Im Kino: Burg Schreckenstein

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D 2016 | Regie: Ralf Huettner | mit Maurizio Magno, Benedict Glöckle, Harald Schmidt | 96 Min. | FSK: ab 0 Jahren
Viele Eltern werden sich gerne an die Kinderromane um das Internat Burg Schreckenstein und dessen „Ritter“ (= Schüler) erinnern, die der Autor Oliver Hassencamp und der Schneider-Verlag zwischen 1959 und 1988 herausgegeben haben. Und manche dürften einige der 27 Bücher, die zuletzt im Jahr 2000 komplett veröffentlicht wurden, inzwischen ihren eigenen Kindern mit auf den literarischen Weg gegeben haben. Erstaunlich also, dass es bisher keine filmische Aufbereitung und Auswertung des Stoffes gab. Nun ist es aber so weit und wie schon in den Vorlagen dreht sich die Handlung nicht wie so oft im Genre um Kriminalfälle für junge Ermittler oder um magische Verschwörungen. Vielmehr geht es auf grundsympathische Weise um das Mit- und manchmal auch Gegeneinander der Schüler und Schülerinnen der Internate Schreckenstein und Rosenfels, deren verwegene Ideen bisweilen zwar übers Ziel hinausschießen, aber nie wirklich bösartig sind oder gar körperlichen Schaden verursachen. Die Story orientiert sich dabei nicht an einem konkreten Roman, sondern vermengt klassische Elemente miteinander und ergänzt sie um neue, zeitgemäße Aspekte. Diese Modernisierung wird nicht jedem älteren Fan schmecken, ist aber wohl nötig, um ein heutiges Publikum zwischen 6 und zwölf Jahren anzusprechen. So schafft es sogar eine Traumsequenz in den Film, in der die Streiche der ehrenhaften Schreckensteiner und elitären Rosenfelserinnen mit Hilfe von Spezialeffekten auf die absurde Spitze getrieben werden. Wichtigste Bezugsfigur für die jungen Zuschauer ist der Neu-Schreckensteiner Stephan, der sich zunächst durch eine Mutprobe den Respekt seiner Mitschüler verdienen muss, um dann mit ihnen gemeinsam die Rosenfels-Mädchen zu piesacken.

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