Mehr als jedes dritte Kind hat bereits vor der Einschulung Erfahrungen mit Karies gemacht. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der AOK Rheinland/Hamburg. Bei rund 36 Prozent der untersuchten Kinder wurde bis zum Schulalter mindestens eine Zahnfüllung eingesetzt. In der Region Aachen und Düren haben nur rund 65 % der Kinder, die in die Schule kommen, keine Füllungen.
Ausgewertet wurden Abrechnungsdaten von Kindern der Geburtsjahrgänge 2017 und 2018 aus den Jahren 2018 bis 2024. Erfasst sind dabei nur Karies-Erkrankungen, die bereits zahnärztlich behandelt und abgerechnet wurden. Kinder mit unbehandelten kariösen Zähnen tauchen in der Statistik nicht auf.
„Dass mehr als jedes dritte Kind schon vor dem Schulstart eine Füllung benötigt hat, zeigt, wie wichtig Zahngesundheit bereits im Kleinkindalter ist“, sagt Dr. Saskia Handke vom AOK-Zahnzentrum. Karies lasse sich durch gute Mundhygiene, eine zahngesunde Ernährung und regelmäßige Vorsorge häufig vermeiden.
Gesunde Milchzähne sind wichtig
Auch Milchzähne erfüllen wichtige Aufgaben. Sie werden nicht nur zum Kauen gebraucht, sondern unterstützen die Sprachentwicklung und dienen als Platzhalter für die bleibenden Zähne. Unbehandelte Karies kann Schmerzen und Entzündungen verursachen und die weitere Zahn- und Kieferentwicklung beeinträchtigen.
Die zahnärztliche Früherkennung beginnt bereits im sechsten Lebensmonat. Ab dem sechsten Lebensjahr sollten Kinder mindestens zweimal jährlich zur Kontrolle gehen. Wichtig sind außerdem eine regelmäßige und gründliche Zahnpflege sowie eine zahngesunde Ernährung. Auch eine Fissurenversiegelung kann besonders kariesanfällige Vertiefungen der Backenzähne schützen.
Weitere Informationen und den ganzen -> Gesundheitsreport 2026 gibt es bei der AOK Rheinland/Hamburg.
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