(Spieltipp von Denis Fischer)
Ganz im Stile der James-Bond-Filme der 60er Jahre präsentiert sich Dr. Shark. Und auch die Story könnte aus der Feder von Ian Fleming stammen, welcher für die Agentenfigur verantwortlich ist. Die Spieler schlüpfen in die Rollen von Geheimdienstagenten im Auftrag ihres Landes und versuchen durch Sammeln von Hinweisen, den berüchtigten Dr. Shark zu entlarven. Ganz gediegen findet die Party auf der luxuriösen Yacht statt, und nachdem die Spieler ihre Eintrittskarten vorgezeigt haben, geht’s hinein in die Höhlen des Löwe. Nun versucht jeder Spieler, als erstes Indizien für die Verbrechen des Dr. Shark zusammenzutragen und ihn somit zu überführen.
Mit Einbruch der Dunkelheit startet die Cocktail-Party und während sich die illustren Gäste an den leckersten Getränken versuchen, fischen die Spieler wortwörtlich nach Hinweisen. Und diese liegen am Grund des Pools verborgen, oder besser, in einem blickdichten Säckchen versteckt.
Nacheinander setzt jeder Spieler seine Agenten ein, um im Pool Indizien zu bergen, dabei gilt es, einzelne Puzzleteile zu einem Ganzen zusammenzufügen, und dabei braucht man nicht nur Köpfchen, sondern richtiges Fühlvermögen, denn die Puzzleteile haben unterschiedliche Oberflächen auf ihrer Rückseite, und so fischt man mal gleiche, dann wieder verschiedene aus dem Pool oder versucht, verschiedene Formen zu erwischen. Natürlich kann man auch ganz gezielt vorgehen, aber das braucht Zeit, denn hier darf man nur ein Indiz hervorholen, während sonst eine Sanduhr die Spürnase stoppt oder eben – ein Hai. Denn irgendwoher muss Dr. Shark seinen Namen ja haben. Die herausgefischten Indizien füllt nun die Akte des Spielers. Während sich der aktive Spieler mit einem Handtuch trocken rubbelt, taucht der nächste in den Pool, sammelt Hinweise und platziert sie in seine Akte.
Nach 6-10 Runden (spielerzahlabhängig) endet die Partie, und nun werden die Punkte gezählt, wobei Beweise die meisten Punkte bringen, einzelne Indizien immerhin noch einen pro Indiz. Der Spieler mit der vollständigsten Akte gewinnt und überführt Dr. Shark seiner Verbrechen.
Antoine Bauza hat mit Dr. Shark ein raffiniert, anderes Detektivspiel geschaffen, welches nicht nur durch sein 60er-Jahre-Flair die SpielerInnen in seinen Bann zu ziehen vermag, sondern hat durch den Tastmechanismus ein richtig „gefühlvolles“ Spiel geschaffen, welches vor allem in der Familie einen Riesenspaß bereitet. Aber auch reine Erwachsenenrunden werden Dr. Shark nur zu gerne überführen wollen.
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