Kinotipps für Familien im März 2022

in Aktuelles um die Ecke

Unser Filmredakteur Peter stellt die aktuellen Familienfilme vor, die im März 2022 starten: „Rot“, „Die Häschenschule 2 – Der große Eierklau“, „Die Gangster Gang“, „Der Wolf und der Löwe“, „Peterchens Mondfahrt“ und „Sonic the Hedgehog 2“.

Rot

Start auf Disney+: 11.03.
USA/CDN 2022 | Regie: Domee Shi | Laufzeit, deutsche Stimmen und FSK noch unbekannt
Die 13-jährige Mei kommt stets mit guten Noten nach Hause, ist politisch und musikalisch engagiert und hat drei beste Freundinnen, die mit ihr durch dick und dünn gehen. Oder besser gesagt: durch groß und klein. Denn seit einem Albtraum hat Mei ein gewaltiges Problem: Immer wenn ihre Gefühle in Wallung geraten, verwandelt sie sich in einen zweieinhalb Meter großen, roten Panda – ein offenbar vererbtes Phänomen, das sie zu den asiatischen Wurzeln ihrer Familie zurückführt, wie ihre Mutter ihr offenbart. Nach vielen tollen Filmen mit Jungs als Protagonisten wie „Coco“, „Onward“ und zuletzt „Luca“, aber zehn langen Jahren nach „Merida“, ist die Hauptfigur in Pixars neuestem Film endlich noch einmal ein Mädchen. Ähnlich wie in „Alles steht Kopf“, aber dennoch letztlich völlig anders, dreht sich die Handlung ums Erwachsenwerden und die Irrungen und Wirrungen des jugendlichen, hier speziell weiblichen Gefühlschaos, für das Billie Eilish und Finneas O’Connell drei Songs beisteuern. Schade nur, dass es einmal wieder keinen Kinostart gibt: Pandemiebedingt wird „Rot“ entgegen früherer Planungen nur auf Disney+ zu sehen sein.

Die Häschenschule 2 – Der große Eierklau

Kinostart: 17.03.
D 2021 | Regie: Ute von Münchow-Pohl | mit den Stimmen von Noah Levi, Sebastian Fitzner, Senta Berger | 75 Min. | FSK: ab 0 Jahren
Vor fünf Jahren sorgte der Animationsfilm „Die Häschenschule – Jagd nach dem goldenen Ei“ für frischen Wind im Feiertagskino – Weihnachtsfilme gibt es schließlich unzählige, während Ostern von jeher vernachlässigt wird. Weil sich daran nichts geändert hat, muss es nun die Fortsetzung richten, die ein paar Wochen vor den Ferien in die Kinos kommen soll. Sie spinnt die Geschichte um den zum Osterhasen avancierten Stadthasen Max weiter, erneut frei nach Motiven des fast einhundert Jahre alten Bilderbuchklassikers von Albert Sixtus und Fritz Koch-Gotha. Im Vorgänger konnte die im Wald versteckte Osterhasenschule vor den Füchsen gerettet werden, die den Hasen ihren Job streitig machen wollten. Diesmal verbündet sich jedoch Hase Leo, der Anführer der in Teil 1 nur erwähnten Großstadt-Gang „Die Wahnsinnshasen“, mit den Füchsen, was die Osterhasen und die frische Eierkollektion der befreundeten Hennen in große Gefahr bringt. Dabei wiederholt die Handlung nicht nur Altbewährtes, sondern hält so manche Wendung bereit, die das Schwarz-Weiß-Muster des ersten Films auf erfreuliche Weise aufbricht.

Die Gangster Gang

Kinostart: 17.03.
USA 2022 | Regie: Pierre Perifel | Laufzeit, deutsche Stimmen und FSK noch unbekannt
Mr. Wolf, Mr. Shark, Mr. Snake, Mr. Piranha und Miss Tarantula führen spektakuläre Raubzüge durch, für die sie weltweit berühmt-berüchtigt sind. Bei ihrem jüngsten Coup geht jedoch etwas schief und die Bande wird geschnappt. Damit sie nicht ins Gefängnis müssen, handelt Mr. Wolf einen Deal aus, der beinhaltet, dass sie künftig nur noch Gutes tun. Natürlich planen die fünf nicht, sich daran zu halten, doch zu ihrer Überraschung stellen sie bald fest, dass es gar kein so übles Gefühl ist, anderen beizustehen – was sie im Handlungsverlauf sogar gegen einen Schurken antreten lässt, der ihre Stadt bedroht. 2015 veröffentlichte der australische Kinderbuchautor Aaron Blabey seine ersten beiden „The Bad Guys“-Bücher. Mit einer witzigen Grundidee, großformatigen Bildern und nur wenig Text begeistert die bis heute auf vierzehn Bände angewachsene Reihe seitdem selbst lesefaule Kinder, wenngleich bei uns bisher nur fünf Episoden unter dem Titel „Böse Jungs“ erschienen sind. Gut möglich, dass im Erfolgsfalle dieses neuen und vielversprechenden Animationsfilms aus dem Hause Dreamworks weitere Veröffentlichungen folgen werden.

