Katzen in reiner Wohnungshaltung haben, im Gegensatz zu Freigängern, einen begrenzten Lebensraum. Daher erfreuen sich Wohnungskatzen besonders über Abwechslung, wie z. B. die Möglichkeit, die dritte Dimension des Raumes zu erschließen. Katzen suchen schließlich instinktiv Aussichtsplätze an erhöhten Punkten, denn von dort aus haben sie alles unter Kontrolle. Zudem können sie ihren Menschen im wahrsten Sinne auf Augenhöhe begegnen und z. B. durch Nasestupsen und Kopfreiben begrüßen. Wer sich also immer wieder über die Katze auf dem Küchentisch ärgert, kann dem pelzigen Mitbewohner vielleicht einen alternativen Platz anbieten.
Ein Klettergarten für Katzen benötigt nicht mehr Platz als die Raumhöhe, sieht schön aus und vergrünt die Wohnung.
Man braucht: So viele Spanholzkisten, z. B. Mandarinenkisten, wie man Treppenkästen bauen will, Spanholzbastelplatten (ca. 3 mm), L-förmige Hakenschrauben oder Schrauben und Unterlegscheiben, je nach Wandbeschaffung geeignete Dübel, Holzleim, Cutter oder Laubsäge, feines Schleifpapier, kleine Nägel, hängende Topfpflanzen, Übertöpfe, eventuell Wandfarbe und zusätzliche Regalbretter und Materialien für weitere Stufen.
So gehts: Am wichtigsten für den Klettergarten ist, dass die Katze einen sicheren Tritt hat, sonst wird sie den Kletterspaß eventuell ablehnen. Wer will schon über eine baufällige Brücke klimmen nur wegen der schönen Aussicht am anderen Ende? Da die Obstkisten dem Gewicht der Katze also unbedingt standhalten müssen, empfiehlt es sich, die Wände mit Spanholzbastelplatten zu verstärken. Dazu das Bastelholz auf die benötigte Größe schneiden und die Ränder eventuell mit Schleifpapier glatt schleifen. Mit Holzleim auf alle Flächen der Kisten kleben, die von den Katzen betreten werden. Zur Wandmontage eignen sich die Obstkistenböden sehr gut: Zuerst die Dübel an gewünschter Stelle in die Wand bringen, dann L-förmige Haken in die Dübel schrauben, an denen die Bodenlöcher eingehakt werden können. Die Wandhaken so fest ziehen, dass die Kisten nicht wackeln. Alternativ anstelle der Haken Schrauben und Unterlegscheiben verwenden. Die Kisten in ca. 30 cm Abstand (für bequeme Katzen ), bzw. ca. 40 cm (für sportliche) anbringen. Für ein stimmiges Gesamtbild kann man die Innenflächen in der Farbe der Wand streichen. Damit die Pflanzen und Gegenstände nicht rausfallen, eignet sich ein Streifen Bastelholz als Geländer, der einfach an den Kanten der Kisten verleimt oder in die Eckhölzer genagelt wird. Fertig ist das Kletterparadies.
Tipp: Zum Kennenlernen des Klettergartens der Katze ein paar kleine Leckereien auf die Stufen legen.
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