Caritas schließt Secondhandladen in Aachen – fast zeitgleich neues Sozialkaufhaus in Alsdorf

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Archivbild: Birgit Franchy

Nach zwölf Jahren schließt die Caritas Aachen ihr umfangreiches Second-Hand-Angebot „fairKauf“ in der Wirichsbongardstraße.
In Alsdorf eröffnet der Verein für allgemeine und berufliche Weiterbildung (VabW) ein neues Sozialkaufhaus.

Eine der Hauptursachen für den Entschluss den fairKauf zu schließen, liegen laut des Leiters des Referats Eingliederung, Peter Krosch, in der Entwicklung auf dem weltweiten Altkleidermarkt. „Gerade die Entsorgung nicht verwertbarer Kleidung ließ sich nicht mehr finanzieren. Die Sortierung erfordert einen hohen personellen Aufwand, besonders die sogenannten Müllspenden – also nicht verkaufsfähige Ware – verursachen immense Kosten.“
Krosch nennt als weitere Faktoren für die Geschäftsaufgabe zum 15. November 2021 den Wegfall geförderter Beschäftigungsmaßnahmen sowie hohe Mietkosten.
Durch die lange Lockdown-Phase bedingt durch die Corona Pandemie kamen zusätzlich gravierende Einnahmeverluste hinzu.

„Doch die Aufgabe des Geschäftsbetriebes in der Wirichsbongardstraße bedeutet nicht, dass wir uns gänzlich aus dem Second-Hand-Verkauf zurückziehen werden“ kündigt Krosch künftige Aktivitäten an, „denn für uns ist Second-Hand sozial und nachhaltig und somit auch zukünftig Bestandteil unserer Verbandsaktivitäten.“
Derzeit plant die Caritas, ab Februar in exponierter Lage in der Innenstadt mit einem neuen Konzept, einem verkleinerten Sortiment und einer gewohnt fairen Preispolitik, wertige Second-Hand-Kleidung anbieten zu können.
So können auch alle Mitarbeiterinnen des fairKaufs weiter beschäftigt werden.Ab sofort beginnt der Räumungsverkauf für alle, die bis Mitte November noch Schnäppchen aus dem Bestand des fairKaufs ergattern möchte.
Neue Kleiderspenden können aufgrund der Schließung des Standortes nicht mehr angenommen werden.
Hier verweist die Caritas auf ihre Kooperationspartner im „Bündnis Aachen Fairwertet“, aachen-fairwertet.de

Alsdorf: Sozialkaufhaus „Möbelchancen“ des VabW startet am Denkmalplatz

Eine zweite Chance für alte Möbel wird es ab sofort in Alsdorf geben: Mit dem Sozialkaufhaus „Möbelchancen“ hat der Verein für allgemeine und berufliche Weiterbildung (VabW) eine Anlaufstelle am Denkmalplatz 37 geschaffen, die mehrere Ziele verfolgt. Kundinnen und Kunden können hier zunächst einmal gebrauchte Einrichtungsgegenstände erstehen, die günstig angeboten werden. „Wir wollen beispielsweise für Menschen da sein, die ihre erste Wohnung ausstatten, für Alleinerziehende, für Menschen mit Fluchthintergrund, für nicht-erwerbsfähige Menschen im Leistungsbezug oder in Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie für Menschen, die sonstige Hilfen benötigen“, sagte VabW Geschäftsführer Frank Numan bei der Eröffnung des Sozialkaufhauses. Auch selbst hergestellte oder aufbereitete Produkte werden bei Möbelchancen“ präsentiert, die in den verschiedenen Qualifizierungsprojekten des VabW entstanden sind. Zugleich können Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Projekten in Verkaufsgesprächen soziale und fachliche Kompetenzen erlernen und durch das Feedback der Kundinnen und Kunden Motivation erlangen. „Hier werden die Beteiligten viele wertvolle Erfahrungen sammeln können“, sagte Bürgermeister Alfred Sonders als Vorsitzender des VabW. Er sieht das Projekt als gute Ergänzung zu bestehenden Angeboten in Alsdorf – etwa dem „Teil- und Tauschring“ in der Luisenpassage bei ABBBA e. V., dem Deutschen Roten Kleiderladen des DRK oder der Kleiderkammer St. Castor. „Das ist ein weiterer guter Baustein, um die Teilhabe von Menschen zu fördern.“
Zu Beginn soll es im Sozialkaufhaus „Möbelchancen“ zwei Öffnungstage geben: dienstags von 10 bis 13 Uhr und donnerstags von 15 bis 18 Uhr. Der VabW freut sich über Spender, die Möbel und andere Dinge zur Weiterverwendung zur Verfügung stellen möchten.
Auch Ehrenamtler, die das Projekt unterstützen möchten, sind willkommen.
Kontakt ist möglich unter 0151 53869811 sowie per Mail: info@vabw.de

Pressemitteilung der Caritas Aachen und der Stadt Alsdorf

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