Filmtipp für die Feiertage: Neue Geschichten vom Pumuckl

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Hurra, hurra, der Kobold mit dem roten Haar – hurra, hurra, der Pumuckl ist da.
An den Weihnachtstagen kommen die Folgen der neuen Serie im RTL-Free-TV bevor sie dann Silvester auch auf Super-RTLs Kindersender „Toggo“, dessen App und Online-Seite zu sehen bzw. abrufbar sein werden.
Wenn die Feiertage vorbei sind, müssen Pumuckelfans dann wieder
auf den bezahlpflichtigen Streamingdienst RTL+ zugreifen, um die Folgen zu sehen.

In den Jahren 1982/83 und 1988/89 wurden in der ARD insgesamt 52 Folgen der Serie „Meister Eder und sein Pumuckl“ ausgestrahlt, basierend auf den ursprünglich für Hörspiele konzipierten Geschichten der Autorin Ellis Kaut. Die Episoden um den Münchner Schreinermeister Franz Eder und seinen (gezeichneten) Kobold Pumuckl wurden ein Riesenerfolg und gingen in die deutsche TV-Geschichte ein. Es erschienen 1994 und 2003 noch zwei Kinofilme sowie 1999 die 13-teilige TV-Serie „Pumuckls Abenteuer“, die allerdings auf einem Schiff und nicht mehr in der Schreinerei spielte – danach war dann Schluss. Nun wurden, fast niemand hätte damit noch vor wenigen Jahren gerechnet, 13 neue, 25-minütige Folgen gedreht. Seit dem 11. Dezember sind sie auf dem Streamingdienst RTL+ verfügbar.

Florian Eder (Florian Brückner) und seine Schwester Bärbel (Ina Meling) erben darin dreißig Jahre nach dem Tod ihres Onkels Franz dessen Schreinerei – und mit ihr auch den Streiche spielenden Kobold Pumuckl, nachdem dieser mal wieder am Leimtopf kleben geblieben ist. Wie gewohnt neckt, wegversteckt und fabuliert der normalerweise unsichtbare kleine Kerl mit dem roten Wuschelkopf was das Zeug hält, hat dabei ebenso wie Florian das Herz am rechten Fleck und beschert dem Publikum mal amüsante, mal anrührende bis ernsthafte Momente, insbesondere in der herausragenden zweiten Folge, die sich mit dem Thema Tod beschäftigt und eine wunderbare Hommage an Gustl Bayrhammers Meister Eder ist.

Apropos Hommage: Der Kabarettist und Schauspieler Maximilian Schafroth verleiht Pumuckl nun seine Stimme. Diese wurde allerdings mittels KI an die des großen, 2005 verstorbenen Hans Clarin mehr als nur angenähert – kein Wunder, hatte dessen grandiose Interpretation in Hörspielen und TV doch maßgeblichen Anteil am Erfolg der Figur. Und was soll man sagen: das Experiment ist famos geglückt und klingt erschreckend gut – wer möchte, kann beim Streaming via RTL+ allerdings auch Schafroths „ungepitchte“ Version auswählen. Nicht zuletzt kommt es aber in Sachen Qualität vor allem auf die erzählten Geschichten und die skizzierten Charaktere an. Doch auch in dieser Hinsicht ist die Neuauflage, trotz – oder gerade wegen – der einen oder anderen behutsamen Modernisierung, höchst gelungen ausgefallen. Freuen darf man sich auf eine Verbeugung vor dem Original, ein Fest für Nostalgiker, das jedoch ausreichend Eigenständigkeit aufweist und Kindern wie Erwachsenen auch heutzutage wieder beste Unterhaltung bietet. In diesem Sinne: Pfiati, Staffel 2, bitte kommen!

D 2023 | Regie: Marcus H. Rosenmüller | mit Florian Brückner und mit der Stimme von Maximilian Schafroth | 13 x 25 Min.

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