NRW: Säuglingssterblichkeit im Jahr 2017 weiter gesunken

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Das Land NRW hat vor dem Wochenende die neuen Zahlen zur Säuglingssterblichkeit durchgegeben. In den 70er Jahren starben noch sechs Mal so viele Säuglinge wie heute. Einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung hat die Aufklärung im Bereich Plötzlicher Kindstod geleistet.

Die Zahl der gestorbenen Säuglinge war in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2017 mit 655 um 7,0 Prozent (−49) niedriger als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, sank dabei die Zahl der im ersten Lebensjahr gestorbenen Mädchen um 24 auf 291. Bei Jungen gab es 2017 mit 364 Säuglingen 25 Todesfälle weniger als 2016. Die Säuglingssterblichkeit war im Jahr 2017 mit 3,8 je 1.000 Lebendgeborenen niedriger als ein Jahr zuvor (2016: 4,1). Sowohl bei den im ersten Lebensjahr gestorbenen Mädchen (3,5) als auch bei den Jungen (4,1) lag die Säuglingssterblichkeit im Jahr 2017 unter dem Vorjahreswert (2016: 3,8 bzw. 4,4).
Die Säuglingssterblichkeit in Nordrhein-Westfalen war Anfang der 1990er Jahre etwa doppelt und in den 1970er Jahren sogar etwa sechs Mal so hoch wie im Jahr 2017.

Prävention Plötzlicher Kindstod

Die häufigsten Todesursachen sind bei uns auf sehr frühe Frühgeburten, Krankheit und den plötzlichen Kindstod zurückzuführen. Seit in Deutschland eine gezielte Aufklärung zum plötzlichen Kindestod stattgefunden hat, ist die Anzahl der Todesfälle massiv zurückgegangen. Eltern können das Risiko für den Plötzlichen Kindstod ganz entscheidend senken, indem sie Säuglinge nur in Rückenlage schlafen lassen, nicht überwärmen sowie das Rauchen während der Schwangerschaft und nach der Geburt des Kindes vermeiden. Der deutliche Rückgang der SIDS-Sterblichkeit in Deutschland wird im Wesentlichen auf eine Vermeidung dieser Risikofaktoren zurückgeführt und ist damit ein Beispiel für eine wirksame Maßnahme zur Primärprävention (Quelle: Gesundheitsberichterstattung des Bundes).

Zahlen im Vergleich

Der Wohlstand eines Landes lässt sich auch an der Säuglingssterblichkeit bemessen. In Deutschland ist der Wohlstand bekanntlich sehr hoch, entsprechend niedrig ist die Säuglingssterblichkeit. Je 1.000 lebend geborener Kinder sterben hier etwa drei bis vier Kinder vor Vollendung des ersten Lebensjahres. Zum Vergleich: Im Kongo sterben 72 Kinder von 1.000 Neugeborenen, in Afghanistan 53. In Europa sieht es in Albanien, Mazedonien und der Türkei (jeweils 12, bzw. 11 Kinder) am schlechtesten aus, gefolgt von Rumänien und der Ukraine (8).

 



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