Erfahrungsbericht aus der Jugendredaktion: Sommerferien trotz Corona

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Aufgrund der Corona-Pandemie war der Sommerurlaub in diesem Jahr bei vielen eingeschränkt. Meine besten Freunde und ich wollten uns den Spaß trotzdem nicht nehmen lassen und haben uns noch in den Ferien dazu entschieden, einige Tage zusammen wegzufahren. Wir haben den Campingplatz Belle-Vue am See von Robertville in Belgien gefunden. Mit dem Auto ist dieser nur eine Stunde von Aachen entfernt.

Alle angetroffenen Menschen waren sehr freundlich. Zudem sind die Campingplätze und Waschgelegenheiten sehr sauber und auf Hygienemaßnahmen wurde geachtet. In den Wasch- und Toilettenräumen galt die Maskenpflicht und Desinfektionsmittel wurden dort zur Verfügung gestellt.

Wir hatten Bedenken, dass wir Jugendlichen ohne einen Erziehungsberechtigten nicht alleine dort bleiben durften. Wir vier sind alle sechzehn Jahre alt. Doch das stellte sich als unbegründet heraus. Die Mutter einer Freundin, die uns dort hingefahren hat, konnte uns problemlos anmelden. Es war ein verantwortungs- und selbstbewusstes Gefühl, ohne unsere Eltern Urlaub zu machen und beispielsweise das Zelt ganz alleine aufzubauen.

Der See ist vom Campingplatz aus in wenigen Minuten zu erreichen. Wir konnten morgens am See frühstücken und mittags mit unserem Gaskocher unser Essen zubereiten. Wobei dieser am letzten Abend kaputtging, aber wir hatten Glück und unsere freundlichen Nachbarn haben uns ihren Wasserkocher ausgeliehen. Unsere mitgebrachten Essensvorräte haben perfekt ausgereicht. Uns wurde aber auch mitgeteilt, dass es drei Kilometer entfernt einen Supermarkt gibt. Wir hatten also keine Angst zu verhungern.
Den Tag haben wir hauptsächlich mit Schwimmengehen verbracht. An manchen Orten ist das Schwimmen verboten, da es einige Angler gibt. Dennoch kann man zahlreiche Stellen am See finden, an denen man sich niederlassen kann. Wir haben auch einige Urlauber/innen auf Tretbooten gesehen. Die kann man sich wohl ausleihen. Gegenüber vom See liegen kleine Waldflächen und einige Wiesen. Es ist ein sehr naturverbundener Ort. Jeden Abend saßen wir zusammen am See und haben den Sonnenuntergang beobachtet, bis der Himmel ganz dunkel wurde und die leuchtenden Sterne zum Vorschein kamen.

Insgesamt habe ich nur positive Erinnerungen mitgenommen. Wir haben unsere Ferienzeit dort in vollen Zügen genießen können. Es war eine Gelegenheit, den Corona-Alltag hinter uns zu lassen. Auch unsere Eltern waren froh, dass wir trotz der Pandemie die Möglichkeit hatten, ein wenig Urlaubsflair mitzunehmen. Wir nutzten die Zeit, um uns selbst zu reflektieren und zu uns zu finden. Andererseits hat uns der Urlaub enger zusammengebracht. Er hat uns vor Augen geführt, was uns wirklich wichtig ist und was oder wen wir schon nach wenigen Tagen vermissen.

Der kleine Urlaub bot ein Gefühl von Freiheit und Erholung. Dem nächsten Ausflug an den See von Robertville im Sommer fiebern wir schon entgegen.
Text & Fotos: Estelle Storms


Hier ein Link zum Campingplatz. Leider steht dort alles nur auf Französisch.
Man kann aber anrufen und sich auf Englisch und auch teils Deutsch verständigen.
Im Notfall muss halt ein Übersetzer herhalten.
campingbelle-vue.be/fr

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