In der aktuellen Corona-Krise musste der Einzelhandel in Aachen und der StädteRegion seine Türen für den Publikumsverkehr schließen. Um trotzdem noch für die Kunden erreichbar zu sein, bieten viele Geschäfte einen Online-Service an. Doch welche Herausforderungen und neuen Eindrücke ergeben sich aus dieser neuen Situation? Corinna Faber, Inhaberin von dem Baby- und Kindergeschäft miila in der Jakobstraße in Aachen, hat sich trotz der derzeitigen Umstände die Zeit genommen, uns hierzu ein paar Fragen zu beantworten.
Wird Ihr Onlineangebot und Lieferdienst von den Kunden genutzt?
Ja, gerade jetzt vor Ostern kommen einige Bestellungen rein. Sowohl über unseren Webshop als auch über alle anderen Kanäle also per Email, WhatsApp, Instagram und telefonisch.
Da wir aktuell versandkostenfrei liefern, wird auch dieses Angebot stark genutzt. Im Aachener Innenstadt-Bereich liefern wir selbst aus, darüber hinaus versenden wir die Ware.
Welche Erfahrungen machen Sie in Bezug auf das Kaufverhalten und das generelle Verhalten der Kunden in der aktuellen Situation?
Wir erleben unsere Kunden als sehr loyal. Sie wissen unser Angebot sehr zu schätzen und wollen uns in der aktuellen Situation unterstützen, sei es durch vorgezogene Einkäufe (z. B. Geburtstag erst im Mai, aber dennoch schon einmal jetzt bestellen) oder durch Gutscheinkäufe. Wir sind wirklich begeistert und gerührt von der sehr spürbaren Solidarität. Übrigens auch unter den Einzelhändlern!
Wie hat sich Ihr beruflicher Alltag durch die aktuelle Krise verändert?
Als Unternehmerin und Mutter von zwei 5- und 7-jährigen Jungs ist der Alltag ohne Schule und Betreuung zu einer absoluten Zerreißprobe geworden. Ich bin Montag bis Freitag ab 14 Uhr im Laden (dann übernimmt mein Mann zu Hause) um die Bestellungen zu bearbeiten, zu verpacken, zu versenden, auszuliefern und zugehörige Rechnungen zu schreiben. Alles Aufgaben, die normalerweise nicht anfallen würden. Die Arbeitsabläufe sind noch neu und sehr holprig.
In den letzten zwei Wochen habe ich unser Sortiment weitestgehend in den Webshop eingepflegt, was einige Nachtschichten gefordert hat. Der Laden ist zum Versandzentrum geworden, wofür er natürlich nicht ausgelegt ist. Es fehlt an Lagerfläche, Platz zum Packen etc. Für den Moment ist das in Ordnung, aber auf Dauer absolut nicht praktikabel!
Und: der persönliche Kontakt zu unseren Kunden fehlt mir sehr. Die persönliche Beratung ist ein großer Bestandteil unseres Angebots. Sie verlagert sich nun automatisch ein wenig auf Emails, Nachrichten oder Telefonate, ist aber natürlich nicht vergleichbar mit einer persönlichen Beratung im Laden!
Ein Beitrag von unseren Praktikantinnen Alina Keuter und Alyssa Bock.
Zu Miila: miila.de
Hier haben wir die Angebote des Einzelhandels gesammelt:
https://kingkalli.de/aachen-corona-laeden-hilfsangebote-service-adressen/
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