Neu ab Dezember 2022: Der Turm Höhlenblick in der Erlebniswelt Neandertal

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Zur Aufwertung der fußläufig vom Neanderthal Museum gelegenen Fundstelle des Neanderthalers hat die Stiftung Neanderthal Museum den Turm „Höhlenblick“ errichtet.
Der Höhlenblick ist ein offener Stahlbau an der Stelle der Neanderthaler-Fundhöhle Feldhofer Grotte, die im 19. Jahrhundert durch Kalkabbau vollständig zerstört wurde. Der 22 m hohe Turm ist wechselweise durch innere und äußere Rampen über 360 m barrierefrei zu begehen. Fast mühelos gelingt der Aufstieg, begleitet von kurzen Audiostories von Zeitzeugen der Talgeschichte an den Wendepunkten der Rampen.
Wahrzeichen des Turms ist die als Schädelkalotte gestaltete Kuppel über der oberen Plattform. Der übergroß gestaltete Schädel des Neanderthalers ist etwa 9 m lang und wiegt stolze 6 t.
Der Turm Höhlenblick ergänzt den Ausflug ins Neandertal um ein spannendes Erlebnis. Endlich können Besucherinnen und Besucher die verlorene Schlucht erklimmen und dort oben stehen, wo einst die Höhle des Neanderthalers war. Man blickt von hier wie einst der Neanderthaler aus der verlorenen Fundhöhle Feldhofer Grotte auf die gegenüberliegende Talseite. Unter der obersten Plattform klettern Schwindelfreie durch einen Netztunnel und können nachempfinden, wie tief die frühere Neandertal – Schlucht war.
Zentral auf der obersten Plattform sind die 16 Knochen des Neanderthalers als taktiles Exponat inszeniert. Ein QR Code löst an dieser Stelle ein 360° Video der Fundhöhle Feldhofer Grotte aus. Zu sehen ist die Begräbnisszene, die Niederlegung des berühmten Neanderthalers in der Höhle.
Am Rand der oberen Plattform bietet der Blick durch virtuelle Fernrohre eine mediale Erlebnisreise, die zurück führt in die Zeit der Neanderthaler.

Die Eröffnung ist für den 9. Dezember 2022 geplant.

Auch der Weg vom Museum zur Fundstelle wird aufgewertet und abwechslungsreich gestaltet. Lebensgroße Silhouetten von Zeugen der Talgeschichte, wie z. B. ein Steinbrucharbeiter oder der Maler Johann Wilhelm Schirmer, werden an kinetischen Hörstationen zum Sprechen gebracht.
Das Projekt wird ermöglicht durch die Heimatförderung NRW, die Stiftung Habris und den Kreis Mettmann.

Neanderthal Museum, Talstraße 300, 40822 Mettmann, 02104 97970
Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags, 10:00 bis 18:00 Uhr

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