Mia und der weiße Löwe

in Aktuelles um die Ecke, Im Kino

Für die gerade einmal zehn Jahre alte Mia sind es große Veränderungen, denen sie durch den Umzug ihrer Familie vom städtischen London in die Wildnis Südafrikas ausgesetzt ist. Ihr Vater John hat dort eine Farm eröffnet, mit der er sich der Zucht und dem Schutz von Löwen verschrieben hat. Mia, ihr älterer Bruder Mick und ihre Mutter Alice sind mitgekommen, um Anteil an diesem lebensverändernden Abenteuer zu haben. Anfangs vermisst das Mädchen ihre Freunde und hat Heimweh nach England. Daran ändert sich zunächst auch dann nichts, als ihr Vater eines Tages ein seltenes weißes Löwenbaby mitbringt, das auf der Farm geboren wurde. Charlie, wie das Tier getauft wird, hat jedoch für Mia viel übrig und erobert nach und nach ihr Herz. Beide werden unzertrennlich und der Löwe schläft sogar noch in ihrem Bett, als er schon viel zu groß dafür geworden ist. Doch dann kommt es zu einem Zwischenfall, der alles verändert, und Mia begibt sich auf eine Reise, die Charlie in Sicherheit bringen soll. Mehr als einmal fragt man sich als Zuschauer: Wie haben die das gefilmt? Tatsächlich sind ausnahmslos real gedrehte Szenen zu bestaunen, wenn Mia mit Charlie kuschelt, rauft oder durch einen Supermarkt flüchtet. Die Jungdarstellerin Daniah De Villiers, der weiße Löwe und die anderen Raubkatzen wurden dabei von „Löwenflüsterer“ Kevin Richardson gecoacht, der bereits mehrere Löwen-Dokus drehte und 2010 auch schon einen Spielfilm namens „Der weiße Löwe“ produzierte. Sein Anliegen und auch das des Films von Regisseur Gilles de Maistre ist es, auf unterhaltsame Weise für den Schutz der stark bejagten Tiere zu werben. Das schafft er dank spektakulärer Bilder auch, allerdings ist die Handlung selbst eher rudimentär und holpert manchmal etwas uneben durch die ockerfarbene Steppe. Für Kinder unter 8 Jahren und sensiblere Gemüter ist das Ganze außerdem mitunter nicht geeignet, denn auch wenn natürlich keiner der Filmfiguren ein Haar gekrümmt wird, dürften einige Zuschauer doch dauerhaft ziemlich angespannt sein, wenn die mächtigen Raubkatzen real und so eng mit einer 14-Jährigen interagieren. Nichtsdestotrotz ist „Mia und der weiße Löwe“ ein schöner Kinder- und Jugendfilm, der die überstrapazierten Pferde durch den majestätischen König der Tiere ersetzt.

Kinostart: 31.01.2019
F/D/SA 2018 | Regie: Gilles de Maistre | mit Daniah De Villiers, Mélanie Laurent, Langley Kirkwood | 98 Min. | FSK: ab 6 Jahren | KingKalli-Empfehlung: ab 8 Jahren

 



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