KingKalli wird 18! Aus diesem Anlass haben wir unsere Leserinnen und Leser gefragt: Wie habt ihr die Kindergeburtstage in den letzten zwei Jahren ausgerichtet? Und was sind eure schönsten Kindheitserinnerungen?
Nina:
Es gab ganz viele alte Spiele, die man von früher kennt (Schnitzeljagd, für Kleine etwas abgewandelt), wir haben im Sommer im Hof gefeiert, mit Hüpfburg (gabs mal im Handel ganz günstig, hatte ich extra für den nächsten Lockdown gekauft), im kleinen Kreis.
Nadja:
Wir haben Steckenpferde gebastelt und im Garten ein Reitturnier mit Hindernissparcours veranstaltet.
Anne:
Wir haben vor einigen Wochen erst zu Hause Kuchen gegessen und dann bei perfektem Wetter eine kleine Schatzsuche bis zum nächsten Spielplatz veranstaltet. Mein Sohn ist drei geworden, aber wir brauchten auch Programm für die große Cousine und den großen Cousin (vier & sechs). Die Große durfte anführen und die Kleinen waren ganz fasziniert, dass da auf einmal Pfeile auf dem Boden waren.
Sabrina:
Letztes Jahr haben wir eine SpongeBob-Party gemacht, erst „Kino“, also verdunkeltes Wohnzimmer mit zwei Folgen SpongeBob und Popcorn, Limo und Gummibären, und danach eine Wasserschlacht im Garten mit Wasserpistolen und Wasserbomber. Dieses Jahr haben wir eine Hüpfburg gemietet – da haben die Kids dann auch die ganzen drei bis vier Stunden drauf verbracht. Die Schlechtwetter-Alternative wäre eine Kinderdisco gewesen, mit aufblasbaren E-Gitarren, Mikrofonen und Discokugel.
Sophie:
Wir durften leider gar nicht mit Kindern feiern, weil die letzten zwei Geburtstage immer im Kontaktverbot waren. Beim ersten Lockdown durfte mein Sohn als Entschädigung die Süßigkeitenabteilung nach seinem Ermessen plündern – war das Einzige, was wir machen konnten.
Ideen für den Geburtstag zu Hause wären: Topfschlagen, Minidisco, Geschichten vorlesen mit Spezialeffekten, Dickmann-Wettessen … Als wir noch Kinder waren, gab es diesen Hype mit den ganzen Locations etc. doch auch noch nicht. Jede Mama erinnert sich doch sicher an den ein oder anderen Geburtstag aus der Kindheit. Meine schönste Erinnerung ist an das Topfschlagen – da war auch was Süßes drunter.
Ganz im Ernst: Durch die Lockdowns habe ich gesehen, dass die Kinder diesen ganzen Schnickschnack gar nicht so brauchen. Mein Sohn war wirklich dennoch glücklich.
Auch diese ganzen Megatorten, die sehen klasse aus – ich mach es ja auch – aber das Kind ist auch mit ’nem Schokokuchen mit Smarties drauf zufrieden. Der wird sogar der riesen Fondanttorte vorgezogen. Ich glaub’ das ganze Thema ist durch die ganzen digitalen Medien eher ein Thema der Mütter geworden – wer die tollste Deko und Torte und Party hat.
Miriam:
Wir haben zwar keinen Geburtstag ausgerichtet, aber für etwas größere Kinder mit handwerklichem Geschick habe ich mir mal etwas gemerkt: Zusammmen eine Schokokuss-Wurfmaschine bauen und damit Spaß haben. Ich habe zwar noch keine gebaut, dafür kann ich mit einem Foto aus der Kindheit dienen, auf dem ich bei einem Geburtstag einen Schokokuss esse (siehe oben).
Maren:
Ich habe noch zu kleine Kinder, um wirklich mit anderen zu feiern. Aber aus meiner Kinderzeit hab’ ich einige tolle Erinnerungen: mit verbundenen Augen und gelbem Sack als Kleckerschutz gegenseitig mit Joghurt füttern, Stockbrot machen und Tipis im Wald aus Ästen bauen, batiken, Stopptanz, Zeitungstanz, verkleiden.
