Kinostarts: Familienfilme im April 2022

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Es stehen einige Filmstarts an! Wir stellen folgende Filme für Kinder und Familien vor: Peterchens Mondfahrt (Kinostart: 31.03.), Sonic the Hedgehog 2 (Kinostart: 31.03.), Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse (Kinostart: 07.04.), Geschichten vom Franz (Kinostart: 21.04.), Boonie Bears: Ein tierisches Abenteuer (Kinostart: 21.04.) und Das Glaszimmer (Kinostart: 28.04.).

Peterchens Mondfahrt

Kinostart: 31.03.
D/A 2021 | Regie: Ali Samadi Ahadi | mit den Stimmen von Dirk Petrick, Peter Simonischek, Roxana Samadi | 85 Min. | FSK: ab 0 Jahren
Dem Maikäfer Sumsemann widerfährt Schreckliches: Drei Schurken fällen die Birke, in der er und viele andere Insekten leben. Ein Pakt mit der Nachtfee soll es richten, doch durch ein Missgeschick verliert Sumsemann bei deren Hilfsaktion nicht nur ein Bein, auch seine geliebte Sumsefrau wird auf den Mond gezaubert. Viele Jahre sucht er nun schon nach den prophezeiten Menschenkindern, die seine Rettungsmission zum Erfolg führen sollen, als er endlich Peter und seiner kleinen Schwester Anna begegnet. Die beiden willigen ein und gemeinsam begibt man sich auf eine abenteuerliche Reise ins Weltall, wo das Sandmännchen, verschiedene Naturgeister und der böse Mann im Mond sich mal als Unterstützung, mal als Widersacher erweisen. Das Märchen von Gerdt von Bassewitz aus dem Jahr 1912 wurde schon 1959 als Realfilm und 1990 als klassischer Trickfilm adaptiert. Regisseur Ali Samadi Ahadi, der vor allem für seine drei gelungenen „Pettersson und Findus“-Realfilme bekannt ist, hat es leicht modernisiert, plastisch animiert und mit einigem Augenzwinkern versehen geglückt in die Jetztzeit gebracht.

Sonic the Hedgehog 2

Kinostart: 31.03.
USA 2022 | Regie: Jeff Fowler
mit James Marsden, Jim Carrey und der Stimme von Julien Bam
Laufzeit und FSK noch unbekannt
Mit einem beachtlichen Einspielergebnis von weltweit 320 Millionen Dollar war „Sonic the Hedgehog“ im Februar 2020 der letzte größere Filmhit, bevor die Kinos weltweit wegen Corona schließen mussten. Auch in Deutschland wollten eineinhalb Millionen Menschen die rasante Videospiel-Adaption sehen, allen voran natürlich Fans der Vorlage und des Aachener YouTube-Stars Julien Bam, der dem titelgebenden blauen Rennigel in der synchronisierten Fassung recht passend seine flapsige Stimme lieh. Schon in den beiden Abspannszenen des ersten Teils wurde unumwunden eine Fortsetzung angeteasert: Der von Jim Carrey herrlich freidrehend gespielte Bösewicht Dr. Robotnik schwört darin Rache für seine Verbannung auf einen fernen Pilzplaneten, und außerdem erscheint Sonics Fuchs-Kumpel Tails auf der Suche nach seinem besten Freund auf der Erde. An beides dürfte das überraschend schnell vollendete Sequel nun nahtlos anknüpfen, in dem die zwei animierten außerirdischen Tierhelden es zusätzlich noch mit dem roten Alien-Ameisenigel Knuckles zu tun bekommen, der in den Spielen mal Feind, mal Verbündeter von Sonic & Co. ist.

Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse

Kinostart: 07.04.
GB/USA 2022 | Regie: David Yates | mit Eddie Redmayne, Jude Law, Mads Mikkelsen | Laufzeit und FSK noch unbekannt
Seit Dezember ist in Hamburg endlich die deutsche Version des Theaterstücks „Harry Potter und das verwunschene Kind“ zu sehen, das die Abenteuer von Harry, Hermine und Ron zwanzig Jahre nach „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ weitererzählt. Im Kino geht es stattdessen erneut in die andere Richtung: „Dumbledores Geheimnisse“, Teil 3 der „Phantastische Tierwesen“-Reihe, spielt in den 1930ern und damit sechs Dekaden vor Harrys finalem Kampf gegen Voldemort. Der machthungrige Gellert Grindelwald hat sich in sein Schloss in den Alpen zurückgezogen, wo er neue Pläne schmiedet, um die Weltherrschaft der Hexen und Zauberer einzuleiten. Sein früherer Freund Albus Dumbledore schickt den Magizoologen Newt Scamander, dessen Bruder Theseus, weitere Zauberer und den Muggel Jacob Kowalski auf eine Mission von Brasilien über Deutschland bis nach China, die das Erstarken Grindelwalds verhindern soll. Zeitlich geht es in Richtung Zweiter Weltkrieg und es wird folglich düsterer – bildgewaltig, magisch und packend dürfte es für alle Anhänger von Joanne K. Rowlings „Wizarding World“ aber definitiv bleiben.

