Der Mai bietet viele Feiertage und damit viele Gelegenheiten, ins Kino zu gehen. Fünf Filmstarts stehen bevor: „Das Geheimnis von La Mancha“, „Max und die wilde 7 – Die Geister-Oma“, „Garfield – Eine Extra Portion Abenteuer“, „Robot Dreams“ und „IF: Imaginäre Freunde“.
Das Geheimnis von La Mancha

Kinostart: 01.05. | ARG/BRA/D/B 2024 | Regie: Gonzalo Gutiérrez | 88 Min. | FSK: ab 0 Jahren
Alfonso lebt in einem Dorf in der spanischen Region La Mancha und ist ein Nachfahre des legendären Ritters Don Quixote. Von den meisten Kindern des Ortes wird er wegen seiner leicht verschrobenen Art gemieden, dabei hat der Elfjährige doch einfach nur eine blühende Fantasie, wenn er mit drei musikalischen, eingebildeten Hasenfreunden oder Windmühlenriesen kommuniziert. In Pancho und Victoria hat er immerhin zwei Freunde – und die braucht er auch, als eines Tages eine große Gewitterwolke über der Gegend aufzieht und gleichzeitig der gierige Unternehmer Carrasco den Bewohnern ein Angebot macht, ihm ihre Häuser zu verkaufen. Alfonso, Pancho und Victoria sehen einen Zusammenhang und versuchen, dem Fiesling in die Parade zu fahren, was sich als gefährliches Unterfangen herausstellt. Die internationale Koproduktion ist ansprechend animiert und nutzt Motive aus dem berühmten Roman von Miguel de Cervantes. Die hier erzählte Geschichte ist allerdings recht schlicht und setzt vor allem auf Slapstick und Action, sodass der Film unterhält, aber nicht lange im Gedächtnis bleibt.
Max und die wilde 7 – Die Geister-Oma

Kinostart: 02.05. | D 2024 | Regie: Winfried Oelsner | mit Lucas Herzog, Uschi Glas, Günther Maria Halmer | 95 Min. | FSK noch unbekannt
Das Autoren-Ehepaar Winfried Oelsner und Lisa-Marie Dickreiter hat bisher drei Bände seiner Buchreihe über den cleveren Max veröffentlicht, der mit seinen drei Rentnerfreunden Vera, Horst und Kilian mysteriösen Ereignissen in der Seniorenresidenz Burg Geroldseck auf den Grund geht. Die Filmadaption des ersten Teils inszenierte der auch als Regisseur tätige Oelsner vor fünf Jahren äußerst gelungen selbst. Nun legt er mit der Fortsetzung nach, für den zwar die Kinderdarsteller aus Altersgründen ausgetauscht, alle anderen Schauspieler und auch die übrigen Qualitäten des Vorgängers aber beibehalten wurden. Diesmal wird es gruselig: Vera wird nachts immer wieder von einer geisterhaften Stimme heimgesucht, die sie in Angst und Schrecken versetzt. Parallel zu seinen Ermittlungen in diesem Fall muss Max sich auch noch in seiner Fußballmannschaft gegen den unsympathischen Trainer und einen mobbenden Mitschüler behaupten. Auch das Sequel besticht mit viel Humor und einer guten Dramaturgie – eine Adaption des letzten Romans („Die Drachenbande“) darf gerne schnell in Angriff genommen werden!
Garfield – Eine Extra Portion Abenteuer

