Nur zu verständlich, dass ich mich auf die Premiere von „Die Zauberflöte“ freute, zumal es ein Bühnenbild von Tim Berresheim geben sollte und die Intendantin des Theaters Aachen, Elena Tzavara, von 2009 bis 2013 Leiterin der Kinderoper Köln war. Die Erwartungen waren also hoch.
Dann jedoch die Enttäuschung. Für Kinder fand ich die Inszenierung der Geschichte um Tamino, Papageno und Pamina völlig unverständlich. Wer entführte wen? Warum verstößt die Mutter Pamina, wo sie sie doch gerade noch so vermisst hat? Wieso spricht Tamino nicht mit Pamina, als er sie endlich findet? Keine Ahnung.
Aus meiner Schulzeit erinnere ich mich an eine Inszenierung der Zauberflöte, die einen Erzähler oder eine Erzählerin einband, um die Geschichte verständlich zu machen. Die Möglichkeit, einzuordnen, fehlte in meinen Augen gänzlich.
Das Bühnenbild von Augmented-Reality-Künstler Tim Berresheim war natürlich etwas Neues und Besonderes. So richtig retten konnte es die Oper nicht. Als dann drei singende Knäblein auf der Leinwand erschienen, fragte man sich unwillkürlich (die Berichte über KI im Hinterkopf), ob da schon Darsteller eingespart werden. Zum Glück tauchten die Büblein nachher noch auf.
Ein kleines Highlight war die Gesangsleistung der Darstellerinnen und Darsteller, dies dürfte aber eher das erwachsene Publikum erfreut haben. Auffallend war tatsächlich das Alter des Premierenpublikums. Hier hatte sich eher ein Durchschnittsalter um die 70 eingefunden. Dies dürfte auch eher mit einer Stückdauer von knapp drei Stunden samt Applaus zurechtkommen.
Für Kinder ab 6 Jahren kann ich das Stück diesmal leider nicht wirklich empfehlen.
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