Erlebnisreicher Vormittag mit Unihits für Kids an der RWTH Aachen

in Aktuelles um die Ecke
Foto: Alyssa Bock

Neue technische Entwicklungen liegen in der Hand des zukünftigen Nachwuchses in der Wissenschaft. Um Schülerinnen und Schüler schon jetzt an die MINT-Fächer heranzuführen und dafür zu begeistern, ermöglichen verschiedene Institute der RWTH Aachen einen Einblick in ihre Forschungsarbeit. Das am Institut für Erziehungswissenschaft angesiedelte Lehr- und Forschungsgebiet Allgemeine Didaktik mit dem Schwerpunkt Technik- und Medienbildung der RWTH Aachen bietet seit 2005 das Projekt Unihits für Kids an. In dessen Rahmen können Schülerinnen und Schülern der sechsten und siebten Klassen Institute der RWTH besuchen, wodurch ihr Interesse für MINT-Fächer geweckt und vertieft werden soll. Hierbei können die Kinder zwischen den Instituten der Fachgruppe Physik, dem Gießerei-Institut, dem Lehrstuhl für Stahl- und Leichtmetallbau (SLA) und dem Institut für Luft- und Raumfahrtsysteme (ILR) sowie dem Schülerlabor „InfoSphere“ Informatik wählen. „Dieser Tag soll vor allem den Schülerinnen zeigen, dass auch Frauen in MINT-Fächern eingebunden sind, und den Blick auf die naturwissenschaftlichen und technischen Studienfelder lenken“, so Rebecca Richstein, wissenschaftliche Mitarbeiterin des SLA.

Foto: Alyssa Bock

Am 11. März 2020 hatten die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klasse des Gymnasiums der Stadt Würselen die Möglichkeit, einen Einblick in die Räumlichkeiten und die Forschung des Instituts für Strukturmechanik und Leichtbau sowie der Luft- und Raumfahrtsysteme zu erhalten.
Um neun Uhr begann der interaktive Vormittag mit einer Begrüßung durch den Institutsleiter Prof. Dr. Kai-Uwe Schröder. Er ermunterte die Kinder, im Laufe des Vormittags viele Fragen zu stellen und sich aktiv an den Stationen zu beteiligen, ganz nach dem Motto: „Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm.“ Am Ende des Tages konnten die Kinder auf Basis des gesammelten Wissens ein eigenes Flugzeug entwerfen.

Foto: Alyssa Bock

Die Führung begann mit der ersten Station, bei der ein Ergebnis der aktuellen Forschung vorgestellt wurde. Das Modell des neuen upBusses für Aachen wurde erklärt und konnte sogar durch eine VR-Brille von jedem Kind betrachtet werden. Im Praktikumsraum wurden die Schülerinnen und Schüler selber aktiv. Rebecca Richstein vermittelte spielerisch Wissen über den Leichtbau und dessen Verwendung bei Flugzeugkonstruktionen. Die verschiedenen Materialien und Modelle konnten von den Kindern in die Hand genommen und ihre Fragen ausführlich beantwortet werden. Ihr neues Wissen stellten die Schülerinnen und Schüler anschließend in einem kleinen Wettbewerb unter Beweis. In Kleingruppen wurden möglichst leichte und stabile Konstruktionen aus Papier und Kleber gebastelt, die so viele Gummibärchen-Tüten tragen sollten wie möglich. Der Ansporn unter den Kindern war groß, da die gezählten Tüten schließlich mit nach Hause genommen werden durften. Dementsprechend stellten alle Gruppen kreative und einfallsreiche Ideen vor.

Besondere Begeisterung kam auf, als bei der nächsten Station am Fallturm ein schweres Gewicht aus vier Metern Höhe auf ein Metallrohr fallen gelassen wurde. Hierbei wurde veranschaulicht, wie sich Kraft und Energie auf das Material auswirken.
Weiter ging es zur Abwechslung in den Keller des Instituts. Am kleinen Windkanal konnten Auftrieb und Widerstand eines Flugzeugflügels ausprobiert und variiert werden. Der anschließende Blick in den großen Windkanal, in den sich die Kinder stellen konnten, hinterließ einen sichtbar bleibenden Eindruck.
An der letzten Station konnten die Schülerinnen und Schüler zeigen, was sie an ihrem Tag in der RWTH gelernt haben. Mithilfe eines speziellen Computerprogramms sollte das eigene Flugzeug mit der größtmöglichen Reichweite entworfen werden.
Zum Abschluss konnten sich alle Kinder als Flügelexperten ausweisen und bekamen eine Urkunde überreicht. Nicht nur eine dreidimensionale Ansicht des selbst entworfenen Flugzeugs, sondern auch die Reichweite ab Frankfurt am Main war darauf abgebildet und wurde unter den Kindern begeistert verglichen. „Alle Stationen waren sehr interessant und abwechslungsreich, und die Erklärungen konnte man gut verstehen“, so ein Schüler der Gruppe.

Schulklassen können sich über das Antragsformular des Instituts für Erziehungswissenschaft der RWTH anmelden:
ezw.rwth-aachen.de/cms/EZW/Das-Institut/Professuren-i/Allgemeine-Didaktik-mit-dem-Schwerpunkt/~ekph/Unihits-fuer-Kids

Ein Beitrag von unseren Praktikantinnen Alyssa Bock und Alina Keuter

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