Der Willkommens-Workshop „Hallo Aachen“ im Centre Charlemagne

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Während des Besuchs beim Workshop „Hallo Aachen“ wird schnell deutlich, wie eine kreative Museumstour und ein paar selbst designte Kleidungsstücke es schaffen können, Jugendlichen aus verschiedenen Ländern die Stadt näherzubringen.
Im Centre Charlemagne durfte ich die internationale Förderklasse der Städtischen Realschule Patternhof in Eschweiler bei einem Workshop begleiten.
Die bunt gemischte Truppe von 15 Schülern im Alter von 14 bis 18 Jahren wurde bei diesem Ausflug von ihren zwei Lehrerinnen begleitet. Am Anfang des Workshops wurden wir von der Kursleiterin Johanna Malich begrüßt. Der Workshop begann, wie sollte es auch anders sein, mit einer Führung durch das Museum des Centre, die von vielen Fragen an die Schüler begleitet wurde, die diese zum Beispiel zum Lesen der Bildunterschriften animierten. Dabei wurden die Schüler auch persönlich angesprochen.
Johanna Malich ist dabei sehr freundlich und enthusiastisch und bringt den Jugendlichen die Stadtgeschichte Aachens mit den vielen verschiedenen Bildern, Skulpturen und Modellen des Museums näher. An alten Fotos von Aachen nach dem Zweiten Weltkrieg bis hin zu einer Figur von Kaiser Karl oder einem Modell des Elisenbrunnens werden die wichtigsten Aspekte der Geschichte von Aachen veranschaulicht. Zum Beispiel wie sehr der Name Aachens an das Wort Wasser geknüpft ist und die Bedeutung der Heilquellen für die Entwicklung der Stadt. Ein Spiel zwischendurch fehlt auch nicht. Die Gruppe sitzt zusammen und versucht mit Hilfe von kleinen Postkarten, die wichtigsten Gebäude Aachens zu beschreiben.

Schade ist meiner Meinung nach nur, dass nicht für alle Bereiche des Museums genug Zeit ist, auch wenn es einen kleinen Moment gibt, um sich umzusehen. Immer im Vordergrund ist das Motto „Hallo Aachen, schön, dass ich hier wohnen darf“, eine Präsentation Aachens auf eine spielerische, interaktive Weise. Man merkt, dass die meisten auch immer interessiert bei der Sache sind, nur selten fängt es im Hintergrund an, unruhig zu werden. Wenn mal ein Wort oder eine Sache für die Schüler unbekannt ist, wie zum Beispiel eine Fischreuse, die man an der Wand sehen kann, sind die Lehrerinnen schnell da, um Unklarheiten zu klären.

 

Der anschließende Besuch der kreativen Werkstatt beginnt mit einer Verkostung von kleinen, typisch harten Printen für alle. Frisch gestärkt und in erheiterter Atmosphäre sollen nun „Hallo Aachen“-T-Shirts hergestellt werden. Ein persönlicher Gegenstand, den man von dem heutigen Ausflug mitnehmen kann. Nach einer kleinen Zusammenfassung des Rundgangs und einer Einführung in Kartoffelstempel und Co. fangen alle auf einem Probelappen an, ihre Kleidungsstücke zu designen. Mit Stiften, Farben und diversen Gegenständen entstehen allerlei Herzen, Sterne und Blumen neben den „Hallo Aachen“-Stempeln, aber auch abstrakte Werke oder andere Sprachen sind als Motive vorhanden. „Die Kartoffelschalen, – da kochen wir nachher Suppe draus“, scherzt Frau Malich zwischendurch, während sie sich bemüht, an allen Tischen zu helfen. Wenn sich mal jemand aus Versehen mit dem Messer verletzt, ist das auch nicht schlimm, man wird schnell verarztet.
Nachdem sie das richtige weiße T-Shirt ausgesucht haben, beginnen alle eifrig mit dem Drucken und Bemalen. Dabei entstehen zahlreiche lustige Motive, wie zum Beispiel „#Team Weddeling“, eine Hommage an eine der Lehrerinnen der Schulklasse. Da fragt dann auch einer der Jungen im Scherz: „Montag keinen Test?“, als er stolz das Team-T-Shirt präsentiert. Zum Schluss werden die Kunstwerke an der Wand aufgehängt und bestaunt. Jeder darf etwas zu seinem Konzept sagen, und ein gemeinsames Gruppenfoto verewigt den Ausflug für alle.

Kursleiterin Johanna Malich, die früher selbst Lehrerin war und diesen Kurs mitkonzipiert hat, erzählt, dass der Willkommens-Workshop, ein Versuch sei, die Verbindung von Aachen, Kunst und Heimatkultur zu veranschaulichen.
Nachdem die Lehrerinnen letztes Jahr schon einmal mit ihren Klassen bei dem Workshop mitgemacht hatten und dieser sehr gut aufgenommen wurde, sind sie dieses Jahr wieder dabei. Ich kann verstehen, warum, denn es ist ein schöner Workshop, um etwas gemeinsam zu machen und gleichzeitig ein bisschen mehr über Aachen und die Geschichte der Stadt zu erfahren.

Die Anmeldung erfolgt über den Museumsdienst der Stadt Aachen.



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