Die Welt retten mit KingKalli 7: An der Seite der Jugend – Parents for Future

Bei Printen und Tee wird im Dezember in gemütlicher vorweihnachtlicher Runde über das Klima diskutiert. Dem Vorbild der Jugendlichen von Fridays for Future folgend, setzen sich auch immer mehr Erwachsene dafür ein, ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Als Parents for Future engagieren sich mittlerweile knapp 300 Ortsgruppen über ganz Deutschland verteilt – so auch in Aachen. „Unser Ziel ist es, dass sich möglichst viele angesprochen fühlen und wir Wissen weitergeben können“, wünscht sich Ingrid Dahmen von P4F. „In Zukunft möchten wir dies auch in Schulen und Kitas tun.“

Im Zentrum steht zudem natürlich das Bestreben, dass die Forderungen hinsichtlich des Klimawandels in der Politik ankommen und dass sich möglichst viele Leute mit den politischen Zielen von FFF solidarisieren. „Eigentlich wusste ich schon viele Jahre, dass was im Argen ist“, erzählt Verena Sanders davon, wie sie zu P4F gekommen ist. „Fridays for Future war der Anstoß – jetzt hat einer angefangen und man kann mitmachen!“ Hinsichtlich ihrer Beweggründe, sich einzusetzen, teilen sie und viele der Parents die gleiche Intention – Sorge um die Zukunft der Kinder und das Bedürfnis nach Auseinandersetzung mit der Frage, was auf diese einmal zukommen wird. Inspiriert durch das Engagement der Jugendlichen stellten sie sich die Frage: Was können wir machen, um die Jugend zu unterstützen? So startete zu Beginn des letzten Jahres die Ortsgruppe Aachen mit regelmäßigen Stammtischen zum gemeinsamen Austausch. Die Unterstützung der Fridays sieht mittlerweile ganz vielfältig aus. Sie unterstützen sie bei den Demos, informieren an Ständen, helfen bei der Gestaltung von Plakaten, kochen und backen für die Jugendlichen. „Die Organisation selbst wird aber weiterhin von den Fridays gemacht“, so Sanders. Zudem veranstalten die Parents eigenständig sogenannte Inspirations-for-Future-Abende – offene Themenabende, die ein Forum für Informationen, Vorträge, Filme und die Diskussion rund um den Klimaschutz bilden. Am heutigen Inspirations-Abend stellt Sarah Göttlicher das Konzept von Ökoprofit vor. In dem lokalen, vom Land geförderten Projekt werden in einem Zeitraum von einem Jahr Unternehmen aus den verschiedensten Bereichen in Sachen Umweltschonung und Nachhaltigkeit beraten, geschult und abschließend zertifiziert. „Ich habe das Gefühl, dass viele Unternehmen auf die Umwelt achten, was vor ein paar Jahren noch anders war“, erzählt Göttlicher, die für diese Bewusstseinsveränderung insbesondere die FFF-Bewegung verantwortlich macht. „Das Problem ist nur, Zeit zu finden, es umzusetzen. Manche denken auch, sie hätten schon alles gemacht.“ Während in Unternehmen laut Göttlicher vor allem in den Bereichen Energie, Strom und Restmüll Einsparmöglichkeiten bestehen, sind es im kleinen Kreis der Familie vor allem Mobilität und Plastik. Auch im neuen Jahr werden die Themenabende fortgesetzt – immer mittwochs um 20:00 Uhr im Jakobushaus. Im Februar werden die Themen „Plastikfrei“ und „Alternative Wirtschaftsmodelle“ im Zentrum stehen. Die Aachener P4F-Gruppe betont, dass jeder hierzu herzlich willkommen ist, der sich mit dem Leitbild der Parents identifiziert. Das Engagement ist außerdem unabhängig davon, ob man eigene Kinder hat. „Man verpflichtet sich zu nichts, da wir kein Verein sind“, so Sanders. „Jeder macht, was er kann.“

parentsforfuture.de
parentsforfuture.de/de/aachen

 

Fotos Sabrina Marx, Parents for Future

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