Rebecca:
Unsere Ideen waren: Rallye im Wald, Hüpfburg gemietet, Pool-party im Garten, Reise nach Jerusalem …
Für die Schnitzeljagd haben wir Luftballons als Fährte aufgehangen und am Ende mussten die Kids einen Schatz suchen. Zwischendurch gab es noch kleinere „Geschenke“, also Süßigkeiten und Trinktütchen, die sie suchen mussten. Das fanden alle toll. Ein anderes Mal hatten wir einfach unseren Gartenpool und auf dem Nachbargrundstück eine Hüpfburg, das waren Selbstläufer … keiner wollte mehr Spiele spielen.
Bettina:
Wir haben vor Corona eine Paw Patrol Party gemacht. Während Corona haben wir nicht gefeiert, mein Sohn hat im Januar Geburtstag. Aber nächstes Jahr feiern wir, egal was Corona sagt. :)
Es gab Muffins mit Pfoten aus kleinen und großen Smarties drauf, passende Einladungen dazu, Masken und Schneekugeln mit den kleinen Helfern. Die Stecker habe ich gebastelt mit Zahnstochern und Aufklebern (war ziemliche Arbeit). Die Ausmal-Masken habe ich im Netz bestellt. In dem Glas (Babybreiglas) haben wir mit kleinen Paw Patrol Figuren mit Glitzer, destilliertem Wasser und etwas Spüli oder Babyöl Schneekugeln gebastelt. Ich habe die Figur mit Heißkleber auf den Deckel geklebt und auch den Deckel nachher mit Heißkleber verklebt und ein buntes Band drumgebunden.

Ach ja! Die Karten habe ich auch selbstgebastelt, da gibt es ja massig Ideen im Internet für. Ich habe Tonpapier, Aufkleber und Stempel benutzt.
Eigentlich waren noch Topfschlagen und blinde Kuh geplant, aber die Kids wollten gar nicht angeleitet werden und haben dann einfach mit ihren Masken gespielt.
Elena:
Wir haben einen online-Detektivinnengebutstag gebucht. Die Mädels waren begeistert. Beim nächsten Mal wollen sie trotzdem lieber wieder eine richtige Party, wenn’s geht.
Meine Zwillinge hatten je fünf eingeladen. So waren sie zu zwölft. Das ist wohl auch die maximale Gruppengröße. Es gab vorher große Briefumschläge mit Hinweisen, die wir den Gästen zu Hause eingeworfen haben. Die durften dann erst beim ersten Zoom-Meeting geöffnet werden. Es gab Freitagabend ein Treffen, dann Samstag eins um 10:00 Uhr und eins um 14:00 Uhr, ich glaube immer 1,5 Stunden. Dazwischen waren die Kinder mit Aufgaben versorgt, die sie auch gemeinsam (per Telefon Videokonferenz) gelöst haben.

Ich hab’ gar nicht so viel mitbekommen, weil ich ja nicht in der Videokonferenz war und meine Kinder hier mit Kopfhörern saßen. Aber sie waren sehr begeistert und auch die anderen Eltern haben von begeisterten Kindern erzählt! Einer Freundin der Kids haben wir zum Geburtstag eine Geocaching-Tour durch die Stadt geschenkt. Da sollte man vorher einmal checken, ob die ausgewählten Caches für Kids gut zu finden sind – sonst kann es auch frustig werden. Wir haben einen Cache gefunden, den anderen leider nicht.
Lisa:
Puh, der 6. Geburtstag mit einer Horde bewegungsfreudiger Jungs steht an. Also ab nach draußen, dachten wir. So haben wir uns vom Grenzübergang „Köpfchen“ aufgemacht in Richtung Wald. Auf dem Weg durch den Wald entdeckten die Kinder ein Nest mit versteinerten Dinosauriereiern. Diese mussten erstmal mit Hammer und Meißel bearbeitet werden. Bei den Zyklopensteinen gab es ein großes Picknick. Es wurde geklettert, getobt und viel frische Luft eingeatmet. Alle Kinder glücklich und wir Eltern sehr entspannt.
Anke:
Wir haben letztes Jahr den 9. Geburtstag nach draußen verlagert. Wir waren im Brander Wald, da wo die Panzer stehen. Ich hatte ein Naturmemory vorbereitet – dafür habe ich einen leeren Eierkarton genommen und diesen mit kleinen Fotos bestückt, da waren die Sachen drauf, die die Kinder finden sollten. Ich habe darauf geachtet, dass es nur Sachen wie Steine und Zapfen sind, da es ja ein Naturschutzgebiet ist.
