Kinotipps für Familien im August 2021

in Aktuelles um die Ecke

Wir stellen folgende Filme vor: „Ostwind – Der große Orkan“, „Sommer-Rebellen“, „Tom & Jerry“, „Paw Patrol – Der Kinofilm“ und „Bigfoot Junior – Ein tierisch verrückter Familientrip“.

Ostwind – Der große Orkan

Kinostart: 29.07.
D 2019 | Regie: Lea Schmidbauer mit Luna Paiano, Matteo Miska, Hanna Binke | 102 Min. | FSK: ab 0 Jahren
Ari lernt im mutmaßlichen Finale der Reihe den Artistensohn Carlo kennen, der mit einer Pferdeshow durchs Land zieht. Als es zu einem Unfall mit deren Star, dem Hengst „Der große Orkan“, kommt, ersinnen die beiden Teenager einen Plan, der das altersschwache Tier retten soll, bald aber aus dem Ruder läuft. Lea Schmidbauer, die Autorin der Romanvorlagen und Drehbücher, liefert ein solides Regiedebüt ab, das „Ostwind“-Fans exakt das bietet, was sie erwarten: ein Mädchenabenteuer mit einiger Dramatik und natürlich ganz viel Pferdeliebe.

Sommer-Rebellen

Kinostart: 12.08.
D/SK/CZ 2020 | Regie: Martina Sakova | mit Elias Vyskocil, Liana Pavlikova, Pavel Novy | 94 Min.
FSK: ab 6 Jahren
Der elfjährige Jonas eckt zu Hause bei seiner Mutter nach dem frühen Tod seines Vaters ständig an. Nichts wünscht der Junge sich mehr, als von ihr in Ruhe gelassen zu werden. Nach einem erneuten Streit begibt er sich in den Sommerferien mit dem Zug auf eigene Faust in die Slowakei, wo sein Opa Bernard lebt, zu dem die Familie kaum noch Kontakt hat. Der früher so geliebte Großvater ist jedoch ein ziemlich mürrischer alter Mann geworden, den es wieder umzukrempeln gilt. Hilfe bekommt Jonas dabei von der Nachbarstochter Alex, allerdings geht ihr erster Plan, Bernard in einem Online-Partnerschaftsportal an die Frau zu bringen, zunächst einmal gehörig daneben. „Sommer-Rebellen“ erinnert sicherlich viele Erwachsene mit seinen sonnendurchfluteten Bildern an eigene, längst vergangene große Ferien. Mit seiner realitätsnahen, problembeladenen Handlung fügt er sich trotz immerhin formaler Leichtigkeit leider jedoch ein in jene Reihe handwerklich ordentlich gemachter und inhaltlich gut gemeinter „Kinderfilme“, die einen Großteil der angepeilten jungen Zielgruppe nur selten anspricht.

Tom & Jerry

Kinostart: 12.08.
USA 2021 | Regie: Tim Story
mit Chloë Grace Moretz, Michael Peña, Pallavi Sharda | 101 Min.
FSK: ab 0 Jahren
Der cholerische Kater Tom und der freche Mäuserich Jerry sind Menschen jeden Alters weltweit ein Begriff. Ersonnen wurden sie 1940 von den Animationsgenies William Hanna und Joseph Barbera, die später auch „Familie Feuerstein“ und „Scooby-Doo“ kreierten. Nach über 160 rasanten Kurzfilmen und einem zahmen Animationsfilm von 1992 kommt nun ein aufwendig produzierter Mischfilm mit den ewigen Streithähnen in die Kinos. Vordergründig geht es um die junge Kayla, die ausgerechnet in dem New Yorker Luxushotel einen Job anfängt, in dem sich auch Jerry eingenistet hat. Weil dies das Gelingen einer großen Hochzeit bedroht, die im Hotel gefeiert werden soll, setzt Kayla Kater Tom auf seinen Erzfeind an, was in heillosem Chaos endet. Mit vielen witzigen Einfällen gelingt es den Machern, dass die Alibi-Handlung nur selten ins Stocken gerät. Dabei halten sie sich glücklicherweise auch an die Regeln der Vorlagen: die animierten Titelhelden können nicht sprechen und gehen während ihrer Verfolgungsjagden nicht gerade zimperlich miteinander um – eingeschworene Pazifisten sind bei Tom und Jerry auch 2021 immer noch an der falschen Adresse.

Paw Patrol – Der Kinofilm

Kinostart: 19.08.
USA 2021 | Regie: Cal Brunker
mit den Stimmen von Lea van Acken, Dunja Hayali, Sara Urbainczyk | Laufzeit und FSK noch unbekannt
Niedliche Trickfilm-Hundewelpen, die sich als Lebensretter betätigen – das ist der Stoff, aus dem seit 2013 die Träume der „Paw Patrol“-Erfinder aus Kanada, aber auch vieler Kleinkinder rund um den Globus sind. Bei den unter Sechsjährigen sind die rund 200 Serienfolgen und zahllosen Spielzeuge rund um Ryder, Chase, Skye und Co. seit einigen Jahren so gefragt wie nichts sonst, und ziemlich machtlos müssen Eltern dabei zusehen, wie ihre Sprösslinge zu frühesten Markenkonsumenten werden. Ein Kinofilm war da nur eine Frage der Zeit, und die ist nun mit neuen zugehörigen Fahrzeugen und Figuren im Schlepptau gekommen. Wie der Trailer zeigt, ist die bestenfalls zweckmäßige Computergrafik der TV-Serie deutlich detailreicheren Animationen gewichen. Die Geschichte rund um eine Wettermaschine, die in den Händen des Abenteuerstadt-Bürgermeisters Besserwisser außer Kontrolle gerät, dürfte jedoch wie gewohnt sehr simpel ausfallen. Die Allerkleinsten werden trotzdem begeistert sein – ob auch ihre Eltern und die etwas älteren Geschwister bei Laune gehalten werden, wird sich im Kino zeigen.

Bigfoot Junior – Ein tierisch verrückter Familientrip

Kinostart: 26.08.
B/F 2020 | Regie: Ben Stassen, Jérémie Degruson | mit den Stimmen von: Joris Bendokat, Heiko Obermöller, Corinna Dorenkamp | 89 Min.
FSK: ab 6 Jahren
In „Bigfoot Junior“ konnte man vor vier Jahren miterleben, wie Teenager Adam erfuhr, dass er der Sohn des sagenumwobenen Waldmenschen Bigfoot ist und auch er selbst über besondere Fähigkeiten verfügt, wie etwa mit Tieren sprechen zu können. Nachdem der lange verschollene Vater in Teil 1 vor den Machenschaften eines Konzernchefs bewahrt werden konnte, lebt er nun mit seiner Frau Shelly, Adam und zahllosen Tierfreunden in der Stadt und ist in kürzester Zeit zum Medienstar avanciert. Seine Bekanntheit will er nutzen, um auf ein Umweltverbrechen in Alaska aufmerksam zu machen. Dort verschwindet er jedoch kurz nach seiner Ankunft und es ist erneut an seiner Familie, ihn und gleichzeitig auch ein Naturreservat zu retten. Der belgische Trickfilmregisseur Ben Stassen kehrt nach seinem Ausflug in den Buckingham-Palast in „Royal Corgi“ zurück zu den Helden seines bislang erfolgreichsten Films. Auch die Fortsetzung macht wieder Spaß und wartet mit durchaus sehenswerten Animationen und einem passablen Plot auf, verliert sich in der zweiten Filmhälfte allerdings etwas in ihren Actioneinlagen.

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