Im November sollen sie wieder durchs Land ziehen – aber 2020 werden auch für die Martinszüge besondere Regeln aufgestellt. Damit sich die Planenden darauf einstellen können, haben die Krisenstäbe von Stadt und StädteRegion Aachen soeben gemeinsame Handlungsempfehlungen aufgestellt, die bei den Veranstaltungen unter freiem Himmel unbedingt zu beachten sind – denn Martinsumzüge in geschlossenen Räumen sind tabu – so lautet es in der Pressemitteilung.
Um die Teilnehmerzahlen möglichst gering zu halten, sollen größere Umzüge in mehrere kleinere Veranstaltungen aufgesplittet werden, so die Idee. Als Orientierungswert empfehlen die Krisenstäbe eine Teilnehmerzahl von maximal 300 Personen, zumal dann keine zusätzlichen Hygiene- und Infektionsschutzkonzepte erforderlich sind. Familien und bestehende Bezugsgruppen sollten von der Aufstellung an eng zusammenbleiben und auch während des Zuges mindestens zwei Meter Abstand zur nächsten Gruppe einhalten. Musikkapellen sollen immer am Anfang des Zuges gehen – zu der Musikkapelle sollen die Teilnehmenden des Zuges vier Meter Abstand einhalten. Dann ist auch „das leise Mitsingen von Liedern erlaubt“.
Auf traditionelle Abschlussveranstaltungen wie etwa das Martinsfeuer soll in diesem Jahr verzichtet werden. Weckmänner und Martinsbrezeln sollen im Vorfeld oder am nächsten Tag in den Klassen oder in den Kindergartengruppen verteilt werden, um Menschenansammlungen an den Ausgabestellen zu vermeiden. Das gilt auch für Getränke.
Nur wenn die Örtlichkeit die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln zulässt, können in Ausnahmefällen Abschlussveranstaltungen im Freien stattfinden.
Die Krisenstäbe bitten im Sinne von Sankt Martin um ein solidarisches Miteinander und erinnern noch einmal an die A-H-A-Regeln, die immer zu beachten sind: Abstand – Hygiene – Alltagsmaske.
Zuletzt weisen die Krisenstäbe auf die Unsicherheit der Lage hin: Bei stark steigenden Infektionszahlen sind auch kurzfristige Absagen in einzelnen Kommunen möglich.
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