DIY: Upcycling von alter Kleidung

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Bei jedem ist irgendwann die Lieblingskleidung löchrig oder sie gefällt nicht mehr. Das führt dazu, dass die Kleidungsstücke entweder im hinteren Teil des Schranks oder im Müll landen. Aber warum nicht dem alten Pullover oder der alten Hose eine zweite Chance geben?

 

Für Anfänger: Shorts aus alter Jeans

Wahrscheinlich kennen alle das Problem: Die Jeans reißt auf einmal an irgendeiner Stelle auf und die Hose ist scheinbar nicht mehr zu gebrauchen. Bei Beschädigungen an den Hosenbeinen kann man eine Schere nehmen, die Jeans in gewünschter Länge abschneiden und aus ihr Shorts für den Sommer machen. Wer nicht so radikal mit der geliebten Hose umgehen möchte, kann die Löcher auch mit Wolle oder Stoffresten verschönern und verschließen. So erhält man eine individuellere Jeans oder Hose, die man problemlos weitertragen kann.

 

Kissenbezug aus altem Pullover

Auch für alte Pullover gibt es eine Verwendung, wenn sie einem nicht mehr gefallen, zu klein geworden sind oder Ähnliches. Man kann sie zum Beispiel zu einem Kissenbezug umfunktionieren. Man schneidet von der Unterseite nach oben hin den Pullover in gewünschter Größe ab, sodass man eine rechteckige Form erhält. Am besten wird dabei eine Seite länger abgeschnitten,  um sie für die an der Öffnung später angebrachten Knöpfe als Verschluss benutzen zu können. Anschließend werden alle offenen Kanten zugenäht bis auf die zukünftige Kissenöffnung mit der etwas längeren Seite. Wichtig dabei ist es, dass die Innenseite beim Nähen nach außen zeigt, dann sind die Nähte nachher nicht mehr zu sehen. Dann mit ein paar Knöpfen zunähen und, wenn man möchte, noch mit verschiedenen Accessoires verschönern. Pullover sind besonders kuschelige Kissenbezüge, aber auch alte Hemden oder T-Shirts können hierfür verwendet werden.

 

Sockenpuppe oder Sockenmonster aus alten Socken

Wenn man mal wieder eine Socke in der Waschmaschine verliert oder eine von beiden Socken plötzlich ein Loch hat, gibt es auch hier einen cleveren Weg, sie wiederzuverwenden. Man lässt sie nach ein paar Handgriffen als Sockenpuppe auferstehen. Dazu wird ein ovales Stück Filz oder ein anderer passender Stoffrest als Mund auf die Socke genäht und mit einem gleichförmigen und in der Mitte gefalteten Stück Pappe in der Socke stabilisiert. Anschließend werden ein paar Details und Augen hinzugefügt.

Als Alternative kann man die Socke auch zum Kuschelmonster umnähen. Dafür dreht man die Socke auf links und näht ein eckiges „U“ in die Fußsohle. Anschließend den inneren Teil des „U“ mit drei Millimeter Abstand zur Naht herausschneiden und die Socke auf rechts wenden, um die entstandenen Zipfelohren zu verknoten. Den Kopf und Körper mit Watte oder Füllwatte (oder eventuell Woll- und Stoffresten) füllen und auf der ehemaligen Ferse ein Gesicht aufmalen oder sticken. Zum Schluss muss die Socke nur noch am unteren Ende zugenäht werden.

Anleitung Handpuppe: talu.de/handpuppen-selber-machen     

Anleitung Sockenmonster: burdastyle.de/diy-sockenmonster

 

Einkaufstasche aus Stoffresten oder alter Kleidung

Wenn man nach praktischen Alternativen für die alten Kleidungsstücke sucht, kann man sie auch in alltagstaugliche Einkaufstaschen verwandeln, um den eigenen Verbrauch von Plastikbeuteln zu reduzieren. Falls die Tasche stabiler sein soll, sind Baumwolle oder Leinen gut geeignet. Man braucht nur ein 40 x 90 Zentimeter großes Stoffstück und zwei 45 x 8 Zentimeter lange Stoffstreifen. Das große Stoffstück wird quer gefaltet und an den Seiten mit einem Zentimeter Abstand zusammengenäht. Für die Henkel werden die Stoffstreifen auf beiden Seiten mit jeweils einem Zentimeter eingeschlagen und dann mit der schönen Seite nach außen in der Mitte gefaltet. Anschließend werden die offenen Kanten der Henkel zugenäht. Die obere Kante des halbfertigen Beutels wird auf der unschönen Seite einmal nach außen umgeschlagen und die Enden der Handgriffe werden unter der gefalteten Oberkante platziert. Zum Schluss nur einmal an der oberen Kante herum nähen, womit die Henkel gleichzeitig auch fest angebracht werden. Wer mehr Stabilität will, näht die Griffe zusätzlich fest. Dann nur noch umdrehen und fertig ist die neue „alte“ Einkaufstasche.

Anleitung: smarticular.net/einkaufstasche-naehen-einkaufsbeutel-stoffbeutel-statt-plastiktuete

 

Kinderkleidung aus alten Kleidungsstücken

Die ausgedienten Kleidungsstücke der Eltern können auch zu Kinderkleidung umfunktioniert werden. Ein Beispiel dafür wäre ein altes Hemd, das zu einem Mädchenrock umgenäht werden kann. Dafür wird der untere Teil des Hemdes in gewünschter Rocklänge abgeschnitten, die Knopfleiste zugenäht und anschließend wird die obere Kante mit drei Zentimeter Breite auf die Innenseite gefaltet und mit seitlichen Öffnungen für das Gummiband abgesteppt. Die alten Ärmel des Hemdes werden leicht schräg abgeschnitten. Außerdem wird ein Gummiband, am Kind abgemessen, in den gesteppten Tunnel eingezogen und anschließend zusammengenäht. Die Schnittkanten der Ärmel werden nach innen eingeschlagen und die Ärmel an der Vorderseite des Rocks jeweils an beiden Seiten angenäht. Sie können nun wie ein Gürtel zusammengebunden werden.

Anleitung: burdastyle.de/diy-kinderrock-aus-einem-hemd-naehen

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