Joel Teichmann ist in Kornelimünster aufgewachsen. Als Kind spielte er gerne und viel draußen. Im Laufe der Jahre ist ihm aufgefallen, dass Kinder selbst in dem Aachener Vorort immer mehr aus dem öffentlichen Raum verdrängt werden. Der Fußballplatz ist inzwischen für Kinder geschlossen – Anwohner fühlten sich gestört – und auf dem Bolzplatz stehen schon lange Baucontainer. Kinder verbringen zunehmend Zeit zu Hause.
Für seine Masterarbeit im Lehr- und Forschungsgebiet Kulturgeographie an der RWTH Aachen analysierte der 26-Jährige die Spielräume in Kornelimünster. Für die Doktorarbeit untersucht Joel Teichmann jetzt Alltagsräume von Kindern. Wo halten sie sich in der Freizeit auf? Was tun sie dort und wie kommen sie dorthin?
Damit möchte Teichmann einen Beitrag für die Entwicklung kinderfreundlicher Städte und Orte leisten. Um zu ermitteln, wie diese aussehen könnten, sucht der Doktorand derzeit möglichst viele Interviewpartner und -partnerinnen. Einerseits sollen interessierte Mütter und Väter befragt werden, doch auch von den 5- bis 14-jährigen Kindern möchte Joel Teichmann erfahren, wo sie sich gerne aufhalten.
Dabei komme Erstaunliches zutage, hat Joel Teichmann festgestellt. Kinder äußern sich manchmal ganz anders als ihre Eltern. Da steht plötzlich nicht ein Spielplatz im Zentrum, sondern „ein Kind redet minutenlang über einen Stein“. Diesen könne man erklettern und mit Wasser bespritzen. Und noch viele andere Spielmöglichkeiten sind dem Kind eingefallen.
Überhaupt geht es Teichmann nicht um reine Spielplätze, die er als Fitnessstudios für Kinder bezeichnet, sondern um den öffentlichen Raum als Ganzes, denn „Städte sind für alle da“, findet er.
Familien, die gerne an der Befragung teilnehmen möchten, erreichen Joel Teichmann per E-Mail, Anruf, SMS oder WhatsApp:
joel.teichmann@geo.rwth-aachen.de
0177 9226256
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