Was kommt im Kino? Filmstart-Tipps für Familien für Januar 2020. Zusammengestellt von der KingKalli-Filmredaktion.
Thomas & seine Freunde – Große Welt! Große Abenteuer!
Kinostart: 02.01.2020 | GB 2018 | Regie: David Stoten | mit den Stimmen von Christian Stark, Franziska Trunte, Achim Buch | 82 Min. | FSK: ab 0 Jahren
Und sie fährt und fährt und fährt: Thomas, die kleine Lokomotive, tauchte 1946 zum ersten Mal im zweiten Band von „The Railway Series“ auf, die der englische Pfarrer Wilbert Vere Awdry schrieb, um ganz junge Zugfans altersgerecht, aber trotzdem realistisch über das Eisenbahnwesen zu informieren. Er und nach ihm sein Sohn Christopher schrieben insgesamt 42 Bücher, 2011 erschien das endgültig letzte. In Großbritannien zählen sie zum Kulturgut, während sie bei uns weniger bekannt sind. Seit 1984 werden die kurzen Geschichten auch in TV-Trickfilmepisoden erzählt, bis heute wurden 560 Folgen sowie zwölf Specials produziert. Im Jahr 2000 floppte ein Realspielfilm mit Alec Baldwin allerdings kolossal in den Kinos, dieser neue Versuch setzt daher auf das bewährte Computeranimationsformat. Von der extrem simplen Story sind selbst Kindergartenkinder nicht überfordert, Ältere dürfte das Gezeigte jedoch kaum noch interessieren: Thomas macht eine Erdumrundungsfahrt und lernt dabei neue Freunde kennen, während der dicke Kontrolleur ihm hinterherreist, um ihn zurück nach Hause zu bewegen.
https://www.youtube.com/watch?v=ozB5zE9ngj0
Vier zauberhafte Schwestern
Kinostart: 09.01.2020 | D 2019 | Regie: Sven Underwaldt | mit Laila Padotzke, Leonore von Berg, Lilith Julie Johna, Hedda Erlebach | 97 Min. | FSK: ab 0 Jahren
In ihrer englischen Heimat war der Kinderbuchautorin Sheridan Winn mit ihrer 2008 begonnenen Reihe „The Sprite Sisters“ nur mäßiger Erfolg beschieden. Anders bei uns, wo die Serie seit 2011 als „Vier zauberhafte Schwestern“ immer mehr Leser findet und es mit zehn regulären Bänden und vier Prequels bereits fast doppelt so viele Bücher gibt wie in Großbritannien. Vor allem Mädchen im Grundschulalter erfreuen sich an den Erlebnissen der vier Cantrip-Schwestern, die jeweils an ihrem neunten Geburtstag eine andere übernatürliche Gabe entwickelt haben, die sie eines der Elemente Feuer, Wasser, Erde oder Luft beherrschen lässt. Ein wenig mutet das natürlich wie eine explizit mädchenhafte Variante von „Harry Potter“ an, aber sei’s drum, wenn’s offenbar so vielen Kindern gut gefällt. Ob das auch für die Filmversion gilt, ist allerdings noch völlig unklar, bis Redaktionsschluss gab es nicht einmal einen Teaser zu sehen. Fest steht nur, dass Band 1 adaptiert wurde und die Cantrips es mit der dunklen Zauberin Glenda (Katja Riemann) zu tun bekommen, die die Schwestern gegeneinander aufbringen will.
Die Wolf-Gäng
Kinostart: 23.01.2020 | D 2019 | Regie: Tim Trageser | mit Aaron Kissiov, Johanna Schraml, Arsseni Bultmann | Laufzeit und FSK noch unbekannt
Wolfgang Hohlbein dürfte Genrefans als Autor zahlloser Fantasy-, Science-Fiction- und Horror-Romane für Erwachsene bekannt sein. Mit „Die Wolf-Gäng“ schuf er 2007 eine kurzlebige, fünf- bzw. sechsteilige – die letzte Geschichte erschien nur noch in Hörspielform – Reihe für Kinder, die sich ebenso wie „Vier zauberhafte Schwestern“ bisweilen ziemlich dreist, wenn auch recht unterhaltsam am großen Vorbild „Harry Potter“ bedient. Trotz des überschaubaren Erfolgs der Vorlage haben die Produzenten auf der Suche nach noch unverfilmten Roman- und Hörspielstoffen diese nun aus der Versenkung geholt. Vlad, der Vampir, der kein Blut sehen kann, Faye, die Fee mit Flugangst, und Wolf, der Werwolf mit Tierhaarallergie, dürfen nun im Kino erleben, dass es an der renommierten Penner-Akademie in Crailsfelden nicht mit rechten Dingen zugeht, und müssen verhindern, dass der Bürgermeister großes Unheil heraufbeschwört. Gezeigt wurde der Film der Presse vorab nicht, der Trailer sieht nach klassisch deutscher, etwas bemüht wirkender Kinderbuchfilmkost mit Fantasyelementen und annehmbaren Spezialeffekten aus.
Die Heinzels – Rückkehr der Heinzelmännchen
Kinostart: 30.01.2020 | D 2019 | Regie: Ute von Münchow-Pohl | mit den Stimmen von Jella Haase, Louis Hofmann, Detlef Bierstedt | 78 Min. | FSK: ab 0 Jahren
Heinzelmädchen Helvi hat es satt, sich wie ihre Eltern, Großeltern und Vorfahren weiter unter der Erde vor den Menschen zu verstecken. So gefährlich werden die doch schon nicht sein! Mit zunächst unfreiwilliger Unterstützung der Heinzeljungs Kipp und Butz begibt sie sich in die Oberwelt Kölns, wo sie Konditormeister Theo dabei helfen, gegen seinen Großfabrikanten-Bruder aufzubegehren. „Wie war zu Köln es doch vordem mit Heinzelmännchen so bequem!“ – ob August Kopischs berühmte Ballade „Die Heinzelmännchen zu Cölln“ von 1836 und die zugehörige Sage heute noch vielen Kindern bekannt sind oder ihnen durch die multimedial torpedierte aktuelle Elterngeneration verloren gegangen sind, ist unklar. Fest steht aber: Mit diesem sowohl erzählerisch wie visuell gelungenen Computeranimationsfilm werden sie beiden Altersgruppen auf angenehme, beseelte Weise (wieder) präsent gemacht. Regie führte Ute von Münchow-Pohl, die u. a. schon mit „Die Häschenschule – Jagd nach dem goldenen Ei“, „Kleiner Dodo“ und den ersten beiden „Der kleine Rabe Socke“-Filmen ein Händchen fürs Trickfilmgenre bewiesen hat.
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