Corona: Mein Alltag im Homeschooling

in Gesundheit, Von und für Jugendliche

Die Schule, jetzt eben zuhause, beginnt bei mir um neun Uhr. Immer noch ziemlich früh, jetzt, wo wir uns aussuchen können, wann wir aufstehen. Allerdings musste ich feststellen, dass ich, wenn ich mich nicht morgens an die Aufgaben setze, sie nur sehr sporadisch mache. Außerdem hat eine Zeitschrift einmal berichtet, dass die Konzentration um diese Tageszeit am besten sein soll.

Das Erste, was ich mache, ist, meine E-Mails abzurufen. Denn inzwischen kommen jeden Tag wichtige Informationen, Aufgaben und Rückmeldungen der Schule auf diesem Weg. Bei den Aufgaben für die einzelnen Fächer steht meistens noch das Datum, wann wir die bearbeiteten Aufgaben zurückschicken sollen. Ein paar Lehrer geben uns zusätzlich Tipps, wie wir unseren Alltag im Moment so gesund wie möglich gestalten. „Viel spazieren gehen“ ist dabei eine häufig genannte Empfehlung.
Zur Absicherung schickt die Schule alle E-Mails auch an meine Eltern, die schicken sie dann wieder an mich. Daher habe ich alle Nachrichten doppelt und lösche morgens die Hälfte wieder. Nicht selten erhalte ich auch Aufgaben von Kursen, die ich gar nicht belege. Gerade bei den Leistungs- und Grundkursen ist Vorsicht geboten. Trotzdem habe ich mehr als einmal den Überblick bei den ganzen E-Mails verloren, obwohl ich mir alle Aufgaben mit Abgabedatum notiere. Diese Notizen sind zu so etwas wie einer Abarbeitungsliste geworden.

Nach den E-Mails steht die Lateinübersetzung auf dem Plan, Fremdsprachen sind vermutlich mein Schwachpunkt beim Homeschooling. Es macht doch einen Unterschied, ob jemand dir in einer E-Mail oder persönlich die Aufgabe erklärt. Viele Schulen haben deswegen mit Klassen-Videokonferenzen begonnen, aber aus Datenschutzgründen wird das bei uns noch ein wenig dauern. Ich bin aber schon gespannt. Neunundzwanzig Schüler und ein Lehrer, wird das nicht chaotisch, wenn alle durcheinanderreden?
Im Durchschnitt arbeite ich am Tag zwischen dreieinhalb und vier Stunden. Heute waren es vier, da Latein mehr Zeit in Anspruch genommen hat als gedacht und ich anschließend noch Mathe in Angriff genommen habe. Das ist immer noch viel kürzer als ein normaler Schultag, außerdem kann ich in meinem eigenen Tempo arbeiten. Das sind zwei Vorteile, die ich am Homeschooling richtig gerne mag.

Hier endet mein Schultag zuhause und damit auch dieser Text. Hoffentlich konnte ich euch einen besseren Einblick in den momentanen Alltag von Schülern gewähren.

Text & Foto: Jenny Stops

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