Wir stellen folgende Filme vor: „Happy Family 2“, „Elise und das vergessene Weihnachtsfest“, „Ein Junge namens Weihnacht“, „Die Addams Family 2“ und „Encanto“.
Happy Family 2
Kinostart: 04.11.
D 2021 | Regie: Holger Tappe
Laufzeit und FSK noch unbekannt
2017 wurde die disharmonische Familie Wünschmann von der Hexe Baba Yaga in Ungeheuer verwandelt. Erst nachdem alle emotional wieder zueinander gefunden hatten, wurden sie erlöst und ihr Abenteuer fand ein glückliches Ende. Vorläufig zumindest, denn zu Beginn der Fortsetzung ist alles wieder beim Alten und man kommt eher schlecht als recht miteinander aus. In den Mittelpunkt rückt Sohnemann Max, der sich in die toughe Mila verliebt, obwohl die soeben die Freunde der Familie von ihrer Hochzeit entführt hat. Um sie zu befreien, setzt Max Baba Yagas Zauberkugel ein und versetzt Papa Frank, Mama Emma, Schwester Fee und sich selbst wieder in Monster-, Vampir-, Mumien- und Werwolfgestalt. Wie schon Teil 1 kann der Film des deutschen Animations-Profis Holger Tappe („Urmel aus dem Eis“, „Konferenz der Tiere“) insbesondere in visueller Hinsicht durchaus mit US-Produktionen mittleren Budgets mithalten. Die Handlung bedient sich leider nur altbekannter Elemente, die ziemlich formelhaft und mit nur wenigen zündenden Gags, aber immerhin weitestgehend unterhaltsam zusammengefügt werden.
Elise und das vergessene Weihnachtsfest
Kinostart: 11.11.
N 2019 | Regie: Andrea Eckerbom mit Trond Espen Seim, Miriam Kolstad Strand, Anders Baasmo Christiansen | 70 Min. | FSK: ab 0 Jahren
Schreiner Andersen aus dem ungewöhnlichen Weihnachtsfilm „Plötzlich Santa“ von 2017 ist zurück. Gemeinsam mit seinem neuen Freund, dem Weihnachtsmann, hilft er diesmal der kleinen Elise, deren Dorf nicht nur das wichtigste Fest des Jahres, sondern auch alles andere regelmäßig und komplett vergisst. Mit einem Jahr Pandemie-Verspätung soll auch dieser gelungene und liebevoll ausgestattete norwegische Kinderfilm nun endlich in den Kinos starten.
Ein Junge namens Weihnacht
Kinostart: 18.11.
GB 2021 | Regie: Gil Kenan | mit Henry Lawfull, Kristen Wiig, Maggie Smith | 103 Min. | FSK: ab 6 Jahren
Kinderbücher und -filme über den Weihnachtsmann-Mythos gibt es zuhauf. Meist wird darin mal mehr, mal weniger einfallsreich von dessen Abenteuern und „Arbeitserlebnissen“ erzählt oder auch von denen seiner Helferinnen und Helfer wie Elfen, Rentieren oder Wichteln. Der britische Autor Matt Haig verpasste dem rot-weißen Geschenkebringer 2015 dann sogar eine Ursprungsgeschichte, wie man sie sonst vor allem bei Superhelden kennt, die zum Bestseller avancierte. Deren aufwendige und starbesetzte Verfilmung wird nun in vielen Ländern direkt auf Netflix veröffentlicht – bei uns sowie in Großbritannien, Frankreich, China, Australien und Neuseeland kann man sie jedoch zunächst exklusiv im Kino genießen. Die Handlung dreht sich um den elfjährigen Nikolas, der in ärmlichen Verhältnissen in Finnland aufwächst. Um seinen verschwundenen Vater zu suchen, begibt der Junge sich gen Nordpol, begegnet auf seiner nicht immer ungefährlichen Reise mysteriösen und magischen Wesen und lernt dabei einige wichtige Lebenslektionen in Sachen Nächstenliebe und Güte, die ihn schließlich zum Weihnachtsmann werden lassen.
Die Addams Family 2
Kinostart: 18.11.
USA/GB/CDN 2021 | Regie: Greg Tiernan | Laufzeit und FSK noch unbekannt
Familie Addams hat sich trotz all ihrer Verschrobenheit nach den Ereignissen des ersten Animationsfilms in ihrem neuen Heimatort etabliert. Vor den jüngsten Schrecknissen gibt es jedoch kein Entrinnen: Pugsley und vor allem seine Schwester Wednesday werden älter und pubertieren heftig vor sich hin. Aus Angst, dass die Kinder ihnen entgleiten könnten, beschließen Gomez und Morticia, sie mitsamt Onkel Fester, Butler Lurch und dem Eiskalten Händchen auf einen Wohnmobilurlaub mitzunehmen, der alle wieder enger zusammenrücken lassen soll. Ihre Reise führt sie zu allen erdenklichen Sehenswürdigkeiten quer durch die USA, die nach dem Besuch der Addams nicht mehr dieselben sein werden. Dicht auf den Fersen ist ihnen allerdings ein seltsamer kleiner Mann, der ein Geheimnis kennt, dessen Offenbarung die Sippschaft für immer auseinanderbringen könnte. Schon der erste Teil hat den morbiden Humor, der seit ihrem ersten Auftritt vor über acht Jahrzehnten das Markenzeichen der Addams Family ist, gut eingefangen. Die Fortsetzung knüpft dort hoffentlich nahtlos an, zu sehen war sie bis Redaktionsschluss leider nicht.
Encanto
Kinostart: 25.11.
USA/COL 2021 | Regie: Byron Howard, Jared Bush, Charise Castro Smith | Laufzeit und FSK noch unbekannt
Tief in der Berglandschaft Kolumbiens versteckt, hat Familie Madrigal sich ein einzigartiges Zu-hause geschaffen, in dem hinter jeder Tür und in jedem Schrank magische Überraschungen warten. Und auch die Großfamilie selbst besteht nicht aus ganz normalen Menschen, besitzt doch beinahe jedes Mitglied außergewöhnliche Fähigkeiten. Einzige Ausnahme ist Teenagerin Mirabel, die über keinerlei Heilkräfte, Superstärke oder Tierstimmen-kenntnisse verfügt. Als das kunterbunte und friedliche Zusam-menleben der Madrigals von einer großen Gefahr bedroht wird, ist es jedoch an Mirabel, diese abzuwenden und den Tag zu retten.
Lateinamerika ist von jeher ein ziemlich weißer Fleck auf der Landkarte der großen Disney-Ani-mationsfilme, vom untypischen Slapstick-Spaß „Ein Königreich für ein Lama“ aus dem Jahr 2000 einmal abgesehen. Das wollten die „Zoomania“-Regisseure Byron Howard und Jared Bush wohl endlich ändern, was ihnen dem unglaublich farbenprächtigen ersten Trailer zufolge auch gelungen sein könnte – da ist es auch egal, dass das Thema „Familie mit besonderen Kräften“ nicht mehr wirklich originell ist.
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