Gesellschaftsspiel im Check: Riff Raff (2012)

in Spiele

Nach Tante Trudel präsentiert Zoch mit Riff Raff ein weiteres unterhaltsames, mit viel Schadenfreude bedachtes Geschicklichkeitsspiel, bei dem eine ruhige Hand mehr zählt als ein taktischer Winkelzug.

Weiß der Klabautermann, wieso sich die Piraten diesen Plunder unter den Nagel gerissen haben? Dann sind Piraten noch misstrauische Gesellen, und um zu verhindern, dass dem Käpt’n die wertvollen Schätze aus dem Bauch des Schiffes gestohlen werden, versteckt dieser die Schmuckstücke hoch über dem Schiff auf dem Mast und der Rahe. Doch auf dem schaukelnden Schiff gestaltet sich das nicht so einfach, und so braucht man neben einer gehörigen Portion Mut noch mehr Fingerspitzengefühl und ruhige Hände, um seine Schätze dort oben zu positionieren. Doch auch das Ablegen auf dem Deck des Schiffes ist nicht immer einfach, denn auch die anderen Spieler wollen ihre Gegenstände loswerden. Denn der Pirat gewinnt, welcher sein Hab und Gut zuerst auf dem Schiff verteilen konnte.

Jeder Spieler hat den gleichen Satz an Karten und die gleichen Gegenstände. Gleichzeitig wählen alle verdeckt eine Karte mit einer Zahl darauf aus und drehen sie gleichzeitig um. Käpt’n wird der Spieler mit der höchsten ausgespielten Zahl. Er darf zuerst einen Teil seiner Beute ablegen – und zwar auf der der Kartenzahl entsprechenden Stelle. 10 Möglichkeiten gibt es. Mit jedem abgelegten Teil wird das Schiff wackeliger.

Zum Glück darf man beide Hände benutzen, sollte aber die Finger vor den Gegenständen der Mitspieler lassen. Teil abgelegt, puh. Sollte dennoch etwas herunterfallen, ist Reaktion gefragt. Schafft man es, die Holzteile aufzufangen, Glück gehabt, sie kommen aus dem Spiel. Nicht aufgefangene Teile kommen vor den Spieler und müssen wieder auf dem Schiff verteilt werden. Mehr als 10 Karten hat man nicht und das bedeutet, dass nach der 10. Runde Schluss ist. Der Spieler, der die wenigsten Schätze vor sich liegen hat, gewinnt. Kann ein Pirat alle Teile ablegen, hat er sofort gewonnen.
Riff Raffs Erscheinungstermin wurde immer wieder verschoben, doch seit diesem Sommer ist es offiziell erhältlich. Das Piratenschiff aus Holz ist wirklich beeindruckend. Ein großes, dreidimensionales Gebilde baut sich in der Tischmitte vor den Spielern auf. Das hat was, und vor allem Kids wollen dann sofort losspielen. Aber auch Erwachsene haben an dieser Piraterei eine Menge Spaß, wenn sie Geschicklichkeitsspiele mögen. Zoch hat sich, vor allem was die Ausstattung angeht, wieder einmal übertroffen.

Riff Raff
Christoph Cantzler, Zoch Verlag
2-4 Spieler | ab 8 Jahren | 30 Minuten
ca. 35 Euro

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