Der Wolf und der Löwe

Kinostart: 17.03.
F 2021 | Regie: Gilles de Maistre | mit Molly Kunz, Graham Greene, Charlie Carrick | 100 Min. | FSK: ab 6 Jahren
Alma steht kurz davor, beim Philharmonic Orchestra von Los Angeles aufgenommen zu werden, als sie aus Kanada die Nachricht vom Tod ihres Großvaters erhält. Sie reist gen Norden, um bei seiner Beerdigung dabei zu sein und in dem idyllisch auf einer Waldinsel gelegenen Haus, in dem sie einst aufwuchs, nach dem Rechten zu sehen. Dort begegnet sie einer Wölfin, die ihr Opa ihr in seiner letzten Videobotschaft vorgestellt hatte, welche ihr prompt ihr Junges vor die Füße purzeln lässt. Als die Mutter irgendwann nicht mehr auftaucht, nimmt die Nachwuchspianistin sich seiner an. Doch damit der tierischen Wunder nicht genug, denn nach einem Flugzeugabsturz fällt ihr auch noch ein Löwenjunges in die Arme. Mozart und Dreamer, wie sie die beiden nennt, freunden sich an, doch verschiedene Ereignisse reißen sie auseinander, was Alma nicht auf sich bewenden lassen wird. Regisseur Gilles de Maistre wusste schon bei „Mia und der weiße Löwe“ damit zu beeindrucken, wilde Tiere und Menschen miteinander interagieren zu lassen. Hier übertrifft er das sogar noch, wobei die erzählte Geschichte erneut sehr vorhersehbar ausfällt.

Peterchens Mondfahrt

Kinostart: 31.03.
D/A 2021 | Regie: Ali Samadi Ahadi | mit den Stimmen von Dirk Petrick, Peter Simonischek, Roxana Samadi | 85 Min. | FSK: ab 0 Jahren
Dem Maikäfer Sumsemann widerfährt Schreckliches: Drei Schurken fällen die Birke, in der er und viele andere Insekten leben. Ein Pakt mit der Nachtfee soll es richten, doch durch ein Missgeschick verliert Sumsemann bei deren Hilfsaktion nicht nur ein Bein, auch seine geliebte Sumesfrau wird auf den Mond gezaubert. Viele Jahre sucht er nun schon nach den prophezeiten Menschenkindern, die seine Rettungsmission zum Erfolg führen sollen, als er endlich Peter und seiner kleinen Schwester Anna begegnet. Die beiden willigen ein und gemeinsam begibt man sich auf eine abenteuerliche Reise ins Weltall, wo das Sandmännchen, verschiedene Naturgeister und der böse Mann im Mond sich mal als Unterstützung, mal als Widersacher erweisen. Das Märchen von Gerdt von Bassewitz aus dem Jahr 1912 wurde schon 1959 als Realfilm und 1990 als klassischer Trickfilm adaptiert. Regisseur Ali Samadi Ahadi, der vor allem für seine drei gelungenen „Pettersson und Findus“-Realfilme bekannt ist, hat es leicht modernisiert, plastisch animiert und mit einigem Augenzwinkern versehen geglückt in die Jetztzeit gebracht.

Sonic the Hedgehog 2

Kinostart: 31.03.
USA 2022 | Regie: Jeff Fowler | mit James Marsden, Jim Carrey und der Stimme von Julien Bam | Laufzeit und FSK noch unbekannt
Mit einem beachtlichen Einspielergebnis von 320 Millionen Dollar war „Sonic the Hedgehog“ im Februar 2020 der letzte größere Filmhit, bevor die Kinos weltweit wegen Corona schließen mussten. Auch in Deutschland wollten eineinhalb Millionen Menschen die rasante Videospiel-Adaption sehen, allen voran natürlich Fans der Vorlage und des Aachener YouTube-Stars Julien Bam, der dem titelgebenden blauen Rennigel in der synchronisierten Fassung recht passend seine flapsige Stimme lieh. Schon in den beiden Abspannszenen des ersten Teils wurde unumwunden eine Fortsetzung angeteasert: Der von Jim Carrey herrlich freidrehend gespielte Bösewicht Dr. Robotnik schwört darin Rache für seine Verbannung auf einen fernen Pilzplaneten und außerdem erscheint Sonics Fuchs-Kumpel Tails auf der Suche nach seinem besten Freund auf der Erde. An beides dürfte das überraschend schnell vollendete Sequel nun nahtlos anknüpfen, in dem die zwei animierten außerirdischen Tierhelden es zusätzlich noch mit dem roten Alien-Ameisenigel Knuckles zu tun bekommen, der in den Spielen mal Feind, mal Verbündeter von Sonic & Co. ist.

Hinterlasse einen Kommentar