Als Belohnung gab’s dann für jedes Kind eine Schleuder. Das war der spannendste Geburtstag, den wir je gefeiert haben. Ich saß auf der Picknickdecke und die Jungs sind die ganze Zeit beschäftigt gewesen. Die kamen höchstes mal vorbei, um sich ein Stück Kuchen zu holen. Meinem Sohn hat es so gut gefallen, dass er seinen 10. Geburtstag dieses Jahr genauso feiern wollte.
Ein anderer Geburtstag, der gut angekommen ist, war ein Mottogeburtstag, „Happy Potter“. Ich hatte schon die Einladungskarten im Hogwarts-Stil verfasst. So ähnlich wie Harrys Einladung, die er bekommen hatte. Jedes Kind hat einen selbstgebastelten Zauberstab erhalten. Wobei natürlich der Zauberstab das Kind ausgesucht hat. Die Kinder mussten mit einem Zauberspruch versuchen, farbiges Wasser zu zaubern, und nur wenn es klappte, war es der richtige. Dazu hatte ich kleine Schraubgläser mit Wasser gefüllt und in manchen von innen an den Deckel einen Klecks Fingerfarbe geschmiert, sodass sich das Wasser beim Schütteln gefärbt hat.
Die Kinder wurden durch den Hut (aus Pappmaché selbstgemacht) den Häusern zugewiesen. Dazu hatte ich online so einen kleinen sprechenden Hut gekauft, der auf Knopfdruck zufällig die Häuser sagt, und ihn hinter dem Rücken versteckt. Als alle Kinder ihre Zauberstäbe hatten und den Häusern zugeteilt wurden, begann der Unterricht. Es gab Quidditch, wo die Kinder mit einem Tischtennisball durch selbstgebastelte Quidditchringe treffen mussten. Es gab Zaubertränke, wo die Kinder erraten mussten, welches Getränk sich in den Flaschen befindet – die Flaschen enthielten natürlich Zaubertränke aus Harry Potter.
Dann gab es Muggelkunde, wo die Kinder ein typisches Spiel der Muggel nachspielen mussten. Wir haben hier Schokoladenessen genommen.
Außerdem hatte ich online echte Bertie Botts Bohnen bestellt. Die waren der Renner.
Caro:
Ich habe zum 5. Geburtstag eine Art Schatzsuche zu Hause – also sowohl im Haus als auch im Garten – gemacht. Der 3. November war ein regnerischer kalter Tag, womit ich ja auch gerechnet hatte. Die Kids kamen also mit Matschkleidung und Gummistiefeln. Die Dämmerung machte das Ganze noch abenteuerlicher.
Im Garten war eine Schatzkiste versteckt, die man nur durch Lösen von Aufgaben und Rätseln finden konnte.
Natürlich mit Taschenlampe, Fernglas und mithilfe von kleinen Stärkungen in Form von „Zaubertrank“ (KiBa im Schnapsglas) und Gummibärchen. Die Rätsel haben sie gemeinsam gelöst und der Inhalt der Schatzkiste wurde unter allen aufgeteilt. Für jeden gab es noch eine Schatzsucherurkunde mit nach Hause und eine kleine Tüte mit Pixi-Buch, Flummi und Tattoos.
Alle hatten Spannung und Spaß, es lief friedlich und war für mich vom Aufwand her überschaubar. Dazu hatte ich mir Material im Internet bestellt, mit fertigen Rätseln, einer kleinen Einführungsgeschichte und den Urkunden zum Ausfüllen – alles zum Thema Schatzsuche.
Frauke:
Geburtstag am 25.12. zu haben ist schon nicht so wirklich super, aber dann den 10. Geburtstag auch noch im Coronawinter feiern zu müssen – das war ein Kraftakt.