Geschichten vom Franz

Kinostart: 21.04.
A/D 2022 | Regie: Johannes Schmid | mit Jossi Jantschitsch, Nora Riedinger, Leo Wacha
78 Min. | FSK: ab 6 Jahren
Der neunjährige Franz Fröstl ist ein freundlicher, manchmal etwas verpeilter Junge, der in Wien die Grundschule besucht. Franz hat jedoch ein Problem: In seiner Klasse ist er der Kleinste, weswegen er von den anderen regelmäßig gehänselt wird. Dass er außerdem immer dann, wenn er aufgeregt ist, eine hohe Piepsstimme bekommt, macht die Sache nicht besser. Immerhin sein Sitznachbar und Kumpel Eberhard hält zu ihm, ebenso wie seine beste Freundin Gabi aus der Parallelklasse, die immer mit guten Ratschlägen aufwarten kann. Als Franz eines Tages im Internet auf den Influencer Hank Haberer stößt, beschließt er, nach dessen Anleitung ein echter Mann und beliebt zu werden – mit chaotischen Folgen. Die 2018 verstorbene österreichische Kinder- und Jugendbuchautorin Christine Nöstlinger schrieb zwischen 1984 und 2011 neunzehn Bände über die „Geschichten vom Franz“. Die drolligen Alltagsepisoden aus dem Leben eines Grundschülers erinnern ein wenig an die Erlebnisse von „Der kleine Nick“ aus Frankreich, was auch in dieser charmanten Filmadaption erhalten bleibt.

Boonie Bears: Ein tierisches Abenteuer

Kinostart: 21.04.
CHN 2020 | Regie: Leon Ding | 97 Min. | deutsche Stimmen und FSK noch unbekannt
Der egozentrische Naturführer Vick wird von einem früheren Schulfreund dazu überredet, mit ihm den neuen „Wild Life“-Freizeitpark zu besuchen. Menschen können sich dort zeitweise in Tiere verwandeln, im Rahmen eines Wettbewerbs besteht außerdem die Chance auf den Gewinn einer gewaltigen Geldsumme. Vick nimmt teil und gerät in eine gefährliche Lage, als die Dinge im Park außer Kontrolle geraten. In China sind die „Boonie Bears“ durch inzwischen fast 700 Folgen und Specials einer TV-Animationsserie höchst populär. Bei uns sind sie auch nach der Veröffentlichung eines ersten Kinofilms vor zwei Jahren weitestgehend unbekannt, was sich vermutlich beim neuen Anlauf nicht ändern wird, zumal die zwei titelgebenden Bären Bramble und Briar hier neben der sonderbaren Figur des Vick nur Nebenrollen einnehmen. Vorwissen benötigt man immerhin nicht, um dem Gebotenen folgen zu können, und auch die Qualität der Animationen ist in Ordnung. Die übertrieben abgedrehte Handlung, die überwiegend aus krawalligen Actionszenen und unlustigen Gags besteht, dürfte jedoch kaum einem Kind nachhaltig im Gedächtnis bleiben.

Das Glaszimmer

Kinostart: 28.04.
D 2020 | Regie: Christian Lerch
mit Xari Wimbauer, Lisa Wagner, Philipp Hochmair | 93 Min.
FSK: ab 12 Jahren
Deutschland Anfang 1945: Der elfjährige Felix ist mit seiner Mutter vor den Bomben der Alliierten aus München aufs Land geflüchtet, wo sie ins Haus einer verstorbenen Tante einziehen. Dort lernt er den etwas älteren Karri kennen, Sohn eines strammen Nazis und Orts-gruppenleiters, der ihn zunächst schikaniert, schließlich aber Freundschaft mit ihm schließt. Dass das Ende des Zweiten Weltkriegs nahe ist, wissen die Deutschen zu diesem Zeitpunkt noch nicht, und dass sein Papa an der Front dient, erfüllt Felix mit Stolz. Das korrumpierte Realitätsbild des Jungen erhält jedoch zunehmend Risse, insbesondere, als ihm eröffnet wird, dass sein Vater im Kampf gefallen sei. Wie andere Filme über Kindheitserlebnisse im Krieg richtet „Das Glaszimmer“ sich an Schülerinnen und Schüler ab circa Klasse 7, denen altersgerecht Wirkungsweisen von Propaganda, Patriotismus und Gruppendruck aufgezeigt werden. Das Drehbuch macht es sich mitunter allerdings etwas zu einfach, sodass manche Entwicklung nicht immer nachvollziehbar und logisch erscheint und der Zweck die erzählerischen Mittel heiligt.

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