche „Smartphone/Tablet“, „Games“, „Soziale Netzwerke“, „Filme & Serien“, „Surfen“ und „Hörmedien“.
SCHAU HIN! ist eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, von ARD/Das Erste, ZDF/Zweites Deutsches Fernsehen und der AOK.
seitenstark.de
Das Netzwerk qualitativ hochwertiger Websites für Kinder vereint über 60 ganz unterschiedliche Angebote aus den Bereichen „Spiel, Spaß, Musik“, „Mach mit!“, „Wissen“ sowie „Hören, Sehen, Lesen“. In dieser bunten Welt gibt es daher einiges zu entdecken: Unter abenteuer-regenwald.de etwa lernen Acht- bis 14-Jährige alles rund um den tropischen Regenwald, die dortige Tier- und Pflanzenwelt sowie die Frage, weshalb es nicht egal ist, dass Menschen den Regenwald abholzen. Das Angebot rossipotti.de hingegen ermöglicht es den jungen Internetsurfern, eigene Texte zu veröffentlichen und bereits hochgeladene Geschichten zu lesen. Das Motto des Netzwerks bringt es auf den Punkt: „Seitenstark macht Spaß und schlau!“
fragfinn.de
Der Star dieser Suchmaschine für Kinder heißt Finn und ist eine wissensdurstige Raupe, die sich durchs Internet „frisst“. Neben einer herkömmlichen Suchmaschine, die zielgruppengerechte Ergebnisse ausspuckt, liefert die Seite auch hilfreiche Tipps für eine erfolgreiche Netzrecherche: Wie finde ich gute Suchbegriffe? Was ist der Unterschied zwischen Text- und Bildsuche? Was ist ein Algorithmus? Unter dem Menüpunkt „Nachrichten“ finden die jungen Nutzer weiterführende Links zu kindgerechten News-Seiten; obendrauf hält fragfinn.de stets neue Surftipps, Umfragen und natürlich auch jede Menge Onlinespiele bereit.
Auch Erwachsene werden bei Finn fündig: Unter eltern.fragfinn.de erfahren Erziehungsberechtigte Wissenswertes rund ums sichere Surfen; per schule.fragfinn.de erhalten Pädagogen Praxistipps und Hinweise zu interessanten Unterrichtsmaterialien. Das Angebot ist auch als App verfügbar.
desktop.meine-startseite.de
Schlichter Titel, umfangreiches Angebot: Wer die Webpräsenz desktop.meine-startseite.de ansteuert, findet nicht nur eine bunte Sammlung an Videos, Spielen, Kinotipps und Links zu Kindernachrichten – verschiedene Widgets und Layout-Optionen ermöglichen es den jungen Besuchern auch, sich eben eine Startseite ganz nach dem eigenen Geschmack zu basteln. Das Angebot wird herausgegeben von der Internetredaktion des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und basiert auf der Broschüre „Gutes Aufwachsen mit Medien – Digitales Kinderzimmer“. Übrigens: Das Angebot ist in weiten Teilen auch in türkischer Sprache abrufbar.
surfen-ohne-risiko.net
So spannend und bunt die Welt des Internets auch ist, so wichtig ist es für Eltern, ein Auge auf die kindlichen Netzgewohnheiten zu haben. Unter surfen-ohne-risiko.net erfahren Erwachsene, wie sie ihrer Vorbildfunktion auch online gerecht werden. Das beginnt bei der elementaren Frage, woran man gute Kinderseiten überhaupt erkennt: Sind sie leicht zu navigieren? Attraktiv aufbereitet? Und wie steht es um die Sicherheit, also beispielsweise die Betreuung in Foren und Chats? Eine prägnante Checkliste liefert die wichtigsten Antworten.
Im Idealfall entdecken Kinder und Eltern neue Webangebote zusammen – die Seite bietet wichtige Information fürs gemeinsame Surfen. Außer zu den „TOP 100 Kinderseiten“ informiert das Portal unter anderem zu den Bereichen „Wissen“, „Service“ und „Kaufen“ im Internet.
jugendschutz.net
Den vielen Chancen und Vorzügen von YouTube, Instagram & Co. steht auch manch negativer Aspekt gegenüber. Nicht alle Inhalte kommen kind- oder jugendgerecht daher, es lauern Risiken wie Mobbing, Selbstgefährdung oder gar Extremismus. Bereits seit 1997 ist der Jugendschutz im Netz aktiv, um Maßnahmen gegen Verstöße auf den Weg zu bringen und gleichzeitig Anbieter, Eltern und junge Internetnutzer zu sensibilisieren. Unter jugendschutz.net finden sich umfassende Informationen dazu, was zeitgemäßer Jugendschutz im Internet bedeutet. Opfer von Cybermobbing finden hier eine hilfreiche Anlaufstelle; Broschüren zu Themen wie „Rechtsextremistische Manipulation“, „Clever mit Apps“ oder „Smartphone und Tablet sicher in Kinderhand“ stehen zum Download bereit und runden das Angebot ab. Hinzu kommt die wichtige Funktion „Verstoß melden“: Mittels Formular können für illegal, jugendgefährdend oder entwicklungsbeeinträchtigend erachtete Inhalte direkt dem Jugendschutz gemeldet werden.
klick-tipps.net/kinderapps
Auf der Seite klick-tipps.net/kinderapps gibt es regelmäßig eine neue App-Empfehlung für Kinder. Entstanden ist so ein kleines Kinder-App-Archiv, das bis zum Januar 2013 zurückreicht. Unterstützt wird die Empfehlungsseite übrigens von der Stiftung Lesen, sodass die App-Tipps auch immer um eine gute Kinderbuch-App ergänzt werden. Die Suche nach passenden Apps kann nach Alter, Art und Betriebssystem gefiltert werden.
Die Stiftung Lesen unterliegt der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und sieht sich als „Anwalt für Lese- und Medienkompetenz in Deutschland mit dem Auftrag, sich für die Verbesserung der programmlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für Leseförderung und Medienkompetenz einzusetzen“.
Das Portal klick-tipps.net ist ein Projekt der Stiftung MedienKompetenz Forum Südwest und jugendschutz.net und steht für „Medienkompetenz, Jugendschutz und mehr Rücksicht auf Kinder im Internet“. Das Projekt will Kindern dabei helfen, „ihr“ Internet sicher und kompetent zu beherrschen, indem es zum Beispiel gute Kinderseiten sichtbar macht und Kinderseitenbetreiber berät.
Hinterlasse einen Kommentar