Weihnachten war schon die erste Herausforderung, da im letzten Winter der Impfstoff noch nicht da war, aber wir haben uns dann entschlossen im kleinen Kreis zumindest mit Oma und Opa zu feiern. Sie waren dann auch zum Geburtstagsfrühstück am 25.12. da. Alles andere – ein Kindergeburtstag z. B. auf der Eisbahn, wie im letzten Jahr, musste coronabedingt leider ausfallen. Dafür wurde in diesem Jahr dann eine besondere Torte gebacken und Paula hat die Cake-Pops in Drachenform mitgebacken und dekoriert. Der einzige Gast in ihrem Alter war dann Paulas Cousine, die noch über Silvester bei uns zu Besuch war. Die zwei haben sich gut abgelenkt und im Schnee die Zeit zu zweit genossen, da beide aus dem Lockdown und damit aus einer ziemlich einsamen Zeit als Einzelkinder froh über den Kontakt waren. Es war unfassbar, wie toll die zwei stundenlang gespielt haben.

Als nette Aktion haben wir dann eine Schnitzeljagd 2.0 gemacht: Paula hat kleine Rätselfragen über einen Messenger an ihre Freundin verschickt, die dann zeitversetzt losgegangen ist und immer, wenn sie eine Antwort geschickt hat, das nächste Rätsel bekommen hat. Das Ziel war eine kleine versteckte Dose mit Süßigkeiten und einem Zettel „Ich vermisse Dich“!! Das war eine wirklich schwere und einsame Zeit für unsere Tochter!
Wir würden uns wünschen, dass es in diesem Jahr anders aussehen würde, aber wir sind noch sehr skeptisch. Es bleibt die Hoffnung auf einen schönen 11. Geburtstag mit toller Feier und vielen Kindern …
Robert: Einer weint immer
Mittlerweile haben die meisten Kinder und deren Eltern nun schon zwei „Pandemie-Geburtstage” gemeistert – mit mehr oder deutlich weniger (bis gar keinen) Gästen, je nach Infektionslage und Schutzverordnung. Dass solcherlei Begrifflichkeiten jemals im Zuge einer Partyplanung fallen würden, hätte vor zwei Jahren niemand zu träumen gewagt. Der Wunsch, dass sich schon bald wieder alles ausschließlich um Gästelisten, gebastelte Einladungen, ein gemeinsam erdachtes Programm und jede Menge Luftballons dreht, ist daher groß. Zum Beispiel bei meiner Tochter, die ihre Geburtstage Nummer 4 und 5 nicht wie gewohnt feiern konnte. „Gewohnt” meint hier: Das Bett wird zum Trampolin, Kinderhorden nehmen sämtliche Zimmer in Beschlag, Kuchenteller avancieren zu Frisbee-Scheiben.

Unausweichlich schleichen sich da Erinnerungen an meine eigenen Kindergeburtstage ein, in den unbeschwerten 1980er-Jahren. Obwohl: So leicht und sorgenfrei kann es nicht gewesen sein, ist meine prägendste Erinnerung doch, dass mindestens ein anwesendes Kind im Laufe der jeweiligen Nachmittage herzzerreißend in Tränen ausbrach. Meistens war ich das selbst. Überforderung? Enttäuschung? Keine Smarties abbekommen? Es war wohl stets eine explosive Mischung aus all diesen Faktoren.
Luxusprobleme, blicke ich wieder in die Gegenwart. Denn mit „unbeschwert” lässt sich dieses noch junge Jahrzehnt nun wirklich nicht umschreiben. Immerhin, zu ihrem letzten Geburtstag wünschte sich meine Tochter „ein großes Fest mit allen Freunden, draußen im Park, egal welches Wetter!” Glücklicherweise erblickte sie im Wonnemonat Mai das Licht der Welt. Und nicht im November. Ich wäre augenblicklich in Tränen ausgebrochen.



Das war ein schöner Beitrag!
Meine große Tochter hat im Februar Geburtstag.
Da haben wir ihre Freunde zu einem online Theaterstück eingeladen. „Die Schildkröte hat Geburtstag“
Gefeiert haben wir dann den 4,5 Geburtstag auf dem Bauernhof – sechs Monate später im August mit Toben in Heu, Kühe streicheln und Traktor fahren. Das Wetter war trotz August richtig mies. Aber den Kindern wars egal. Im nächsten Jahr möchte sie es egal ob Corona oder nicht noch mal so machen.
Im Sommer hat man einfach viel mehr Möglichkeiten.
Hallo Stephi
danke für die Rückmeldung! Wenn du magst mail uns doch ein Foto an info@kingkalli.de und wir fügen deinen Tipp auch noch oben in die Liste ein!
Schöne Grüße, Birgit / KingKalli