Draußen mit anderen Kindern spielen und toben ist doch das Größte. Das Wetter spielt dabei eigentlich kaum eine Rolle, denn wer mit seinen Freunden zusammen ist, fühlt sich wohl und geborgen. Auch wenn’s mal regnet.
Wenn Kinder mit ihren Freunden draußen spielen, können sie ihren Bewegungsdrang voll ausleben. Ganz nebenbei trainieren sie außerdem ihre Motorik, üben sich im Teamplay und lernen, dass das Gewinnen nicht das Wichtigste ist, sondern der Spaß. Jule, Leo, Mathilda, Veronique, Tilda, Ellen und Paula der Hund haben für KingKalli ein paar Spiele ausprobiert:
Parcours
Für dieses Spiel brauchen die Kinder in der Regel keine Anleitung. Sie finden ihren Parcours meist intuitiv selbst: „Wo ist die nächste Mauer, über die wir balancieren können?“, „Nicht auf die Rillen treten“, „Hier entlang klettern, folgt mir“.
Parcours kann wirklich fast überall gespielt werden, auch mal bei einer Städtebesichtigung, die für manche Kinder ansonsten vielleicht eher öde ist. Gewinner gibt es hierbei nicht, aber viel Teamgeist und gegenseitige Hilfestellung.
Murmelspiel
Das Murmelspiel oder auch nur Murmeln ist ein auf der ganzen Welt verbreitetes Kinderspiel. Die Varianten sind hierbei so zahlreich wie die Farben der Murmeln, und es gibt sogar eine Weltmeisterschaft, die jedes Jahr in Prag stattfindet.
Wir haben einfach in den Erdboden ein kleines Loch gegraben und nach diesen Regeln gespielt: Jedes Kind wirft drei Murmeln aus einer vorher ausgemachten Entfernung (circa 3 Schritte). Je nachdem, in welchem Abstand die geworfenen Murmeln zum Loch landen, wird weitergespielt: Der Spieler, dessen Murmel bereits im Loch gelandet ist oder dessen Murmel dem Loch am nächsten liegt, darf beginnen. Er kickt oder schnippt die am Boden liegende Kugel mit dem Finger in Richtung Loch. Verfehlt er, ist der nächste an der Reihe. Wer seine Kugeln als erster eingelocht hat, gewinnt. Der Sieger erhält alle Murmeln, die noch nicht im Loch liegen. Die anderen können den Gewinner aber wieder herausfordern, um die verlorenen Murmeln zurückzugewinnen. Am Schluss werden die Murmeln wieder aufgeteilt.
Murmelbahn
Im Sandkasten, auf dem Spielplatz oder einfach auf einem Grashügel: Überall, wo erdiger Boden ist, können Murmelbahnen gebaut werden. Alles, was benötigt wird, sind Murmeln, Kreativität und etwas Geduld. Aber Achtung! Es ist gar nicht so einfach, das richtige Gefälle zu finden und die Breite und Festigkeit der Murmelbahn so zu bauen, dass die Kugeln möglichst flüssig über die Bahnen rollen. Kleine Treppen, Sprungschanzen, Hügel und Brücken aus Rinde, Stöckchen und Steinen können aus den Murmelbahnen wahre Kunstwerke machen.
Flaschenkegeln
Beim Grillen im Park fällt meist Altglas an. Macht doch mal ein lustiges Geschicklichkeitsspiel draus: Fürs Flaschenkegeln werden die Flaschen wie Kegel aufgestellt. Ein Spieler bleibt als Aufsteller bei den Flaschen stehen, während die anderen Mitspieler aus einer vorher festgelegten Entfernung (circa 10 große Schritte) einen Fußball in Richtung Kegel rollen und versuchen, so viele wie möglich abzuräumen. Der Spieler, der die meisten Flaschen abräumt, ist der Kegelkönig der jeweiligen Runde.
Sollten nicht genügend Spieler vorhanden sein, finden sich auf dem nächsten Spielplatz mit Sicherheit schnell ein paar Mitkegler.
König der Affen
Jetzt darf gerannt werden: Jedes Kind steckt sich einen circa 100 cm langen Wollfaden hinten in die Hose oder in den Rock. Das sind die Affenschwänze. Auf Kommando rennen alle Affen los und jeder versucht, dem anderen seinen Schwanz zu klauen. Wer als letzter noch einen Schwanz hat, ist „König der Affen“.
Crossboccia
Crossboccia ist eine Abwandlung des Spiels Boule und kann wunderbar im Park, Wald oder auf dem Spielplatz gespielt werden. So geht’s: Pro Person werden drei Paar möglichst verschiedenfarbige Socken mit Sand gefüllt und dienen als Spielkugeln. Eine leere Dose oder Flasche wird als Ziel an einem vorher festgelegten Ort aufgestellt, z. B. im Sandkasten oder auf einer Parkbank. Jetzt versuchen die Kinder nacheinander, ihm durch Werfen der Sandsocken aus einer festgelegten Entfernung (je nach Alter der Kinder circa 10 Schritte) möglichst nah zu kommen. Es ist erlaubt, die Socken der anderen durch Werfen vom Ziel wegzudrängen. Jeder Spieler hat drei Versuche. Gewinner ist derjenige, der seine Socke am nächsten zum Ziel wirft.
Tunneln
Die Kinder stellen sich breitbeinig hintereinander auf, sodass ein möglichst langer Tunnel entsteht. Jetzt versucht der erste Spieler, den Fußball durch den Tunnel zu schießen. Der Ball darf möglichst keinen Fuß berühren. Der Spieler stellt sich nach dem Schuss wieder hinten an und der nächste ist an der Reihe.
von Andrea Claessen, 2019 (aber immer aktuell :)

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