Kinostart: 09.05. | USA 2024 | Regie: Mark Dindal | Laufzeit und FSK noch unbekannt
Garfield, der orangefarbene Kater aus der Feder des US-amerikanischen Zeichners und Texters Jim Davis, ist seit seinem ersten Comicstrip-Auftritt 1978 aus der Popkultur und Medienlandschaft vieler Länder nicht mehr wegzudenken. Es entstanden zahllose gezeichnete kurze und lange Geschichten, TV-Serien, Hörspiele und Merchandise-Material jeder Art sowie von 2004 bis 2007 auch drei Spielfilme. In denen erlebte Garfield als computeranimierte Figur Abenteuer in unserer real gefilmten Welt. Nach 17 Jahren Pause kommt nun ein neuer, diesmal komplett als Animationsfilm konzipierter Film mit dem lasagneliebenden Faulpelz in die Kinos. Darin erfahren wir zunächst, wie Garfield und „sein Mensch“ Jon sich das erste Mal begegneten. Im Verlauf der eigentlichen Handlung geht es dann aber darum, dass Garfields lange verschollener Vater Vic auftaucht, der seinen Sohn plus Hund Odie zu einem witzigen Raubzug anstiftet. Regie führte Mark Dindal, der mit „Ein Königreich für ein Lama“ vor über zwanzig Jahren schon beweisen konnte, dass er sich auf Slapstick-Humor mit Hintersinn versteht.
Robot Dreams

Kinostart: 09.05. | E/F 2023 | Regie: Pablo Berger | 102 Min. | FSK: ab 0 Jahren
New York City in den 1980er-Jahren, in einer Art parallelen Welt: Die Stadt wird von anthropomorphen Tieren bevölkert, also Tieren, die wie Menschen aufrecht gehen und Jobs und Hobbys nachgehen, wie man es etwa von Micky Maus oder aus dem Disney-Hit „Zoomania“ kennt. Hund ist einer der Bewohner – und er ist einsam. Kurzerhand bestellt er sich den Bausatz für einen Roboterfreund nach Hause und erlebt mit seinem neuen besten Kumpel einen tollen gemeinsamen Sommer. Durch eine Unachtsamkeit muss er das Maschinenwesen eines Tages jedoch bewegungsunfähig am Strand zurücklassen. Seine Versuche, den Blechfreund zurückzubekommen, scheitern. Während Hund seinen Alltag weiter gestalten muss, bricht für den Roboter ebenfalls ein neuer Lebensabschnitt an. Das für den Animations-Oscar nominierte Werk kommt mit beschwingter 80er-Musik, sonst aber völlig ohne Worte aus – und hat doch so viel zu sagen: über Freundschaft, über Einsamkeit und über die Veränderlichkeit des Lebens. Kinder haben dabei ihren Spaß an den drolligen Figuren, während erwachsene Animationsfilmfreunde sich subtil bewegt fühlen werden.
IF: Imaginäre Freunde

Kinostart: 16.05. | USA 2024 | Regie: John Krasinski | mit Cailey Fleming, Ryan Reynolds, Fiona Shaw | Laufzeit und FSK noch unbekannt
Bea traut ihren Augen kaum, als sie ihren Nachbarn dabei beobachtet, wie er an der Außenwand ihres Wohnhauses emporklettert und ihm plötzlich eine riesige lila Fellhand ein Fenster öffnet. Als dann unmittelbar neben ihr auf dem Gehweg auch noch ein Cartoonmädchen mit großen Augen auftaucht und sie mit einem zaghaften „Hi“ begrüßt, fällt die Teenagerin glatt in Ohnmacht. Doch nachdem der erste Schock überwunden ist, erfährt Bea schnell, dass es sich bei den beiden Wesen um imaginäre Freunde handelt, von denen es noch viele weitere gibt. Der landläufigen Meinung zufolge bilden kleine Kinder sie sich ein, um einen Beschützer und Ansprechpartner stets bei sich zu haben, doch weit gefehlt, denn die kurz „IFs“ genannten Kreaturen gibt es wirklich! Allerdings nur so lange, bis die Kinder zu alt werden und nicht mehr an sie glauben, was die Existenz der IFs bedroht. Bea und ihr Nachbar können sie aber auch als ältere Menschen noch sehen, sodass sie von den Wesen ausgewählt werden, um ihnen zu helfen. Schauspieler und Regisseur John Krasinski („A Quiet Place“) hat den Familienfilm nach eigener Idee und eigenem Drehbuch inszeniert.
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