Peter hat für uns in die Neuerscheinungen auf dem Kinomarkt hineingeschaut. Wie schon im Februar gibt es im März gibt es drei Filmstarts für Familien: „Flow“, „Nina und das Geheimnis des Igels“ und „Schneewittchen“. Hier könnt ihr auch schon die Trailer sehen.
Flow
Kinostart: 05.03. | LET/F/B 2024 | Regie: Gints Zilbalodis | 89 Min. | FSK: ab 6 Jahren
In einer fiktiven Welt, die der unseren ähnelt, traut eine schwarze Katze ihren Augen kaum, als plötzlich große Wassermassen über alles um sie herum hereinbrechen. Mit Mühe und Not rettet sie sich auf ein vorbeifahrendes Boot, das von einem pummeligen Capybara gesteuert wird. Während die Flut steigt, begeben die beiden sich auf eine Reise durch die zerstörten und menschenleeren Landschaften und Städte in der Umgebung, mit ungewissem Ziel. Dabei nehmen sie nach und nach weitere Weggefährten auf: einen Lemuren, einen Raubvogel und mehrere Hunde, die allesamt höchst unterschiedliche Charaktere sind. Visuell beeindruckt das preisgekrönte Werk durch einen ganz eigenen Stil, die Figuren bewegen sich weitestgehend wie echte Tiere und die Hintergründe sind ein wahrer Augenschmaus. Insgesamt ist die lettisch-französisch-belgische Koproduktion ein wundervoller, herausragender Familienfilm, der völlig ohne Worte auskommt – und der womöglich gerade dadurch mehr berührt und begeistert, als die mitunter zu hektischen und redseligen Animationsfilme herkömmlicher Machart es oft vermögen.
Nina und das Geheimnis des Igels
Kinostart: 13.03. | F/LUX 2023 | Regie: Alain Gagnol, Jean-Loup Felicioli | 79 Min. | FSK: ab 6 Jahren
Als die Väter der zehnjährigen Nina und ihres besten Freundes Mehdi ihre Jobs in der nahe gelegenen Fabrik verlieren, weil diese geschlossen wird, beeinträchtigen die daraus resultierenden Geldsorgen schon bald das eigentlich sonst sehr glückliche Familienleben der beiden Kinder. Doch dann bekommen sie Gerüchte mit, die besagen, dass der Fabrikdirektor Geld unterschlagen und irgendwo versteckt haben soll. Nina und Mehdi entwerfen daraufhin einen Plan, wie sie trotz des Wachmanns und seines Hundes auf das ansonsten leerstehende Firmengelände gelangen können, wo sie das Geld vermuten. An die etwas eigenwillige Optik des französischen Animationsfilms muss man sich vielleicht erst ein wenig gewöhnen. Dann aber überzeugt das Werk als spannender Kinderkrimi auf ganzer Linie – mit einer altersgerecht fesselnden Story und gut ausgearbeiteten Charakteren. Wer übrigens wegen des Filmtitels etwas mit niedlichen Tieren erwartet, ist hier letztlich falsch: Der erwähnte Igel ist lediglich Ninas eingebildeter Freund, der ihr hilfreich im Geiste zur Seite steht, ansonsten aber keine große Rolle spielt.
Schneewittchen
Kinostart: 20.03. | USA 2025 | Regie: Marc Webb | mit Rachel Zegler, Gal Gadot, Ansu Kabia | Laufzeit und FSK noch unbekannt
Als die Walt-Disney-Studios 1937 „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ in die Kinos brachten, sollte das neben den Kurzfilmen um Figuren wie Micky Maus und Donald Duck den Grundstein für die bahnbrechende Erfolgsstory des heutigen Milliardenkonzerns legen. Die Zeichentrickadaption des Märchenklassikers der Gebrüder Grimm war der erste animierte Spielfilm aus dem Hause Disney, dem bis heute über sechzig weitere folgten. Die Geschichte um die schöne Königstochter, die nach dem Tod ihres Vaters auf Geheiß ihrer bösen Stiefmutter getötet werden soll und im Haus der sieben Zwerge eine unerwartete Zuflucht findet, kennen und lieben Kinder auf der ganzen Welt. Im Zuge der zahlreichen Disney-Realverfilmungen der letzten Jahre wird nun auch „Schneewittchen“ noch einmal neu erzählt, wobei die Zwerge nach einer Kontroverse aus dem Titel getilgt und computeranimiert wurden und nun stark an ihre alten Cartoonversionen erinnern. Einige neue Songs, die das Geschehen untermalen, dürften neben dem bekannten „Heiho“-Lied der Zwerge wohl auch eingestreut werden – Märchenfilmfans sollten auf ihre Kosten kommen.
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